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Einzelkommentar zu:
Michael Stipe offiziell out


#4 stromboliProfil
  • 24.03.2008, 15:16hberlin
  • na mal langsam mit den gäulen, #3. stf & #2.MarkHB!
    Sicher, es gibt immer einen einseitige betroffenheit was unter anderem daran liegt , das entwicklungsmässig themen bei dem einen mehr im fordergrund stehen als bei dem anderen.
    Für mich ist das thema coming out ein , nicht mich betreffendes thema! Im zusammenhang mit emanzipativem denken, aber eines der wichtigsten!
    Ich will nicht, das die nach mir kommenden, es genauso schwer, wenn nicht noch schwerer haben! Das ist die verantwortung der älteren gegenüber den jüngeren!
    Und das einer, der sein coming out gerade erst beendet hat, verschärft seinen blick auf das ihm umgebende wirft. Das schärft auch seine ungeduld!
    Da teile ich auch seine sicht, und lass mir keine noten vergeben! Das solltest du (wenn schon nötig; notenvergeben ist wie ein überflüssiger kropf, verwendet von leuten/lehrern die inhaltlich nichts zusammenhängendes zu sagen haben..) leuten mit mehr einblick nachdenklicher einfühlung in die materie überlassen!

    Schauen wir doch mal in die popgeschichte: m.jackson, e.john,g.michael,f.mercury bei den englichsprachigen; rex gildo, rio reiser ,marianne rosenberg bei den deutschen:
    Allesamt schuldig, erst im späteren teil ihrer musikerbiographie ihre schwule identität preisgegeben zu haben! Aber warum? Was hätte mercury oder elton oder...,groß passieren können in einer zeit, in dem androgynität/multi/bisexualität als cool und anstrebenswert galt!? Die szene wusste mehr oder weniger bescheid; die texte wahren in diesem sinne für uns: "unsere texte, unsere liebeserklärungen" ! Wieviel aber an wirkung hätte/hatte es, wenn dies "öffentlich " wird, aus dem getto der szene an die hetero öffentlichkeit tritt?!
    Das sagt uns sascha mit seiner wut und entäuschung; da haben ihn schwule eigennützig alleingelassen!
    Insofern ist stipe's erkennen ,auch eingeständnis einer unterlassung an hilfe und solidarität: "Es war superkompliziert für mich in den Achtzigern. Ich war total offen mit der Band, meiner Familie, meinen Freunden und sicherlich mit den Leuten, mit denen ich geschlafen habe", sagte er. Damals habe er nicht gesehen, dass ein Outing anderen helfen könnte. "Aber jetzt sehe ich natürlich ein, dass das der Fall ist."
    Ja, da haben wir es: nicht sehen was der allgemeinheit dient!
    Dabei hat er doch selbst von dem spruch: "raus aus der anonymität der klappen, rein in die strassen" , profitiert! Wie also konnte man/er sich so täuschen?

    Es ist halt nicht genügend, in der eigenen szene (wie groß die dann auch sein mag) platzhirsch zu spielen , nach aussen hin und zwar in presse, funk,fernsehen, aber eine neutrale rolle zu spielen, in der hoffnung die medien halten still! Fragt mal den wowereit, ja selbst die schwesterwelle !
    Peinlich wirds doch dann, wenn die betreffenden hinter der nebelwand weiblicher begleiterinnen verschwinden. Was mich bei den herren e.john ,g.michael, f.mercury, r.gildo (gildo, spielt lieber mit dem dildo, wie die szene diese auftritte karikatierte) heute noch ärgert. Schwule ikonen stell ich mir da anders vor.
    Und mit rio ... ich liebe seine texte, seine lieder; bei seinem politischen bewusstsein ärgert mich sein schweigen besonders maßlos!
    Entsprechend fern ist er auch mittlerweile in der schulen erinnerung!

    Nicht jede entscheidung , sich vor der welt zu verbergen ist "krankhaft" !! Die folgen daraus für andere allerdings schon!
    Wie einer , mit witz , erkannte: "wäre michelangelo hetero, wäre die sixtinsiche kapelle weiß gerollt worden" ...wie wahr doch, wie wahr!
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