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Zürich (queer.de) - Sepp Blatter, Chef des Weltfußballverbandes FIFA, hat schwule Fußballer im Vorfeld einer Konferenz zum Coming-out aufgefordert. "Es gibt schwule Fußballer, aber sie legen das nicht offen, weil sie denken, sie würden in den Macho-Organisationen nicht akzeptiert werden", erklärte der 61-Jährige. "Schauen Sie sich aber Frauen-Fußball an: Homosexualität ist dort populärer."

Allerdings scheint Blatter beim Frauenfußball ohnehin andere Gedanken im Kopf zu haben, wie er bereits 2004 in einem Interview offenbarte: "Lasst die Frauen in feminineren Kleidern spielen wie im Volleyball. Zum Beispiel könnten sie enger anliegende Shorts tragen."

Bislang bekannte sich nur ein Profifußballer zu seiner Homosexualität. Der Brite Justin Fashanu outete sich 1990 nach wiederholten Spekulationen in der Boulevardpresse. Das Coming-out führte zum Ende seiner Karriere, 1998 verübte er unter mysteriösen Umständen Selbstmord. (dk)



11 Kommentare

#1 SuperweiserAnonym
#2 FloAnonym
  • 07.03.2008, 15:37h
  • Das wäre so gut!!

    Wenn sich Profispieler in dieser letzten Machobastion outen würden, würden die ganzen Heteros sehen, dass auch ihre Sportidole schwule sind und das würde die Gesellschaft nachhaltig positiv verändern.

    Und für die betroffenen Spieler selbst wäre es auch sehr sinnvoll, denn erst wenn man das Versteckspiel beendet, merkt man, wie schön das Leben sein kann!

    Allerdings sollten das nicht nur eine Handvoll tun, die würden dann tatsächlich gemieden. Sondern es sollte schon eine konzertierte Aktion aller (oder zumindest fast aller) schwulen Bundesligaspieler sein, wo auch Nationalspieler dabei sein dürften...

    Es wird wirklich langsam Zeit für diesen Schritt!!
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#3 ThomasAnonym
  • 07.03.2008, 17:51h
  • Herr Blatter sollte sich mal als Gehirnamputiert outen. Das würde Sinn machen! Es macht in den Stadien (weltweit) überhaupt keinen Sinn sich als Fussballer zu outen ... weder gesellschaftlich - und überhaupt nicht finanziell! In Randgruppensportarten vielleicht - dazu zähle ich Frauenfussball! Ausserdem ist doch ein "vielleicht" für uns Schwule immer interessanter als ein "definitiv" ....
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#4 jochenAnonym
  • 07.03.2008, 19:16h
  • wäre ich aktiver fussballer , würde ich mich wahrscheinlich zur jetzigen zeit nicht outen... das würde ich mir mehrmals gut überlegen:

    ... selbst wenn die fussball kollegen bzw. die mannschaftskollegen vielleicht tolerant sind (aber vielleicht kriegen die heten unter der dusche dann doch nen pflaumensturz wenn sie hören sie müssen mit einem homo duschen- womöglcih noch warm duschen)....der hohn und spott der einem bei einem im stadion entgegengebracht werden könnte...da bist du doch auf dem präsentierteller...

    seit der wm in deutschland wissen leider viele schwule was die fussballfans oft für homophobe arschlöcher sind.

    da würde ich mir als aktiver spieler ein spiel in der ukraine, iran, russland....usw....... nicht so lustig vorstellen.

    ich denke momentan sind die "nicht -mehr -aktiven fussballprofis" gefragt sich zu outen.... das fände ich gut.!
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#5 RetoAnonym
  • 07.03.2008, 19:50h
  • als schweizer ärgere ich mich schon seit jahren über dieses korrupte walliser arschloch... aber das schlägt nun dem fass wirklich den boden raus... danke herr blatter...
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#6 lieblingsuliProfil
  • 08.03.2008, 10:07hStuttgart
  • Ich finde die Wortwahl in diesem Blog doch manchmal sehr "moderierenswert".

    @reto: Dein Gewäsch ist reiner Rassismus. Selbst wenn du ihn für ein A.... hälst, warum dann noch das "walliser" davor ?

    Kommentare dieser Art geben für Leser die sich über die Schwule Welt mit Hilfe dieser Webseite informieren wollen nach Aussen ein Bild auf übelstem "Stammtischniveau" ab.

    Das hilft wirklich niemand.

    Ich bin beileibe kein "Gutmensch", aber finde es sehr schade wenn diese Portal durch solche geduldeten Aussetzer seitens der Redaktion immer mehr an Gehalt verliert.
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#7 TimmAnonym
  • 09.03.2008, 12:58h
  • Wenn sich alle schwulen Bundesligaspieler (und vielleicht auch andere Profisportler aus anderen Sportarten) zusammentun würden und gemeinsam outen würden, würde das sicher gut laufen. Und ich glaube auch, dass gerade sie selbst davon profitieren würden.

    Ich kann auch manche Kommentare hier nicht verstehen: als sich Prominente aus Film, Fernsehen und Kunst outeten, hat jeder gesagt, dass das etwas anderes ist als in anderen Bereichen und dass z.B. bei Politikern ein Outing das Karriereende wäre. Aber wenn man sich mal offen schwule Politiker anguckt, dann sitzen die doch fester im Sattel als so manche anderer Politiker: Guido Westerwelle, Ole von Beust, Klaus Wowereit, Volker Beck. Bei all denen, ist die Karriere nicht am Ende - im Gegenteil, sie alle haben seit dem Outing die erfolgreichste Zeit ihrer Karriere.

    Und genauso ist es jetzt bei Sportlern. Da denkt mancher, das sei ein Karriereende, aber vielleicht irren die sich ja genauso wie diejenigen, die schulen Politikern keine Zukunft prognostizierten.

    Wichtig wäre nur, dass das möglichst viele gleichzeitig machen. Ich denke da an eine Kampagne wie die Kampagne "Wir haben abgetrieben" in den 80ern, wo viele prominente Frauen sich dazu bekannt haben.

    Und von so einem Sportlerouting würden nicht nur Schwule, Lesben und die ganze Gesellschaft profitieren, sondern gerade auch die Sportler. Jemand der sich versteckt, ahnt gar nicht wie befreiend es ist, endlich kein Theater mehr spielen zu müssen und endlich frei zu sein!!!
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#8 DanielAnonym
  • 09.03.2008, 23:28h
  • Ein Comingout lässt sich nicht verordnen und auch nicht erzwingen. Und das sollte es auch nicht. Nein, vielmehr sollte es freiwillig erfolgen, und da bin ich mir sicher, dass wird es auch. In einigen Sparten des öffentlichen Lebens ist dieses schon eine ganz normale Sache (...und das ist gut so!), und in ein paar anderen wird es noch auf sich warten lassen. Vor allem in sogenannten Macho-Bereichen und da gehört der Fussball nun mal zu. Aber auch in diesem Bereich wird sich noch einiges ändern. Aber auch wenn es dauert, es wird passieren. Nehmen wir als Beispiel die Zeit in der Kohl-Ära wer hätte da gedacht, das es zu einem Outing von Poltikern kommt? Ich glaub so gut wie keiner, denn in der damaligen Situation wäre das politischer Selbstmord gewesen. Mittlerweile ist dieses kein Thema mehr und da bin ich mir sicher in ein paar Jahren ist dieses auch im Sport kein Thema mehr.
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#9 MarekAnonym
  • 10.03.2008, 14:55h
  • @Daniel:

    Verordnen oder erzwingen lässt sich ein Outing natürlich nicht, aber zumindest appellieren darf man doch. Es wird ja auch kein Sportler gezwungen, sondern nur an sie appelliert.

    Es gibt natürlich auch Zwangsoutings, wie damals das von Biolek, Kerkeling, etc, durch Rosa von Praunheim. Das hat den betroffenen zwar nicht geschadet und heute wissen wir, dass dadurch vieles beschleunigt wurde und es deswegen im Nachhinein gut war, aber dennoch lehne ich Zwangsoutings aus Prinzip ab.
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#10 RegentumAnonym
  • 12.03.2008, 16:29h
  • Typisch Blatter , in der streng hierachischen maschohaft geführten Agentur gennant FIFA ruft er die Gays in den Fußball Ligen auf sich zu outen.

    Das ist als wenn ein Steuerbetrüger ohne Not, kund tut das er einer ist, wo er genau weiß , daß das nur Nachteile hat.

    Solange Fußball so machohaft ist und die Fans aus den unterschiedlichsten Schichten besteht, kann ich jeden aktiven Fußballer verstehen- wenngleich ein Outing vieler natürlich wünschneswert wäre!
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