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Bremen (queer.de) - Ein Bremer Kulturzentrum hat den Mietvertrag mit dem evangelischen Jugendkongress "Christival" gekündigt, weil dort ein Seminar zur "Heilung" von Homosexuellen angeboten werden sollte. Das Seminar ist nach erheblichem Druck inzwischen abgesagt worden (queer.de berichtete).

Wie die "taz" berichtet, droht dem Kulturzentrum Schlachthof nun eventuell eine Schadenersatzforderung der Christival-Veranstalter. Derzeit verhandeln die Anwälte beider Parteien um eine Beilegung des Konflikts.

Christival distanziert sich nicht vom Hass auf Schwule

"Wir haben hier regelmäßig schwullesbische Partys, das geht nicht", erklärte Veranstaltungskoordinator Jörg Lochmon. Er bedauerte, dass der Schlachthof vor dem Vertragsabschluss nicht geprüft habe, was hinter Christival steckt. "Das war wohl etwas naiv", so Lochmon. Auch die Absage des Seminars ändere nichts. Schließlich habe sich Christival nicht von den Thesen der "Homo-Heiler" distanziert. Außerdem trete ein Vertreter des Vereins "Wüstenstrom" auf, der Homosexualität als psychische Störung ansieht.

Das rot-grüne Bremen öffnet hingegen 50 Schulen als Schlafstätten für Christival-Teilnehmer. Außerdem finden in 80 Prozent der Seminare in innerstädtischen Schulen statt. "Wir haben uns eine Seminar-Liste vorlegen lassen, die war unverfänglich", erklärte ein Sprecher der Bildungsbehörde.

Demo gegen Festival geplant

Ein "antisexistisches Bündnis NoChristival" will am Eröffnungsabend von Christival am 30. April eine Demonstration organisieren. Protestiert wird neben der Homofeindlichkeit der Veranstalter gegen ein Seminar, das gegen Frauen polemisiert, die abgetrieben haben. Treffen des Bündnisses: donnerstags, 20 Uhr, im Paradox, Bernhardstraße 12. (pm/dk)



HuK kritisiert Christival-Gegner

Die ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) erklärte, der Jugendkongress lasse sich nicht auf das Thema Homosexualität reduzieren.
Polizei nimmt 34 Christival-Gegner fest

Beim Jugendkongress Christival kam es am Wochenende zu kleineren Auseinandersetzungen. Die Seminarleiter bleiben trotz der Kritik hart: Homosexualität sei "heilbar".
Nach Protesten: Christival-Seminar verlegt

Ein Wüstenstrom-Seminar ist nach Protesten von Homo-Aktivisten verlegt worden und findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

62 Kommentare

#1 Alt 68'erAnonym
  • 11.03.2008, 14:15h
  • Kann man die Schlafsäle nicht irgendwie präparieren? So Stinkbomben meine ich. Nur fürchte ich, dass der heutigen Jugend nicht nur die entsprechenden Chemiekenntnisse, sondern auch der dazu gehörige Mut abgehen. Schade eigentlich...
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#2 SebiAnonym
  • 11.03.2008, 14:40h
  • Weder hat sich Christival von den Meinungen der "homoheilenden" Gehirnwäsche-Faschisten distanziert, noch diese ausgeladen.

    Dass Frau von der Leyen weiterhin Schirmherrin bleibt, wundert mich nicht - das ist eben das Menschenbild der CDU.

    Dass rot-grüne Verantwortliche Schulen (für die auch Schwule und Lesben Steuern zahlen) für dieses Treffen öffnen, ärgert mich schon deutlich mehr...

    Aber wenn jetzt auch noch die letzten aufrechten Menschen mit Rückgrat Strafen zahlen sollen, weil sie die Verbreitung solch rechten Gedankenguts nicht auch noch unterstützen wollen, lässt mich ernsthaft an unserem Rechtsstaat zweifeln...
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#3 wolfAnonym
  • 11.03.2008, 15:54h
  • es ist doch ungeheuerlich ! da wird der veranstalter nicht richtig überprüft, von der "schirmherrin" und fordert auch noch schadensersatz, nach dem man ihm auf die schliche gekommen ist ? der schlachthof kann nun wirklich nichts dafür.
    dann wird diese sektiererei auch noch mit 250.000 € steuermitteln unterstützt, eine frechheit sondergleichen.
    mich würde sehr die abrechnung interessieren, zumindest was so beim veranstalter "hängenbleibt" ?
    diese gesamte veranstaltung ist eine einzige schweinerei !
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#4 stromboliProfil
#5 stromboliProfil
#6 FloAnonym
  • 11.03.2008, 16:59h
  • "Man hoffe, dass die Auseinandersetzung das Christival „nicht in irgendeiner Weise behindert“. Denn hier stünden nicht ethische Streitthemen im Vordergrund, sondern der Glaube an Jesus Christus."

    Wie frech diese Ewiggestrigen einem ins Gesicht lügen...

    Wenn dem wirklich so wäre, würden sie sich von den selbsternannten Homoheilern offiziell distanzieren und solchen Leuten auch keine Reden erlauben.

    Aber Hauptsache, man hat Frau von der Leyen weiterhin auf seiner Seite. Da haben sich die richtigen gesucht und gefunden...
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#7 bastapapstaAnonym
  • 11.03.2008, 17:28h
  • Das ist auch wichtig, dass die breite Öffentlichkeit mal
    auf die Machenschaften dieser christlichen Rechten aufmerksam gemacht wird. Hoffentlich machen ganz viele Organisationen Demos gegen das Christival.
    Das hierfür in einer rot-grün regierten Region auch noch Räumlichkeiten ( Schulen )zur Verfügung gestellt werden stößt auch mir derbe auf, aber von der SPD ist auch mittlerweile nichts anderes mehr zu erwarten. Die Grünen werden sicherlich dagegen gewesen sein. Hier wurde davon gesprochen, dass auch Schwule & Lesben für diese "Räumlichkeiten" Steuern zahlen. Finde ich auch übel. Lösen könnte man dieses Problem nur so indem die Trennung von Kirche und Staat strikt umgesetzt werden würde, dass heisst wenn die Kirche keinerlei Mittel vom Staat erhält. Auch die kirchlich sozialen Einrichtungen werden indirekt vom Staat finanziert. So auch dass es eine "Kirchensteuer" gibt, die der Staat ( Finanzamt) einbezieht. Die wenigsten wissen, dass das Gesetz, auf dessen Grundlage die Kirche das Geld an sich reisst noch von Adolf Hitler unterschrieben ist. Es müssten KLARE Verhältnisse geschafft, Kirche & Staat strikt getrennt werden. Wer sich zur Kirche bekennt der kann ja auch einen Mitgliedsbeitrag leisten, nichts anderes muss man zB in Deutschland als Buddhist machen, wenn man in ein buddhistisches Zentrum geht genau so praktizieren.
    Bei einem anderen Beitrag hat jemand nen Link von "TheCall" reingestellt. Diese Gruppe ist hochgefählrich, fundamentalistisch & begründet mit ihrem Glauben den Krieg. Solche Leute werden auch auf diesem Hasstival aufkreutzen, und mit unschuldigen Jugendlichen Gehirnwäsche betreiben.
    In den USA haben die schon ein erhebliches Machtpotenzial. Die gruppieren sich jetzt auch in Deutschland. Das Cristival ist natülich ein sehr willkommenes Medium für diese Leute. Deswegen ist es so besonders wichtig, die breite Masse ( zB. in Form von Gegendemos ( also gegen das Christival )
    über diese feindlichen und menschenverachtenden Ideologien zu informieren. Hoffenlich kommt das Christival also mal richtig negativ in die Schlagzeilen.
    Diese, in dem heutigen Beitrag von queer.de berichtete Gegebenheit ( Demos) sehe ich als gute Chance dazu.
    Deshalb Leute, erscheint da so zahlreich wie es nur geht & bringts die Christival besucher mal zum Nachdenken ;-)
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#9 schwuler ChristAnonym
  • 11.03.2008, 22:54h
  • Leute, ihr seht das Ganze aus einem viel zu engen Blickwinkel! Was wisst ihr denn sonst noch über das Christival?

    Ich war beim letzten Christival 2002 dabei, es war eine tolle Veranstaltung, es ging WIRKLICH um Jesus Christus, und es war alles andere als eine Hassveranstaltung! Dieses Homo-Seminar wäre unter den hunderten von anderen Seminaren gar nicht aufgefallen und hätte so gut wie niemanden interessiert. Beim Christival wirken so viele Menschen aus so vielen verschiedenen christlichen Ecken mit, da kann man überhaupt nichts pauschalisieren. Außer dass Gott im Mittelpunkt steht und keine Menschenverachtung.
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#10 SaschaAnonym
  • 12.03.2008, 00:31h
  • Sehr geehrte @Frau Göring-Eckardt:

    Es ist ja bezeichnend für die offensichtliche politische Neuausrichtung der GRÜNEN, dass deren Vertretern nichts Besseres einfällt, als hier Werbeartikel für "mehr Glaubenskurse" zu verlinken.

    Ich sehe die Aufgabe einer fortschrittlichen, linken und demokratischen Politik aber einzig darin, junge Menschen vor den unverantwortlichen Unterdrückungslehren der dominierenden "Glauben"sdogmatiker zu schützen und ihnen auf der Basis fundamentaler Menschenrechte und eben demokratischer Werte eine neue Kultur des Respekts vor der Vielfalt zu vermitteln.

    Eine demokratische Gesellschaft braucht vor allem eines: die strikte Trennung von Kirche bzw. Religion und Staat. Die spanischen Sozialisten machen - mit entsprechendem Erfolg bei den Wählerinnern und Wählern - vor, was das konkret bedeutet:

    Ganz sicher nicht noch mehr "Glaubenskurse" in den Schulen (Religiöse Propaganda hat in einer freiheitlich-demokratischen Schule keinen Platz), sondern vielmehr wie in Spanien ein neues Pflichtfach, das sich explizit mit Antidiskriminierungsthemen, Menschenrechten und menschlicher einschließlich sexueller Vielfalt beschäftigt.
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