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Ein Hetero hat sich auf homoerotische Zeichnungen und Skulpturen spezialisiert: Marcotino

Von Carsten Weidemann

Eine Begegnung auf Gran Canaria war Schuld: "Schwule Bauherren, die von meiner Heterokunst begeistert waren, sprachen mich an, in meiner erotischen Kunst auch mal was für Schwule zu machen", berichtet Marcotino. "Ich war total entrüstet!"

Heute ist Marcotina, der in Köln und auf Mallorca lebt und arbeitet, dankbar, dass er durch seine Kunst an die Homosexualität herangeführt worden ist – und dadurch auch seine Meinung und sein Verhalten geändert hat.

"Einen großen Anteil daran hat meine Lebensgefährtin, die mich immer wieder dazu ermutigt hat, diese künstlerische und persönliche Herausforderung anzunehmen, sie als Bereicherung zu sehen, und auch zu leben. Es hat noch einige Zeit gebraucht, bis ich den eigenen Moralisten in mir losgeworden bin", blickt der Künstler zurück.

Marcotinos Anspruch ist es, den männlichen Körper in seiner ganzen Schönheit, in erotischen sexuellen Spielen, in Zeichnungen und Skulpturen darzustellen. "Die Harmonie und Freude am erotischen Spiel, inspiriert und bereichert unser aller Leben", sagt er. Alle Motive seiner erotischen Werke sind zwischen 2001 bis 2006 durch Aktstudien und Modellstehen mit lebenden Personen entstanden.

Erst mit 40 Jahren begann sein Leben als freischaffender Künstler - autodidaktisch. Seinen Wohnsitz und künstlerisches Schaffen verlegte er nach Gran Canaria. Später kam ein Atelier auf Mallorca dazu. Schwerpunkte seines Schaffens wurden die Bildhauerei, Metallkunst, Kunst am Haus, gestaltende Innenarchitektur und das Produktdesign. Erotische Kunst kam hinzu in Form von Bildern, Zeichnungen, Skulpturen, zuerst auf der Heteroebene.

Über seine Homepage marcotino-love.com vertreibt Marcotino seine Kunst weltweit. "Ich entschied mich, zuerst meine erotischen Originalzeichnungen als Reproduktionen im Kunstdruck auf Leinwand herstellen zu lassen, natürlich mit Echtheitszertifikat, um sie so vielen Liebhabern zugänglich zu machen", berichtet er. Neue erotische Werke wie Skulpturen, Reliefs aus wertvollen Porzellan und Kunstdesign-Produkte sind hinzugekommen.

"Erotik und Sexualität sind uns vom Schöpfer des Universums gegeben, sind etwas Schönes und Wunderbares, können deshalb niemals sündig oder schlecht sein. Sie bereichern unser tägliches Leben", beschreibt Marcotino seine Philosophie. "Ich signiere meine Werke mit Marcotino-Love, denn mein Leben und meine Kunst sind von Liebe getragen."

16. März 2008



#1 wolfAnonym
  • 16.03.2008, 17:04h
  • na wenn man in so inspirierenden "locations" lebt, kann ja nur grosse kunst bei rauskommen !
    allerdings macht mich die, von der umwelt getriebene "umstellung" zum männlichen körper, eher stutzig ?
    für wie dumm hält dieser zausel seine umwelt ? man sollte nie von sich selbst ausgehen !
    soll er nackte kerle "malen", aber bitte keinen anspruch erheben !
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#2 KonstantinEhemaliges Profil
  • 20.03.2008, 18:56h
  • Wie kommt ein Hetero dazu, nackte Männer, bzw. schwule Sexualität zu malen? Ich würde eher darauf tippen, dass er damit seine unterdrückte Homosexualität kompensieren will. Kurz: Ne Klemmschwester!
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#3 SchorschAnonym
  • 21.03.2008, 00:38h
  • Jetzt mal im Ernst: Gab es in der Redaktion niemanden mit zwei gesunden Augen und vielleicht noch einem Funken ästhetischem oder gar künstlerischem Gespür? Oder war das wieder ein Artikel aus der Reihe "wir Schwule sind SOO dankbar überhaupt wahrgenommen zu werden, da ist Qualität Nebensache"? Mit anderen Worten: Das ist ja grau-en-voll!
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