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Burg (queer.de) - Das Verfahren gegen den Asylbewerber Nico Pehounde in Burg (Sachsen-Anhalt) wurde gestern ohne Auflagen eingestellt. Pehounde war angeklagt worden, weil er seine transsexuelle Frau, mit der er in einer Homo-Ehe lebt, in Berlin besucht hatte (queer.de berichtete).

Hintergrund: Anders als bei Ehen müssen Eingetragene Partnerschaften bei der Verteilung von Asylbewerbern nicht berücksichtigt werden. Pehounde war dem Jerichower Landkreis zugeteilt worden und darf dieses Gebiet nur mit besonderer Zustimmung verlassen. Ein Antrag auf "Urlaub", um seine Partnerin zu besuchen, hat das Ausländeramt dem aus Benin stammenden Mann verwehrt. Diese Praxis ist vom Lesben- und Schwulenverband als diskriminierend kritisiert worden.

Die Partnerin konnte nicht nach Burg ziehen, da sie ihre Ausbildung in Berlin nicht abbrechen wollte. Außerdem fürchtete sie in Sachsen-Anhalt wegen ihrer Transsexualität Übergriffe von Rechtsradikalen.

Pehounde erhält nun voraussichtlich eine befristete Aufenthaltsgenehmigung – damit erhält er auch Bewegungsfreiheit innerhalb Deutschlands. (dk)



#1 hwAnonym
  • 05.03.2008, 13:42h
  • die einstellung des verfahrens für die beiden ist schön.
    die einstellung außenstehender mit der perspektive des hilfs-scheriffs ist unschön.
    ein positives verfahrensende wäre natürlich noch schöner.
    treffen in berlin sind wahrscheinlich immer schöner,
    als treffen in burg bei magdeburg.
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#2 FloAnonym
  • 05.03.2008, 14:35h
  • "Anders als bei Ehen müssen Eingetragene Partnerschaften bei der Verteilung von Asylbewerbern nicht berücksichtigt werden. Pehounde war dem Jerichower Landkreis zugeteilt worden und darf dieses Gebiet nur mit besonderer Zustimmung verlassen."

    Das sind ja ähnlich strenge Auflagen wie bei Kriminellen, die auf Bewährung rausgelassen werden...

    Das zeigt wieder mal, wie diskriminierend die eingetragene Partnerschaft ist und dass nur eine Öffnung der Ehe endlich einen Schlussstrich darunter ziehen kann.

    Schade nur, dass außer den Grünen und der Linkspartei keine andere Partei die Ehe öffnen will. SPD und FDP wollen weiter an der Ehe 2. Klasse rumdoktern und die CDU/CSU will am liebsten selbst diese wieder abschaffen... Nagut, wenn außer den Grünen und der Linkspartei keine andere Partei unsere Stimmen haben will, sollten sie sie auch nicht bekommen. Wenn wir da alle an einem Strang ziehen würden, würden die das deutlich merken und innerhalb kürzester Zeit wäre die Ehe geöffnet...
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#3 handwerkerAnonym
#4 stromboliProfil
  • 06.03.2008, 09:59hberlin
  • @redaktion:
    Die Partnerin konnte nicht nach Burg ziehen, da sie ihre Ausbildung in Berlin nicht abbrechen wollte. Außerdem fürchtete sie in Sachsen-Anhalt wegen ihrer Transsexualität Übergriffe von Rechtsradikalen..."
    ja, was so das auslassen einer information für wirkungen haben kann, wie wir abhängig sind von informationen und ihrer "gesamtheit":
    @Simon schreibt :
    und warum ist der/die Partner/in nicht in die Provinz zu ihm gefahren? ;
    @alexMuc schreibt :
    Sorry, klärt mich doch bitte mal einer auf. Ich habe mir das jetzt mehrmals durchgelesen. Wo haben die Beiden sich den kennengelernt? Haben die sich jeh gesehen ? Wieso fährt seine transsexuelle Lebenspartnerin, falls er Sie kennt ,nicht zu Ihm? Also komisch ist das schon.
    Ich kann die Behörden verstehen, denn die denken bestimmt "Asylmißbrauch"...

    Redaktion: übernehmt nicht immer nur den text ohne inhaltlich nachzufassen!
    Leser: vorauseilende blockwartsmentalität nützt weder der wahrheitsfindung noch einem selbst!
    Vieleicht wäre die kernfrage am anfang die venünftigste lösung gewesen:@alexMuc: Ich hoffe, es ist nur unvollständig geschrieben.
    In diesem sinne ist zwar ein einzelfall zum guten(?) gewendet, das ganze aber auch weiteren zweifeln ausgesetzt: Die ehe als letzter rettungsanker für asylsuchende? Oder wie an anderer stelle fabuliert wird: "Ehe und Familie die Keimzelle jeder staatlichen Gemeinschaft darstellen". , auch wenn die einschränkung auf dem fuße folgt: "Homo-Paare gehören seiner Meinung nach dieser Gruppe nicht an. "...!
    Wir uns auf das arrangement der verbindlichen verpartnerungsideeologie festlegen ( ja, ja, ich weis um die bedürfnisse der derzeit ca.6% verpartneten homos in unserer gesellschaft) und damit gleichheits-rechtsansprüche des individiums in die familienkonservative gesellschaftskonservendosen einschweißen lassen.

    In obigen falle: der staat sich aus zahlungsverpflichtungen entzieht ,indem er den asylanten in die "sozialbindung partnerschaft " zwingt. Ein 2facher erfolg aus ihrer sicht: einmal wird der ehepartner zur unterhaltspflicht herangezogen, zum zweiten das "aussereheliche rumbumsen" in geregelte bahnen gelenkt! Na , das freut dann doch alle, die an der gesellschaftsfähigkeit der homos arbeiten und wir können wieder mal beweisen, wie nah wir doch den moralverteidigern dieser unserer nation stehen.

    Wir beschweren uns über die trendwende hin zu reaktionär-konservativen werten, über die verschleppungstaktiken über die gleichstellung der "ehen" , ohne zu kapieren, dass wir eben in der fixierung auf die "ehelösung als symbol der gleichstellung " ,das entscheidende argument der unterdrückungsmaschinerie in UNSEREN wertekanon aufgenommen haben!
    Insoweit ist es weder für uns homos, noch für asylanten mit schwul-lesbischem hintergrund ein sieg; allenfalls ein pyrrhussieg!
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#5 PierreAnonym
  • 10.03.2008, 19:46h
  • Also, irgendwas ist da schief gelaufen.

    Bei Begründung einer eingetragenen Lebenspartnerschaft steht jedem Ausländer eine Aufenthaltserlaubnis für Deutschland zu.

    Dadurch erübrigt sich jedes Asylverfahren.
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