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Essen (queer.de) - Die Proteste und Strafanzeigen gegen die Deutschland-Tournee des jamaikanischen Hass-Sängers Rodney Price alias Bounty Killer haben erste Wirkungen gezeigt: Das Jugendzentrum Essen (JZE) hat das geplante Konzert abgesagt.

"Das Konzert am 27.03.2007 kann auf Grund von bestimmten homophoben Liedtexten des Sängers Bounty Killer nicht stattfinden. Solche homophoben Äußerungen können vom Jugendzentrum nicht unterstützt werden", heißt es auf der Homepage des JZE.

Der Veranstalter des Münchner Konzerts ist dagegen noch zögerlich: "Entgegen kursierender Gerüchte findet das Bounty Killer-Konzert nach wie vor am 28.3. im Backstage statt", teilte er zunächst mit, nachdem der Backstage-Mailserver gehackt und falsche Absage-Emails verschickt worden waren.

Das Backstage räumte ein, erst durch die Proteste von den homophoben Hass-Songs Bounty Killers erfahren zu haben. "Grundsätzlich ist uns natürlich die Problematik einer vor allem bei vielen jamaikanischen Künstlern verbreiteten Homophobie bewusst und wir sehen dies durchaus kritisch und im extremen Widerspruch zu unserer eigenen weltanschaulichen Haltung und natürlich auch gegen die Grundsätze, für die das Backstage, ein Großteil unseres Publikums und explizit auch die Reggaeszene stehen", heißt es in einer Mitteilung des Backstage. Allerdings bestünden "vertragliche Verpflichtungen, die wir nicht mit dem kleinen Finger brechen können".

Man werde nun von Bounty Killer im Vorfeld eine verbindliche Erklärung verlangen, dass keine diskriminierenden und beleidigenden Songs zur Aufführung kommen. "Zu welcher Entscheidung wir in dieser Angelegenheit für uns kommen bzw. in welche Richtung sich diese entwickelt, hängt nun natürlich auch im großen Maße von der weiteren Haltung des Künstlers ab." Darüber hinaus führt das Backstage auf seiner Homepage eine Online-Umfrage durch, ob das Konzert abgesagt werden soll oder nicht.

Die Berliner Kulturbrauerei kündigt das für den 9. April geplante Bounty-Killer-Konzert weiterhin unverändert und ohne jede Stellungnahme an.

19. März 2008



25 Kommentare

#1 MarvinAnonym
  • 19.03.2008, 12:45h
  • Schön zu sehen das langsam etwas Bewegung in die Sache mit Bounty Killer kommt!
    Es ist trotzdem außerordentlich wichtig das sich möglichst viele Teilnehmer an der Umfrage vom Backstage beteiligen.

    JEDE STIMME ZÄHLT!!!

    KEIN BOUNTY KILLER IN MÜNCHEN !!!

    BITTE KLICKT KURZ AUF DIE ABSTIMMUNG !

    Im Moment läuft die Abstimmung noch zu Gunsten von Bounty Killer.
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#2 Klaus & MirkoAnonym
  • 19.03.2008, 13:18h
  • das ist die richtige entscheidung! keine bühne in deutschland darf diese hassänger eine möglichkeit bieten auch nur einen fuß auf die bühne setzen zu können!
    nun solten die anderen auch die termine asagen und nicht länger überlegen!
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#3 Die Anwälte lügen ja wenn Backstage die Wahrheit sagtAnonym
#4 FloAnonym
  • 19.03.2008, 16:44h
  • Schön, dass wenigstens in Essen noch die Vernunft regiert. Es gibt also doch noch Menschen mit Rückgrat, wenn auch leider zu wenige...

    Zu München: was für eine dumme Ausrede: Konventionalstrafen werden nicht fällig, wenn man einen Vertrag auflöst, weil man nach Vertragsabschluss erfährt, dass der Künstler faschistische Lieder singt.

    Zu Berlin: offenbar ist der Druck auf diese Kulturbrauerei noch nicht groß genug...
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#5 theworngfag2fuckAnonym
#6 so schauts...Anonym
#7 OlliAnonym
  • 19.03.2008, 17:28h
  • Am 11. und 12. 4 gibt er Konzerte in der Schweiz. Bin echt gespannt, wie die reagieren.
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#8 manni2Anonym
#9 MaikeAnonym
  • 19.03.2008, 19:25h
  • werden wir wohl etwas rassistisch, manni2? Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen!
    Ihr ändert nix damit, rein garnix!
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#10 gerdAnonym
  • 20.03.2008, 04:48h
  • Die Entscheidung des JZE in Essen begrüße ich sehr und es freut mich, dass das Jugendzentrum nicht homophoben Sängern eine Plattform in seinen Räumen bietet.

    Für diese Entscheidung des JZE bedanke ich mich an dieser Stelle sehr.
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