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Berlin (queer.de) - Die geplanten Auftritte des jamaikanischen Hasssängers Bounty Killer in Essen, München und Berlin (queer.de berichtete) haben für einen Sturm der Entrüstung gesorgt. Sowohl der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) als auch der erste Parlamentarische Geschäftsführer der grünen Bundestagsfraktion Volker Beck stellten Strafanzeige gegen den Musiker.

"In Deutschland darf es keinen Raum für einen Sänger geben, der in seinen Texten auf schlimmste Art und Weise zu Gewalt gegen Homosexuelle und zum Töten von Homosexuellen aufruft", sagte Beck. In seinem Lied "Another level" ruft Bounty Killer offen dazu auf, schwule Männer zu verbrennen oder zu ertränken. Auch in anderen Songs ruft er zu Mord an Schwulen auf.

"Wir möchten Sie dringend auffordern, dafür Sorge zu tragen, dass die genannten menschenverachtenden Lieder nicht zur Aufführung kommen und dass der Interpret auf der Bühne keine Aussagen macht, die den Tatbestand der Volksverhetzung erfüllen", heißt es in den LSVD-Schreiben an Staatsanwaltschaft, Polizei und Veranstalter.

"Wir haben zudem die Bundesregierung aufgefordert, dafür Sorge zu tragen, dass Bounty Killer, mit bürgerlichem Namen Rodney Price, geboren am 12.06.1972, die Einreise nach Deutschland verweigert wird", teilte LSVD-Sprecher Manfred Bruns mit. Auch Volker Beck hat sich mit der Bitte an die zuständigen Bundesministerien gewandt, dem Hasssänger kein Einreisevisum zu erteilen.

"Es kann nicht angehen, dass auf deutschen Bühnen von denselben Leuten zu Mord und Totschlag aufgerufen wird, die in Jamaika regelmäßig für eine unvorstellbare Schwulenhatz sorgen. Von Dancehall-Bühnen herab sorgen Interpreten wie Bounty Killer für eine Schwulenhatz, der immer wieder (vermeintlich) schwule Männer zum Opfer fallen",so der offen schwule Abgeordnete der Grünen. (cw)



14 Kommentare

#1 gerdAnonym
  • 18.03.2008, 11:45h
  • Ich begrüße dieses Vorgehend des LSVD sehr. Jugendzentren und Kulturträger, die einem solchen Interpreten auf die Bühne lassen, verstoßen elementar gegen die Zielsetzung, tolerantes Miteinander in ihren öffentlichen Räumen zu pflegen. Dies ist ihr öffentlicher Auftrag und daher haben Sie dafür Sorge zu tragen, dass solche Hasssänger nicht die Bühne betreten dürfen.

    Im übrigen gibt es auch andere Reggaesinger, die zu Toleranz und Akzeptanz aufrufen und sich von Sängern wie Bounty Killer distanzieren. Daher wenn schon Reggae, dann bitte sehr liebe Kultur- und Jugendzentren dann diejenigen Reggaesänger, die keine Hasssänger sind,wie dies bei Bounty Killer der Fall ist.
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#2 FloAnonym
  • 18.03.2008, 13:13h
  • Ich finde es gut, dass der LSVD und die Grünen aktiv werden!

    Aber ich fürchte, das läuft wieder so wie in der Vergangenheit: die Veranstalter versichern, dass er die betreffenden Lieder nicht singen wird, er macht seine Auftritte und wieder hat er Einnahmen (aus Auftritten und CD-Verkauf), die es ihm ermöglichen weiter faschistisch zu hetzen...

    Die einzige wirksame Möglichkeit wäre wirklich das geforderte Einreiseverbot!!
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#3 MarekAnonym
  • 18.03.2008, 17:01h
  • Hoffentlich gelingt es, dieses Subjekt und die geldgeilen Veranstalter, die ihm ein Forum bieten wollen, zu stoppen...
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#4 Diz!Anonym
#5 ChrizAnonym
  • 18.03.2008, 19:58h
  • "3. Marek schreibt am 18.03.2008, 17:01:31 Uhr:
    Hoffentlich gelingt es, dieses Subjekt und die geldgeilen Veranstalter, die ihm ein Forum bieten wollen, zu stoppen..."

    Geldgierige Veranstalter? Das kann man so nicht sagen, ich denke nicht, dass die Veranstalter einen großen Gewinn mit den Konzerten von Bounty Killer einnehmen. (Eher das Gegenteil ist der Fall wie es bei anderen Reggae/Dancehallkonzerten auch schon gewesen ist). Ich kann dazu nur sagen, dass ich dieses Vorgehen nicht verstehen kann. Klar, Bounty Killer hat schwulenverhetztende Lyrik verwendet, jedoch ist dies vor einigen Jahren passiert und diese Auftritts- und sogar Einreiseverbote schüren doch den "Hass" der deutschen Zuhörerschaft mehr, als wenn Bounty Killer ins seinem Konzert in einer Zeile auf jamaikanischen Patois irgendetwas von Battyboys erzählt, wobei die Hälfte des Publikums es gar nicht versteht.
    Desweiteren finde ich es komisch, dass Bounty Killer schon einige Konzerte in der Bundesrepublik gespielt hat (einige sogar mit Gentleman, dem "Homo-Orden"-Träger als Support...) und da keinerlei Verbote gefordert wurden.
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#6 SandraAnonym
  • 19.03.2008, 10:02h
  • Also das ist jawohl total lächerlich.
    Ich habe überhaupt kein Problem mit Schwulen oder Lesben und finde es auch nicht gut dass man solche Texte schreibt, trotzdem liebe ich die Musik von Bounty Killa im Großen und Ganzen.
    Keiner kann mir erzählen, dass er nur auf Grund von solchen Liedtexten zum Schwulen-Hasser wird.
    Aber das ist sowieso die Ausnahme, die meisten Texte von Bounty Killa beinhalten im Gegenteil sehr gute Bootschaften, die sich die Politiker bei uns vielleicht auch mal anhören sollten.
    Außerdem hab ich die Erfahrung gemacht, dass die betroffenen Dancehall-Künstler sehr genau wissen das diese Tracks nicht besonders gut ankommen in Europa und deßhalb gar nicht performt werden.
    Ich freu mich auf jeden Fall schon seit Monaten rießig auf das Konzert und fänd es wirklich sehr unfair, wenn es abgesagt werden würde, weil irgendwer sich wichtig machen will, der keine ahnung von dieser Musik und dem Gefühl dahinter hat.
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#7 KLaus und MirkoAnonym
  • 19.03.2008, 10:06h
  • Hallo!
    Wir begrüßen die Bemühungen den Rodney Price / Bounty Killer die Einreise nach Deutschland zu verbieten! Hoffentlich kann das durchgesetzt werden! Solche Leute die zum Mord an Schwulen aufrufen haben in Deutschland nichts zu suchen!
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#8 DragonWarriorAnonym
  • 19.03.2008, 10:14h
  • @sandra...

    es ist mir schweinescheißegal mit welchem "gefühl dahinter" jemand singt, dass schwule verbrannt werden sollen...

    ich kann mir kaum vorstellen, dass das bei den schwulen auf jamaica gut ankommt, warum lässt er's also nur in europa und nicht auch auf jamaica???

    wenn er das nur im übertragenen sinne meint und eigentlich seine konkurrenten dissen will, bitte, dann kann er auch ein anderes bild dafür benutzen... meinetwegen soll er palmen abfackeln...

    mach dich schlau über die morde auf jamaica...
    und dann überleg dir nochmal, was du schreibst...

    ich hab die faxen dicke von solchen hirnrissigen begründungen die im zeichen einer pseudotoleranz von uns zugeständnisse verlangen, um die andere sich offenbar einen dreck scheren...

    ich hoffe der "künstler" lernt seine lektion...

    wenn nicht: sein pech...
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#9 DragonWarriorAnonym
  • 19.03.2008, 10:20h
  • ... nochn nachtrag @ sandra

    bounty killer hätte ja das abkommen unterzeichnen können, in dem er sich verpflichtet, solche texte nicht mehr zu verbreiten und die lieder nicht mehr zu performen... hat er aber nicht... hmm.. was will uns das jetzt wohl sagen???

    und: wenn du es nicht gut findest, dass er solche sachen schreibt, dann mach ich dir den folgenden vorschlag:

    schreib das nicht hier in ein schwules forum, sondern schreib das an das management und den "künstler" selber!! vielleicht merkt er dann mal was...
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#10 SophieAnonym
  • 19.03.2008, 11:48h
  • Guten Tag,

    ich halte es wg. der diskussion über das geplante Bounty Killer konzert für absolut unabdingbar eine Runden Tisch mit Verbandsmitgliedern LSVD und Reggae-Kennern ( Label Bossen , Gentleman ) ect. zu veranstalten um auf beiden seiten Dinge einfüralle Mal zu klären und auch Richtlinien für weitere VA's auszukundschaften und eventl. schwarze listen zu schreiben. Ich denke anders wird die homophobie in dland massiv geschürt da die wütenden Reggae Konsumenten so erstrecht sich ihren Idolen hingeben!

    MfG
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