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London (queer.de) - Der britische Homoaktivist Peter Tatchell hat in einem Interview mit der BBC den Iran mit Nazi-Deutschland verglichen. "Jeder Schwule und jede Lesbe im Iran muss heute mit der Angst leben, dass es nachts an die Tür klopft. Das ist so wie bei den Juden in Nazi-Deutschland. Das ist die Angst, die existiert."

Tatchell war eingeladen, um eine Analyse zum Fall des iranischen Teenagers Mehdi Kazemi abzugeben, der derzeit von der Abschiebung bedroht ist. Die britischen Behörden hatten zuvor seinen Asylantrag abgelehnt und behauptet, Homosexuellen im Iran würde nichts geschehen, wenn sie sich diskret verhalten würden. Nach vielen Medienberichten wird der Fall nun noch einmal neu geprüft.

Tatchell meinte in Bezug auf eine frühere Äußerung des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad, in seinem Land gäbe es keine Homosexuellen: "Wenn es wahr wäre, dass es keine Homosexualität im Iran gibt, wieso wird im iranischen Strafrecht diese Sexualität als Verbrechen eingeordnet, die mit dem Tode bestraft wird? Das ist doch ganz offensichtlich absurd. Und natürlich gibt es keine einzige offen homosexuelle Person im Iran, weil du sonst verhaftet, ins Gefängnis geworfen, bis zu einem Geständnis gefoltert und dann öffentlich hingerichtet wirst." (cw)



26 Kommentare

#1 RabaukeAnonym
  • 18.03.2008, 11:22h
  • Recht hat er! Der Vergleich , mal nüchtern gesehen, haut voll hin. Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa..............."böser böser Junge" werden unsere selbsternannten "Experten" gleich wieder schrein. Auch ich betrachte das iranische Regime für ein vergleichsweise Adolf Hitler-PACK!!!!!
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#2 ThomasAnonym
  • 18.03.2008, 11:54h
  • Ich glaub ja schon lange, daß der iranische Präsident der wiedergeborene Geist Adolf Hitlers ist!
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#3 FloAnonym
  • 18.03.2008, 13:19h
  • Auch wenn man mit solchen Vergleichen sehr vorsichtig sein sollte, so ist seine Äußerung in diesem Fall durchaus korrekt!!
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#4 wolfAnonym
  • 18.03.2008, 14:26h
  • der vergleich bezieht sich nur auf die existentielle angst der betroffenen. das ist nun wirklich nachvollziehbar.
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#5 D.AriAnonym
  • 18.03.2008, 16:21h
  • Leider muss ich zugeben das viele Anischten im Iran einer ausserordentlichen Reform bedürfen. Aber ich muss protestieren wenn hier solche Vergleiche mit Nazi-Deutschland erhoben werden. Was die Angst der Schwulen angeht so ist es nachvollziehbar das hier der Vergleich passt, jedoch würde ich aufpassen wen ich mit Adolf Hitler vergleiche. Leider kann man fast auf jeden Staatsführer dieser Welt, egal wie demokratisch das Land nach ausser erscheinen mag, Vergleiche mit Hitler anführen. In China wird gegen Tibet brutal vorgegangen, nichtmal Nazideutschland hat soviel Blut an den Händen wie die Gesamte Geschichte der USA, und Israel ist auf dem besten Wege ebenfalls zum Täter eines Holocaustähnlichen Völkermords zu werden. Wir haben alle Blut an den Händen, selbst wenn wir nur wegschauen, aber Kritikpunkte zum Hinsehen gibt es nicht nur ausserhalb unserer Grenzen.
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#6 hwAnonym
  • 18.03.2008, 17:12h
  • @ wolf
    da gebe ich dir recht.
    vielleicht melden sich ja noch anti-semitismus expertenbezüglich der rigidität und perfekten organisiertheit im vegleich zum ns-regime.
    hoffentlich melden sich keine die sagen, dann
    war das ns-regime gar nicht so schlimm.
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#7 LukeAnonym
  • 18.03.2008, 18:33h
  • Recht hat er. Der regierende iranische Präsident ist bekennender Adolf Hitler - Verehrer, Holocaust - Leugner und Antisemit. Es gibt willkürliche Verhaftungen, Hinrichtungen und Massenveranstaltungen, wie sie Goebbels nicht besser hätte organisieren können. Die iranische Geheimpolizei ist gefürchtet wie einst die Gestapo und Ahmadinedschad wird nicht müde zu erklären, wie sehr er die damalige (im Dritten Reich) Disziplin schätze.

    Den Iran unterscheiden drei Dinge von Nazi-Deutschland:
    1. das fabrikmässige Töten von Menschen (noch)
    2. der Ideologie steht (noch) Allah und der Islamismus (nicht Islam) vor
    3. der Irrer verfügt über Atom-Technologie

    Mir macht das nicht gerade Mut. Und auch hier glaubt die Welt, dass der arme Irre zu kontrollieren ist. Das dachte man von Adolf Hitler auch. Wir und die Angehörigen der 40 Millionen Toten des Zweiten Weltkrieges wissen, was daraus wurde!!!
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#8 antosAnonym
  • 18.03.2008, 18:39h
  • @ wolf

    Lesen scheint schon eine arge Herausforderung zu sein - wie gut, dass es trotzdem Leute gibt, die sich die Mühe machen. Und nicht wie der Headline-Dichter einfach nur auf die Kacke hauen.
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#9 FredAnonym
  • 18.03.2008, 19:37h
  • redaktion: eure netiquette lautet folgendermaßen:
    Die queer.de-Net(t)iquette:
    Die Meinungsfreiheit ist uns sehr wichtig! Dennoch: Nicht geduldet in diesem Forum werden Verstöße gegen Recht und gute Sitten (Beleidigung, Verleumdung, Hetze, Aufrufe zu Straftaten), unfreundliche und respektlose Kommentare, Provokationen sowie Wortmeldungen ohne Sachbezug:
    ich halte fest,untenstehender Beitrag, stellt keine beleidigung, verleumdung,hetze und aufruf zu straftaten dar, der kommentar ist wedr unfreundlich noch respektlos. und sehr wohl sachbezogen, auch der welt artikel ist sachbezogen,da mina ahadi aus dem iran kommt und vorallem, den iran auf ihren vorträgen aufgreift. wenn das jetzt nicht sachbezogen ist, dann weiß ich auch nicht.

    Die Meinungsfreiheit ist uns sehr wichtig!

    man kann es dann auch mit der zensur etwas übertreiben.:-(

    ----------------------------------------

    luke: stimme dir uneingeschränkt zu.

    dari> was für ein blödsinn! wenn der iran insgesamt über 4200 homosexuelle hingerichtet hat, dann kann man dies in dieser beziehung durchaus vergleichen.mal von der holocoustkonferenz und anderen schikanen abgesehen.

    das sagt eine exil iranerin dazu:

    www.welt.de/politik/article1093836/Der_Islam_ist_vergleichba
    r_mit_dem_Faschismus.html
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#10 antosAnonym
  • 18.03.2008, 20:28h
  • So wird Freds Freundin Mina Ahadi von anderen beurteilt:

    "Liebe Freundinnen und Freunde,

    der neu gegründete "Zentralrat der Ex-Muslime" hat eine relativ große Beachtung der Medien hervorgerufen. Sicherlich spricht nichts dagegen, wenn neue Vereine und Organisationen aus einem zivilgesellschaftlichen Engagement heraus gegründet und das Spektrum in unseren Gesellschaften bereichern würden.

    Der Begriff "Zentralrat" (ZR) wird sehr schnell mit anderen Zentralräten assoziiert, die uns hier bekannt sind. Ich würde mir viele andere Vereine wünschen, die das Privileg der anerkannten Religionsgemeinschaften in Frage stellen und eine gut begründete Gleichstellung fordern würden. Da fielen mir solche Namen ein wie ZR der Atheisten, ZR der Humanisten, ZR der Ex-Christen, ZR der Ex Juden. Das wäre ein sehr schönes Bild!

    Ich will aber auf die Vorsitzende des ZR der EX Muslime zurückkommen: Mina Ahadi. Ich kenne ihren Namen seit Jahren als "Kommunistin", als Mitglied des Präsidiums der "Arbeiter-Kommunistischen Partei Irans" und als frauenpolitische Sprecherin dieser Partei. Hunderttausende Iranerinnen und Iraner haben eine ähnliche Biografie wie Mina Ahadi. Sie waren von Anfang an skeptisch gegenüber der Monopolherrschafft der islamischen Geistlichkeit im Iran und anderswo. Mina Ahadi gehörte immer zu Hardlinern und Vernagelten bei der Auslegung der Werke von Marx und Lenin. Ihre stalinistische Gesinnung war und ist bei allen öffentlichen Anlässen klar zu beobachten gewesen. Mina Ahadi war bei der Chaotisierung der Berliner Konferenz der Heinrich-Böll-Stiftung in vorderster Reihe, obwohl sie zwecks Deeskalation die Gelegenheit bekam, zu reden und zu begründen, warum sie an die Reformen im Iran nicht glaubte. Die Reaktion der über 1000 Anwesenden auf Ahadis Rede war gemilde gesagt sehr enttäuschend.

    Trotzdem und vielleicht deshalb wurden ihre Genossen im Haus der Kulturen der Welt wütend und regelrecht gewalttätig. Da kam genau die Schule zu Tage, die wir von den Hizbollah-Trupps oder den "schwarzen Motorradfahrern" in Teheran so gut kennen. Nur die Flaggen unterscheiden sich, unter denen die Schläger marschieren. Die Ergebnisse der "erfolgreichen" Erstürmung dieser Veranstaltung kennen wir alle: Stärkung der Fundamentalisten im Iran mitten im Reformprozess, Verhaftung und Folterungen der Teilnehmer aus dem Iran usw. Nach dieser Aktion hat die Partei von Mina Ahadi, die "Arbeiter-Kommunistischen Partei Irans", auch die geringe Sympathie bei einem Teil der Exil-Iraner verloren, die sie bei Asylbewerbern und wenigen Aktiven genossen hat.

    Mina Ahadi war die Speerspitze bei den Protestaktionen gegen Auftritte von Shirin Ebadi, der iranischen Nobelpreisträgerin, wenn sie in Europa oder Nordamerika unterwegs war.

    Die "Arbeiter-Kommunistische Partei Irans" ist mittlerweile derart bedeutungslos, dass Mina Ahadi sich offensichtlich etwas Neues und Reißerisches überlegen musste, um medial wahrnehmbar z bleiben. Auf der Welle der aktuellen Islamophobie kann das einem bestens gelingen und das ist genau der Fall. Über keine Neugründung wurde so detailliert und ausführlich berichtet wie über die Gründung des ZR der Ex-Muslime.

    Der von mir erhobene Stalinismus-Vorwurf bedarf keines Beweises, wenn ihr euch die Seiten www.ex-muslime.de anschauen würdet. Bei rechten Blättern ist es interessant zu beobachten, dass der Hard-Core-Stalinismus bei der Beurteilung von Mina Ahadi keine Rolle spielt. Ansonsten sind diese Blätter nicht zimperlich mit den anderen politischen Ansichten. Wichtig ist, dass alles mit dem Label "gegen den Islam" läuft.

    Mit freundlichen Grüßen
    Iranischer Dialogkreis

    Ali Mahdjoubi
    Kambiz Behbahani"

    www.iran-dialogkreis.de/
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