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  • 09. März 2008, noch kein Kommentar

Der neue Bildband "Plaisir d’amour" des Stuttgarter Künstlers Hannes Steinert

Von Carsten Weidemann

Die Darstellung nackter Jünglinge im arkadischen Idyll hat die gesamte Kunstgeschichte hindurch das Werk zahlreicher Maler beeinflusst. Mit den Siebdrucken und Linolschnitten dieses Bandes lässt der Stuttgarter Künstler Hannes Steinert diese Tradition revuepassieren und kommentiert sie auf seine ganz eigene Weise. So lässt sich "Plaisir d'amour" als eine Motivgeschichte der Jünglingsdarstellung in der Bildenden Kunst in Antike, Renaissance, bei den Präraffaeliten, im Jugendstil und der Kunst des 20. Jahrhunderts betrachten.

Die Anregungen durch das Werk David Hockneys treten besonders deutlich hervor, aber auch van Eyck, Otto Müller und viele andere haben ihre Spuren hinterlassen. Plaisir d'amour, das Glück der Liebe, zeigt sich in vielen Gestalten. Steinert malt das verträumte Gesicht, die zarte Berührung, das Beisammensein in freier Natur wie den Übergang zur sexuellen Vereinigung.

Die stark stilisierten Darstellungen der jungen Körper verwandeln individuelle Begegnungen in nahezu objektive Konstellationen und Befindlichkeiten. In ihrer Verbindung von großer Ruhe und großer Intensität gelingt es diesen Arbeiten, beim Betrachter selbst einen Anklang des Liebesglücks zu erzeugen.

Hannes Steinert (Jg. 1954) lebt und arbeitet in Stuttgart. Seit mehr als zwanzig Jahren ist er mit zahlreichen Einzelausstellungen und Veröffentlichungen ein fester Bestandteil des deutschen Kunstbetriebs, seine Bilder sind in vielen deutschen Städten in öffentlichen Sammlungen vertreten.

10. März 2008