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Albany (queer.de) - Wegen einer Sex-Affäre ist der New Yorker Gouverneur Eliot Spitzer zurückgetreten.

Spitzer, der erst im November 2006 mit 69 Prozent der Stimmen wiedergewählt wurde, hatte vor der Wahl versprochen, sich für die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben einzusetzen (queer.de berichtete). Spitzer hat dann im Jahr 2007 einen Gesetzentwurf ins Parlament eingebracht, der die Ehe geöffnet hätte. Allerdings ist es dort am Widerstand der Republikaner gescheitert. Im Repräsentantenhaus haben die Demokraten zwar eine klare Mehrheit, allerdings haben sie im Senat zwei Abgeordnete weniger als die Republikaner. Spitzer hatte jedoch erklärt, dass er weiter für die Rechte von Schwulen und Lesben kämpfen würde.

Daraus wird jetzt nichts: Vor wenigen Tagen waren Spitzers Kontakte zu einem Prostituiertenring publik geworden. Der Gouverneur hatte offenbar für mindestens 10.000 Euro Dienste privater Natur in Anspruch genommen. Er hat sich dafür in einer Pressekonferenz in Anwesenheit seiner Ehefrau entschuldigt. Der 48-Jährige stand in der Kritik, weil er als Generalstaatsanwalt von New York gegen käufliche Liebe vorgegangen war und stets ein Saubermann-Image gewahrt hatte. Prostitution ist im Staat New York illegal.

Nachfolger weiter für Ehe-Öffnung

Nachfolger des 48-Jährigen wird nun sein Stellvertreter David Paterson. Der 53-Jährige wird der erste schwarze und der erste blinde Gouverneur des Bundesstaates sein. Homo-Aktivisten bezeichnen den Demokraten als "extrem homofreundlich": "Er wird sicher den Beschluss der Demokraten im Senat umsetzen und die Ehe für Schwule und Lesben öffnen", so der Homo-Aktivist Ethan Geto zur Zeitschrift "The Advocate".

Bislang hat nur der Staat Massachusetts die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet. Zehn weitere US-Staaten haben Eingetragene Partnerschaften eingeführt. (dk)



#1 manni2Anonym
  • 12.03.2008, 18:54h
  • Diese amrikanischen Politiker sind aber auch sexfreudig!!
    Warum wird G. Bush nie erwischt???
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#2 ChrisAnonym
#3 hwAnonym
#4 SaschaAnonym
  • 16.03.2008, 02:31h
  • @queer.de:

    "...allerdings haben sie (die Demokraten) im Senat zwei Abgeordnete weniger als die Republikaner."

    Diese Aussage ist nicht zutreffend. Vielmehr kontrollieren die Demokraten prinzipiell auch den Senat, wo sie wie die Republikaner über 49 Sitze verfügen, allerdings in der großen Mehrzahl der Fälle von den beiden unabhängigen Senatoren (einer von ihnen war früher reguläres Mitglied der Demokratischen Partei) unterstützt werden. In punkto Homo-Rechten wird es aber wohl so sein, dass der inzwischen als unabhängiger Demokrat agierende Senator Joe Lieberman, der sehr konservative Positionen vertritt, gegen eine Ehe-Öffnung votieren würde bzw. sehr wahrscheinlich votiert hat. Damit käme es im besten Falle zu einer Patt-Situation zwischen den Lagern, und die entscheidende Stimme läge dann beim Senatsvorsitzenden, dem US-Vizepräsidenten D. Cheney, der selbstverständlich gegen die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben ist.

    Selbst wenn die Demokraten es also geschlossen ernst meinen würden mit der Öffnung der Ehe (was ich eher bezweifle), wird diese erst nach den Wahlen im November gelingen können, bei denen ein Ausbau der demokratischen Mehrheiten im Kongress sehr gut möglich erscheint.
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#5 DavidAnonym
  • 16.03.2008, 10:21h
  • "Damit käme es im besten Falle zu einer Patt-Situation zwischen den Lagern, und die entscheidende Stimme läge dann beim Senatsvorsitzenden, dem US-Vizepräsidenten D. Cheney, der selbstverständlich gegen die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben ist."

    Was als Vater einer lesbischen Tochter samt Kind eigentlich doppelt und dreifach verlogen wäre.
    Dafür müsste man ihn öffentlich anprangern, warum er seiner Tochter nicht die gleichen rechtlichen Sicherheiten gewähren will wie anderen Verwandten.
    Klar, er ist gezwungen (?) der Linie seiner Partei zu folgen, aber sowas sollte selbst seinen Anhängern doch zu denken geben.
    Aber auf eine solche Weise nachzudenken, das scheint "denen" nicht möglich zu sein.
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