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Nelsonville (queer.de) - Der demokratische Präsidentschaftskandidat Barack Obama hat seine Unterstützung für Eingetragene Partnerschaften bei einer Wahlkampfveranstaltung in Ohio mit einer Bibelstelle begründet. "Wer das kontrovers findet, den verweise ich sie auf die Bergpredigt, die eine meiner Meinung nach wichtigere Stelle für meinen Glauben ist als eine obskure Passage in den Römerbriefen".

Mit "obskurer Passage" beschreibt Obama eine Bibelstelle, in dem gleichgeschlechtliche Handlungen mit den Worten "Schande" und "Verirrung" charakterisiert werden. Dagegen zitierte der 46-Jährige eine bekannte Passage der Bergpredigt im Matthäus-Evangelium: "Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch". Allerdings stellte Obama klar: "Ich denke nicht, dass eine gleichgeschlechtliche Gemeinschaft Ehe heißen soll".

Heute finden in vier Bundesstaaten Vorwahlen statt, darunter auch Texas und Ohio. Obama hat die letzten elf Vorwahlen gegen seine Konkurrentin Hillary Clinton gewonnen. Neuesten Umfragen zufolge hat Clinton aber in den letzten Tagen wieder aufgeholt und liefert sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Obama. Bei den Republikanern steht dagegen John McCain als Präsidentschaftskandidat so gut wie fest. (dk)



Kalifornien ist nicht Utah

Homorechte sind niemals sicher. Das ist die Erkenntnis des politischen Erdbebens in Kalifornien, das bis gestern noch als liberal galt.
Kalifornien: Erstmals Homo-Ehe wieder abgeschafft

In den vergangenen Monaten haben rund 20.000 Homo-Paare in Kalifornien geheiratet - damit ist jetzt dank Volkes Wille Schluss.
Sieg für Obama - Niederlage für Homo-Ehe

Um 5:00 Uhr deutscher Zeit verkündete CNN, dass Barack Obama neuer US-Präsident ist. Auch Schwule und Lesben setzen große Hoffnungen auf den Demokraten. Dagegen gab es bei vier Homo-Referenden vier Niederlagen - die schmerzhafteste in Kalifornien: Dort wurde (mit großer Wahrscheinlichkeit) die Homo-Ehe abgeschafft.
Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

23 Kommentare

#1 AhaAnonym
  • 04.03.2008, 17:04h
  • "Allerdings stellte Obama klar: "Ich denke nicht, dass eine gleichgeschlechtliche Gemeinschaft Ehe heißen soll". "
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#2 wolfAnonym
  • 04.03.2008, 17:11h
  • da haben wir wieder das beste beispiel dafür, wie bescheuert unsere westliche erziehung ist !!! die religiöse kopflastigkeit vernebelt jede freie und unvoreingenommene entscheidung !
    jetzt interpretiert herr obama die bibel und wertet zwischen römerbriefen und bergpredigt ?
    wer hat ihm denn den floh ins ohr gesetzt, sein personal couch ?
    hillary verteilt derweil glückskekse mit bibelversen, würde doch passen.
    vor lauter gekasper, werden aber wieder wesentliche dinge verabsäumt. diese saudumme diskussion über den begriff "ehe", keiner kann begründen warum heteros einen "alleinbenutzungsanspruch" darauf haben ? als wenn heteros etwas weggenommen werden sollte ? ist genau so grauslig wenn sich tunten hinstellen und sagen : mein mann hat gemeint........? allein schon dieses besitzanspruchsdenken ist fürchterlich.
    "partnerschaft" ist doch weitaus ehrlicher und beinhaltet auch mehr verantwortung ! und nur darum geht es.
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#3 hwAnonym
  • 04.03.2008, 17:43h
  • @ wolf

    hast ja recht. wobei man mit der bergpredigt in
    mittel- und südamerika aber auch durchaus schon schöne erfahrungen, auch für die zukunft, machen konnte.

    amerikas wirtschaftsdaten geben aber klar vor,
    was gebraucht wird: vergleichsweise links blinken,
    um relativ schnell brutal rechts fahren zu können.
    (schroeder/fischer: wenn wir uns heute alle brüderlich
    in den armen liegen, die gürtel enger schnallen, den staat verschenken, geht es uns morgen besser !!!-höhöhö)

    apropos bergpredigt, adolf grimme:
    „Ein Sozialist kann Christ sein, ein Christ muss Sozialist sein"

    de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Grimme
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#4 gerdAnonym
  • 04.03.2008, 19:06h
  • Gut das die Länder Kanada, Südafrika, Niederlande, Belgien und Spanien das Thema bereits erfolgreich geschafft haben und die Ehe geöffnet wurde.

    Während in den USA noch der ganz Streit weiter tobt, ist Nord-West- und Mitteleuropa zumindest schon soweit, dass fast alle Staaten (Irland kommt jetzt im Frühjahr) die Lebenspartnerschaft eingeführt haben.

    Hier in Deutschland kämpfen wir gegenwärtig im Steuer- und Beamtenrecht. Diskriminierungen von homosexuellen, verpartnerten Staatsbediensteten, die es in den nördlich und westlich von Deutschland bestehenden Staaten nicht gibt

    Schon eine Unverfrorenheit, das bisher homosexuelle, verpartnerte Beamte in Deutschland keine Hinterbliebenenversorgung erhalten und der Familienzuschlag nur heterosexuellen Beamten zusteht (löbliche Ausnahme das Bundesland Bremen).

    Es wird dringend Zeit, dass Deutschland hier von der EU ein Vertragsverletzungsverfahren aufgebrummt bekommt und der Europäische Gerichtshof hier endlich einschreitet.
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#5 JanXAnonym
  • 04.03.2008, 21:06h
  • Nehme ich Obama nicht übel. Mehr ist wohl momentan in
    Amerika nicht drin. Er kann natürlich auch noch fordern, dass
    das ganze Ehe genannt wird - nur wird er dann
    höchstwahrscheinlich am Ende gar nicht gewählt und dann
    passiert nix. Ist mir so lieber. Eine eingetragene Partnerschaft in
    allen amerikanischen Bundesstaaten wäre ein äußerst
    beachtlicher Erfolg.
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#6 RoyAnonym
#7 PoldiAnonym
  • 05.03.2008, 00:46h
  • hw
    "ein christ muss sozialist sein"
    in der absolutheit stimmt diese aussage.
    die geschichte des atheistischen sozialismus zwingt jedoch zum relativieren.
    der religiöse sozialismus steht ganz im widerspruch zum weltlichen. mag der weltliche sozialismus auf politischem handeln gründen, der religiöse resultiert aus einer inneren kraft.
    ohne zweifel ist das ziel das selbe.
    die fundamente einer gesellschaftsordnung müssen sich gegenseitig tragen, stützen und tolerieren.

    de.wikipedia.org/wiki/Religi%C3%B6ser_Sozialismus
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#8 handwerkerAnonym
  • 05.03.2008, 10:59h
  • @hw: "....schroeder/fischer: wenn wir uns heute alle brüderlich
    in den armen liegen, die gürtel enger schnallen, den staat verschenken, geht es uns morgen besser !!!-höhöhö..."

    Ja! Die Ergebnisse davon sehen wir jetzt - auch in den USA
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#9 hwAnonym
  • 05.03.2008, 15:33h
  • @ poldi

    Die physische Welt existiert unabhängig vom
    Bewußtsein des Menschen und hat lange vor dem Menschen, vor jeder „Erfahrung der Menschen“ existiert.
    Das Bewusstsein kann also nicht rein naturalistisch als etwas Gegebenes betrachtet werden, sondern es tritt erst im Verlaufe der Entwicklung der Materie, die damit seine naturhistorische Voraussetzung bildet, beim Menschen in Erscheinung. Die Materie bringt in ihrer Genese das Bewusstsein als Produkt hervor.
    Fragt man aber weiter, was denn Denken und Bewußtsein sind und woher sie stammen, so findet man, daß es Produkte des menschlichen Hirns und daß der Mensch selbst ein Naturprodukt, das sich in und mit seiner Umgebung entwickelt hat .
    Die Materie ist nicht ein Erzeugnis des Geistes, sondern der Geist ist selbst nur Produkt der Materie.
    Der Mensch beginnt gerade erst mit seinen heutigen Werkzeugen, mit einer Begrenztheit, die in etwa der der Sammler und Jäger zu ihrer Umwelt entspricht,
    dieses sich ja weiter entwickelnde Teil der Materie zu
    verstehen.

    Das Psychische, das Bewußtsein u.s.w.; ist das höchste Produkt der Materie (d.h. das Physischen), es ist eine Funktion jenes besondern komplizierten Stückes Materie, das als Gehirn des Menschen bezeichnet wird.

    www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/285723.html

    Diese Gewissheit gibt Kraft. Biologisch gesehen,
    innen. Also eine innere Kraft, die sich zunehmend
    mit wissenschaftlichen Ergebnissen materiell verorten läßt:

    www.heise.de/tp/r4/artikel/22/22170/1.html

    www.netzeitung.de/wissenschaft/683715.html

    «Hilfsbereitschaft hat ihren Ursprung also nicht allein in Kultur und Erziehung. Wir sollten uns von der Idee verabschieden, dass wir als Egoisten auf die Welt kommen und allein durch Kultur und Erziehung zu hilfsbereiten Wesen heranwachsen», sagte Forschungsleiter Warneken.
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#10 PoldiAnonym
  • 05.03.2008, 22:44h
  • hw
    du antwortest mir, als ob ich die evolutionstheorie bestreite. auf gar keinen fall tue ich das.
    es geht mir vielmehr um den weg der gruppen zum ziel, die motivation sich "sozial-istisch" zu verhalten.
    da wirken doch unterschiedliche kräfte der materie in die verschiedensten richtungen, die dann unser verhalten wahrnehmbar bestimmen, atheistisch oder religiös.
    die frage ist auch nicht, ist der realsozialismus besser oder schlechter als der religiöse.
    die problematik ist das machtstreben der menschen.
    sowohl der marxismus als auch das christentum und judentum und der islam haben einen geistigen fundamentalismus entwickelt, der einen fruchtbaren gemeinsamen konsens nicht zulässt.
    sie neigen dazu, geistige freiheit nicht als grundbedürfnis des menschen zu sehen.
    die geschichte hat gezeigt, dass menschen nicht alleine durch wohnung, nahrung und soziale sicherheit langfristig zufrieden sind.
    ebenso hat der religiöse sozialismus stets schon in frühen ansätzen unter einer geistigen diktatur, der dem mammon zugewandten häretiker, gelitten.
    wie stellst du dir den religiösen sozialismus vor, wenn er dem marxismus gleich sein soll. wird da opium geraucht, um die probleme zu lösen?
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