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Wien (queer.de) - Das am Wiener Morzinplatz geplante Mahnmal "Rosa Platz", das an homo- und transsexuelle Opfer des Nationalsozialismus erinnern soll, ist offenbar aus technischen Gründen am Widerstand der Behörden gescheitert. Das vom Künstler Hans Kupelwieser gestaltete Objekt sollte an der ehemaligen Gestapo-Zentrale seinen Platz finden und aus einem 20 mal 20 Meter großen, mit rosa Wasser gefüllten Becken bestehen. Darin sollte das Wort "Que(e)r" zu lesen sein. Die Wiener Behörden erklärten aber, dass es keine Langzeituntersuchungen für den Lebensmittelfarbstoff gebe, der das Wasser rosa färben sollte.

"Dieses Projekt wird so nicht kommen", bestätigte Kupelwieser gegenüber der Nachrichtenagentur APA. Er bedauerte die Entscheidung und nannte sie unverständlich, da der Farbstoff in anderen Bereichen ohne Bedenken eingesetzt werde. Ein Ersatzstoff konnte nach Angaben der Stadt Wien nicht gefunden werden.

Kupelwieser hat nun einen Folgeauftrag erhalten, der bis April abgeschlossen sein muss. Dieser darf kein Wasser enthalten.

Das jetzt verworfene Konzept war bereits vor knapp zwei Jahren vorgestellt worden (queer.de berichtete). (dk)



#1 SebiAnonym
  • 11.03.2008, 14:43h
  • Jaja, technische Gründe. Das ist natürlich die leichteste Ausrede.

    Hier geht es um Lebensmittelfarbe (!!!!!), die also offenbar sogar verzehrt werden darf. Aber in ein Wassermahnmal (ohne Verbindung zu Grundwasser, Trinkwasser, etc.) darf sie nicht rein.

    Wären Behörden bei Industrieabwässern nur ähnlich genau wie bei schwul-lesbischen Belangen...

    Für wie dumm halten uns eigentlich manche Menschen?
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#2 FloAnonym
  • 11.03.2008, 17:07h
  • 100% Zustimmung!

    Das ist echt die dümmste Ausrede, die ich je gehört habe. Man darf Lebensmittelfarbe in Lebensmitteln verwenden, aber nicht in einer Wasserfläche, die kein Trinkwasser hat.

    Manche Leute scheinen Schwule und Lesben wirklich für dumm zu halten... Es wird Zeit, dass wir ihnen das Gegenteil zeigen...
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#3 BjörnAnonym
  • 11.03.2008, 23:20h
  • Warum kann man das nicht mit ungefärbtem Wasser und rosafarbener Hinterleuchtung machen?
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#4 MariskaAnonym
  • 12.03.2008, 01:02h
  • Das Problem mit der Lebensmittelfarbe dürfte vor allem sein, dass das Wasser im Brunnen dauerhaft in Bewegung gehalten werden muß, damit sich der Farbstoff nicht auf dem Grund ablagert. So verhält sich normale Lebensmittelfarbe nunmal.
    Für Lebensmittelfarbe mit Nanoteilchen als Zusatz, die die Fließeigenschaften positiv beeinflußen können gibt es kaum Studien und schon gar keine die sich auf den gegenständlichen Nutzen beziehen.
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#5 FloAnonym
  • 12.03.2008, 12:47h
  • @Björn:

    Man könnte es noch einfacher haben: Becken rosa streichen und klares Wasser reinmachen.

    Aber solche Alternativen interessieren dort gar nicht. Das Mahnmal wird in dieser Form nicht gewollt und da wird den Verantwortlichen bei jeder Alternative irgendetwas Sonderbares einfallen, warum das nicht geht...
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