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Eine europäische Befragung zeigt: Schwule auf der Suche nach Langfristigkeit sind der Ehe gegenüber aufgeschlossen.

Von Eric Hegmann (gay-parship.de)

Trotz langwieriger politischer und gesellschaftlicher Rangeleien und Diskussionen um Homo-Ehe und eingetragene Partnerschaften, lassen sich schwule und lesbische Singles das Heiraten nicht schlecht reden. Vor allem schwule Briten, Schweden, Schweizer und Dänen sind der Auffassung: Wenn zwei sich lieben, sollen sie auch Hochzeit feiern. Auch die Deutschen sind der Ehe gegenüber positiv eingestellt. Fast zwei Drittel der befragten Single-Männer findet, Lebensbündnisse sollten durch einen Trauschein besiegelt werden.

Das ergibt eine Online-Erhebung von gay-Parship, Europas führender Online-Partneragentur homosexueller Singles, die fast 100.000 schwulen und lesbischen Teilnehmer aus zwölf europäischen Ländern umfasst. Einzige Ausnahme: Die Spanier. Die Mehrheit der schwulen spanischen Single-Männer betrachtet die Ehe als überflüssige Institution. Lediglich 18 Prozent von ihnen glaubt, dass zur Liebe auch eine Hochzeit gehört.

Für heterosexuelle Singles hat die Ehe keine Priorität

Spannend: Die aktuelle Europäische Parship Single- und Partnerstudie 2008, für die heterosexuelle Singles aus dreizehn Ländern befragt wurden, zeigt: Nur jeder dritte Single, der auf der Suche nach einer langfristigen Partnerschaft ist, wünscht sich auch eine Eheschließung. In Deutschland ist sogar nur rund ein Viertel an einem Trauschein interessiert. Ausnahmen: Großbritannien und Irland.

"In einer Sache sind sich Gays, die eine harmonische Partnerschaft suchen, 100-prozentig einig: Wenn es um eine ernsthafte, vertrauensvolle und langfristige Liebesbeziehung geht, liegt die Ehe voll im Trend", kommentiert gay-Parship Manager Eric Hegmann die Ergebnisse. "Dies zeigt: Trotz der Ungleichbehandlungen, mit denen die lesbischen und schwulen Ehefans derzeit in Sachen Heirat noch konfrontiert werden, ist die Ehe für die meisten Menschen das unmissverständlichste Bekenntnis zueinander."

Für die Erhebung hat gay-Parship fast 100.000 Singles aus Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, den Niederlanden, Österreich, Spanien Schweden und der Schweiz befragt. Alle Befragten sind an einer langfristigen Partnerschaft interessiert und haben sich bei gay-Parship registriert.

11. März 2008



#1 seb1983
  • 11.03.2008, 15:49h
  • Na endlich kann man mal Erkenntnisse aus seinem bestandenen Empirik Schein anwenden:

    Die Schlussfolgerungen mögen ja für die untersuchte Grundgesamtheit der Parship- Mitglieder zutreffen, können aber NICHT verallgemeinert werden!!

    Sonst kann man ja weitere tiefgründige Erkenntnisse gewinnen:
    !00% aller Solariumbesucher legen wert auf gebräunte Haut
    100% aller GMX Nutzer können einen Computer bedienen
    Bischöffe haben die höchste Lebenserwartung unter Männern

    etcetc....
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#2 StefanAnonym
  • 11.03.2008, 15:59h
  • Nunja, ich wage mal zu bezweifeln, dass es die gleichen Ergebnisse gegeben hätte, hätte gayromeo die Befragung durchgeführt
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#3 wolfAnonym
  • 11.03.2008, 16:13h
  • die sehnsucht nach einer gewissen sicherheit ist bei schwulen und lesben bestimmt grösser als bei heteros, da es mit den familiären beziehungen oftmals nicht so berauschend klappt.

    ps.: das wundervolle foto am anfang des artikels, stellt eine persönliche beleidigung dar !
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#4 stromboliProfil
#5 FloAnonym
  • 11.03.2008, 16:52h
  • Es soll jeder für sich selbst entscheiden, ob die Ehe für ihn in Frage kommt oder nicht. Aber selbst, wenn man für sich selbst die Ehe nicht möchte, so sollte man dennoch für deren Öffnung kämpfen, denn unabhängig von der persönlichen Meinung zur Ehe, ist es nun mal Fakt, dass es diskriminierend ist, die Ehe nur heteresexuellen Paaren zu ermöglichen.

    (Ich selbst möchte z.B. heiraten, aber keine Kinder. Dennoch kämpfe ich für ein gerechtes und diskriminierungsfreies Adoptionsrecht, das das Kindeswohl in den Vordergrund stellt und nicht fragt, welche sexuelle Orientierung die Eltern haben.)

    Unabhängig, ob man selbst heiraten will oder nicht: das ist eine Diskriminierung von Schwulen und Lesben gegen die jeder kämpfen sollte!
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#6 madridEUAnonym
  • 11.03.2008, 20:09h
  • @stromboli: Die Umfragen überraschen mich, da ich in meinem Freundeskreis sehe, wie sich besonders viele ältere spanische Schwule vermählen. Sicher sind es die Jungen, die an einer Liebesheirat nicht interessiert sind. In meinem Bekanntenkreis vermählen sich die meisten wegen der zu erwartenden Witwenrente und aus erbschaftsrechtlichen Gründen, weil sie nicht von ihren Geschwistern beerbt werden wollen, sondern von ihren jahrzehntelangen Partnern. Man weiss nur zu gut, wie leibliche Verwandte nach unserem Ableben sofort auf der Matte stehen, obwohl sie ein
    Leben lang nichts mit uns zu tun haben wollten.
    Mit dem "richtigen" Wahlverhalten hast Du allerdings recht: Ich kenne hier so gut wie keinen Schwulen, der Zapatero nicht gewählt hätte.
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#7 BjörnAnonym
  • 11.03.2008, 22:42h
  • Klar, die Schwestern haben ja auch noch nicht so ausgiebige Erfahrungen mit Homo-Scheidungsdramen und anderem Streß, den man sich einhandeln kann, wenn man sich besoffen vor Liebe (oder von den eigenen Wunschvorstellungen) zu Blödsinn hinreißen läßt. So ist das eben mit Neuem. Die meisten Ossis haben ja nach dem Mauerfall auch erstmal begeistert CDU gewählt und sonstwas erwartet.
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