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  • 02. März 2008, noch kein Kommentar

Das Debüt-Album "Die tägliche Landschaft" der Hamburger Band Ruben Cossani

Von Carsten Weidemann

Was ist Gefühl? Eine einfache Frage, auf die Philosophen, Psychologen, Schriftsteller und Künstler viele komplizierte Antworten gegeben haben. Erfrischend leicht macht es sich dagegen die Hamburger Band RUBEN COSSANI. Auf ihrem Debüt-Album "Die tägliche Landschaft" steigen Michel van Dyke, Konrad Wissmann und Leonard Valentin Lazar tief in die Fragestellung ein und geben mit jedem einzelnen ihrer 12 Songs eine unmittelbar verständliche Antwort. Sie erinnern daran, dass Liebe, Glück, Trauer und Freude große Gefühle sind – all den in diesem Zusammenhang üblichen Pop-Sentimentalitäten und Gefühlsduseleien zum Trotz. Es ist Zeit für echte Gefühle, schonungslose Einblicke in die täglichen Landschaften unserer Emotionen.

Zum Ruben-Cossani-Prinzip gehört, dass alle Bandmitglieder singen. Sogar innerhalb einzelner Songs wechseln die Lead-Stimmen, um sich schließlich in gemeinsam erarbeitetem und perfekt performtem Satzgesang zu treffen. Als Inspirationsquelle dienen dabei die kompositorischen und klanglichen Ideale der 60er Jahre – Bands wie die Beatles, die Walker Brothers oder die Beach Boys, Produzenten und Arrangeure wie Burt Bacharach oder Phil Spector. Auf dieser gemeinsamen Basis kreieren Michel, Konrad und Leo einen konsequenten Pop-Entwurf, der, wie eingangs angedeutet, große Gefühle zeitgemäß auf frappierend unsentimentale Weise in Musik übersetzt.

Bei Ruben Cossani ist Musik nichts Abstraktes, kein anonymer Klang, der irgendwann von irgendwem für irgendwen produziert wurde. Hier treten drei Musikerpersönlichkeiten auf, die ihrem Publikum unmittelbar begegnen und jeden einzelnen Zuhörer bewegen, berühren, mitfühlen lassen. Bei jedem Hören ein gutes Gefühl im Hier und Jetzt. In unseren täglichen Landschaften…

3. März 2008