Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?8418

München (queer.de) - Der evangelische Landesbischof Johannes Friedrich hat auf der in Bayreuth tagenden Landessynode Volker Beck scharf kritisiert, weil der Grünenpolitiker aus einem persönlichen Brief des Bischofs zitiert habe. Darin ging es um den evangelischen Jugendkongress Christival, bei dem ein Seminar zur Heilung von Homosexuellen stattfinden sollte, das nach Protesten abgesagt wurde (queer.de berichtete).

Bischof Friedrich hatte Beck in dem Brief geschrieben, dass er dessen Kritik an dem Seminar "voll und ganz" teile (queer.de berichtete). Daraufhin wurde der Bischof von Teilen der evangelischen Kirche kritisiert. Diese Aussage relativierte der Bischof nach Angaben des christlichen Portals "idea" auf der Synode nicht, griff aber Beck scharf an, weil dieser "ohne mein Wissen und ohne meine Zustimmung" den Brief öffentlich machte.

Er stellte weiter fest, dass er im Christival-Kuratorium bleibe. "Ein Rückzug meiner Unterstützung für das Christival oder gar ein Austritt aus dem Kuratorium stand nie zur Debatte", so Friedrich.

Homos "schlecht fürs Kindeswohl"

Bischof Friedrich fügte zudem an, dass er "vehement" gegen das Adoptionsrecht für Schwule und Lesben eintrete. Er halte es "für das Kindeswohl für angebracht, dass ein Kind in der Regel mit einer männlichen und einer weiblichen Bezugsperson aufwachsen sollte".

Der Jugendkongress Christival wird vom 30. April bis 4. Mai in Bremen stattfinden. Die teilweise aus öffentlichen Mitteln finanzierte Veranstaltung bietet auch ein Seminar des Vereins Wüstenstrom über den Missbrauch von Jungen an. Das einzige Ziel von Wüstenstrom ist die "Heilung" von Schwulen und Lesben. Christival-Schirmherrin ist Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU). (dk)



HuK kritisiert Christival-Gegner

Die ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) erklärte, der Jugendkongress lasse sich nicht auf das Thema Homosexualität reduzieren.
Polizei nimmt 34 Christival-Gegner fest

Beim Jugendkongress Christival kam es am Wochenende zu kleineren Auseinandersetzungen. Die Seminarleiter bleiben trotz der Kritik hart: Homosexualität sei "heilbar".
Nach Protesten: Christival-Seminar verlegt

Ein Wüstenstrom-Seminar ist nach Protesten von Homo-Aktivisten verlegt worden und findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

14 Kommentare

#1 DragonWarriorAnonym
  • 11.03.2008, 14:14h
  • auch ne form der abitte...

    als buße für einmal privat der kritik zustimmen poltert man dann einmal öffentlich homophoben unsinn...

    wie peinlich geht's denn noch???

    nun denn, bald wird die studie der bundesregierung auch mit diesem unsinn aufräumen...
  • Antworten » | Direktlink »
#2 ich stehe hier und kann nicht andersAnonym
#3 SebiAnonym
  • 11.03.2008, 14:35h
  • "Bischof Friedrich fügte zudem an, dass er "vehement" gegen das Adoptionsrecht für Schwule und Lesben eintrete. Er halte es "für das Kindeswohl für angebracht, dass ein Kind in der Regel mit einer männlichen und einer weiblichen Bezugsperson aufwachsen sollte".
    "

    Aha, die katholische Kirche sieht Kinder also lieber im Heim oder auf der Straße als bei liebevollen Eltern.

    Und was ist eigentlich mit alleinerziehenden Eltern, muss man denen jetzt auch die Kinder wegnehmen?

    Oder ist es doch wieder alles nur antiquierte Ideologie, um schwindende Macht zu behalten...
  • Antworten » | Direktlink »
#4 stromboliProfil
  • 11.03.2008, 14:46hberlin
  • "Die teilweise aus öffentlichen Mitteln finanzierte Veranstaltung bietet auch ein Seminar des Vereins Wüstenstrom über den Missbrauch von Jungen an."

    ein löbliches vorgehen! Können sich doch die "benutzten" messknaben von der konkurenz , anstellen; wetten, es gibt einen erhöhten handlungsbedarf!

    Zum veröffentlichen: natürlich gibt es die ungeschriebene regel des privaten. Aber hier verkehren öffentliche personen, die unterschiedliche institutionen mit öffentlichem anspruch vertreten. Da ist es gestattet und von zeit zu zeit notwendig, die meinung öffentlich zu machen.
    Ansonsten reden sie doch von kanzel und rednerpult auf uns ein!
  • Antworten » | Direktlink »
#5 FloAnonym
  • 11.03.2008, 17:04h
  • @Sebi:

    Das sage ich auch immer: nach deren Theorie müsste man ja auch alleinerziehenden Hetero-Eltern das Aufziehen von Kindern verbieten...

    Aber Fakten und Argumente bringen bei denen eh nichts - wo Hass und Dummheit regieren, konnten Fakten und Argumente noch nie etwas ausrichten...
  • Antworten » | Direktlink »
#6 BärchenAnonym
  • 11.03.2008, 18:09h
  • Kann die schwule Welt nicht einfach akzeptieren, dass es Leute gibt, die das Adoptionsrecht nicht toll finden? Grade wir, die wir Toleranz wollen, sind mit den anderen am intollerantesten.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 alfAnonym
  • 11.03.2008, 18:58h
  • am schärfsten ist "Bärchen". mit seinem Motto sollten wir auch so tolerant sein und uns als Schwule diskriminieren lassen weil die Mehrheit es nun mal so will, toll!
  • Antworten » | Direktlink »
#8 KatrinAnonym
  • 11.03.2008, 20:02h
  • Es ist alles schon gesagt worden und so schließe ich mich an: Soll ich jetzt meine Tochter in die Wüste schicken und gibt es privates zwischen öffentlichen Ämtern? Muss ich auch die andere Backe hinhalten nur um tolerant zu sein? Und das alles weil es eine Sekte gibt, die an 1001 Nacht Märchen glaubt und die auch noch fehl-interpretiert durchsetzen wollen?
  • Antworten » | Direktlink »
#9 PoldiAnonym
  • 11.03.2008, 21:23h
  • na klar hat der hans angst, als "homofreundlich" zu gelten. in bayern regieren jetzt die protestanten und dem ministerpräsidenten ist die kirchliche obrigkeit an die seite gestellt "wessen land, dessen religion".
    die evang. kirche ist da wegen ihrer regionalen gliederung sehr anpassungsfähig.
    nürnberg wird uns überraschen. pietätvoller, asketischer wie die barocke landeshauptstadt.

    www.focus.de/politik/deutschland/vatikan_aid_137314.html
  • Antworten » | Direktlink »
#10 BjörnAnonym
  • 11.03.2008, 23:12h
  • Meßdiener bei den Protestanten? Aber doch sehr lustig, wie aufmerksam manche hier lesen. Oder wie reflexartig sie reagieren, wenn das Wort "Kirche" fällt. Oder auch nur wie wenig sie nachdenken. (Schreibt ein überzeugter Freidenker, der fest glaubt, daß der Mensch Gott erschaffen hat, nicht umgekehrt.)
  • Antworten » | Direktlink »