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Zürich (queer.de) - Das Schweizer Bundesamt für Migration will einen schwulen Mann aus Kamerun in seine Heimat abschieben. Dort drohen ihm wegen seiner Homosexualität Haft und Misshandlungen.

Der 18-jährige Anatole Z. reiste am 3. Februar 2008 aus Kamerun in die Schweiz ein und beantragte am Flughafen Zürich Asyl, da man ihn aufgrund seiner sexuellen Orientierung bedroht hatte. In Kamerun soll Z. seinen Angaben zufolge Drohungen von der Polizei erhalten haben, zuerst in der Hauptstadt Yaounde und dann in Douala, wo er sich zu seinem Schutz bei seinem Cousin aufhielt. Sein Cousin wurde später unter dem Verdacht der Homosexualität von der Polizei festgenommen, schließlich wurde auch für Anatole Z. wurde mit derselben Begründung ein Haftbefehl ausgestellt. Um der Festnahme zu entgehen, floh Z. in die Schweiz. Sein Asylantrag wurde jedoch am 14. Februar 2008 abgelehnt.

Das Kameruner Strafgesetz kriminalisiert Homosexualität. In Abschnitt 347 heißt es darin: "Wer sexuelle Beziehung mit einer Person gleichen Geschlechts unterhält, wird mit Haftstrafen von sechs Monaten bis zu fünf Jahren bestraft und muss eine Geldstrafe in Höhe von 20.000 bis 200 000 Francs (etwas 30,50 bis 305 Euro) zahlen."

Amnesty international weiß von mindestens elf Männern, die zwischen dem 19. Juli und 1. September 2007 in Kamerun unter dem Vorwurf der "Ausübung der Homosexualität" festgenommen wurden und betrachtet sie als gewaltlose politische Gefangene. Berichten zufolge werden Personen, die sich in Kamerun aufgrund ihrer angeblichen sexuellen Orientierung in Haft befinden, häufig zum Ziel von Misshandlungen.

Um die Abschiebung von Z. zu verhindern, ruft amnesty international dazu auf, E-Mails, Telefaxe oder Briefe an das Schweizer Bundesamt für Migration zu schicken:

Dr. Eduard Gnesa
Direktor des Bundesamts für Migration
Quellenweg 6
CH – 3003 Bern-Wabern
Schweiz
(korrekte Anrede: Dear Dr Gnesa)
Telefax: (0041) 31 325 86 82
E-Mail: eduard.gnesa@bfm.admin.ch



#1 grad mal reingeschaut..Anonym
  • 20.03.2008, 09:33h
  • DORT drohen ihm wegen seiner Homosexualität Haft und Misshandlungen...Und da gibts noch viele, viele andere Länder...

    Vor kurzem hab ich von einem Iraner gelesen dem in Deutschland ebenfalls eine Abschiebung droht...
    auch für Ihn soll sich eingesetzt werden...selbstverständlich...wie auch für alle anderen....

    scheinbar denkt aber mehr als die halbe Welt eben anders über Homosexualität wie unsere Gesellschaft..., was mich zu der Frage bringt:

    "Was gibt uns überhaupt das Recht der Welt sagen
    zu können, das Ihr Verhalten gegenüber Homosexuellen DORT falsch ist...?" Scheinbar befürwortet ja meist ein
    großer Teil der Bevölkerung dieser Länder eine negative Haltung gegenüber Homos...
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#2 MarkHBAnonym
  • 20.03.2008, 12:48h
  • Was uns das Recht dazu gibt?

    Die Erkenntnis, dass jeder Mensch das Recht hat sein Leben so zu leben wie
    er es für richtig hält - solange er mit seinem Verhalten oder / und Orientierung
    niemanden in seinen Rechten einschränkt.

    Dieses Recht hat uneingeschränkt für ALLE Menschen ÜBERALL auf der
    Welt Gültigkeit.

    Ganz einfach.
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#3 Re:grad mal reingeschautAnonym
  • 20.03.2008, 13:30h
  • Deine Begründung und Gedanken sind bestenfalls
    Gleichgültigkeit anderen Menschen gegenüber und
    schlimmstenfalls gefährlich.
    Es geht natürlich primär um Schwule aber die
    Ansichten, d.h. Menschen sollten alle gleich behandelt
    werden etc. sollten glaub ich schon für ALLE LÄNDER gelten.
    Oder hast du auch nichts dagegen wenn in irgendeinem
    Land wieder die Sklaverei eingeführt wird?Who cares?
    Ich natürlich,denn Gleichgültigkeit ist genauso schlimm!
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#4 TimmAnonym
  • 20.03.2008, 14:07h
  • @gerd:

    Ich kann Dir sagen, was uns das Recht gibt:

    es geht nicht um die Frage, wie andere über Homosexualität denken, das sei jedem selbst überlassen. Aber wenn Homosexuelle interniert, gefoltert oder getötet werden, obwohl sie nur lieben, aber keinem was böses tun, kann das nicht menschlich sein und hat auch nichts mit Meinung zu tun.

    Mit Deiner Einstellung könnte man auch sagen "Im dritten Reich stand die Mehrheit der Deutschen hinter den Vernichtungen, etc. Wer hat also das Recht, dies zu kritisieren?"

    Ich hoffe, Du verstehst den Punkt: es geht nicht darum, wie Menschen über andere DENKEN... Es geht darum, dass Menschen, die keinem was böses tun, "bestraft" werden... (Bestraft in Anführungsstrichen, weil das Wort für Folterungen, Ermordungen, etc. noch viel zu harmlos ist.)
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#5 atlanaAnonym
  • 20.03.2008, 14:52h
  • Scheinbar befürwortet ja meist ein
    großer Teil der Bevölkerung dieser Länder eine negative Haltung gegenüber Homos....
    freßt Scheiße, Leute, Millionen Fliegen können nicht irren!
    Alt, aber gut.
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#6 ChrisAnonym
  • 21.03.2008, 00:08h
  • Mit der Homosexualität in anderen Ländern ist es ähnlich wie mit Inzest in Deutschland. Hier werden auch Leute bestraft, die sich nur lieben (siehe aktueller Fall der Geschwisterliebe), eben gerade weil es die Mehrheit der "billig und gerechtdenkenden Menschen" für schlecht hält. In anderen Ländern ist diese Handlung völlig straffrei und mag für Aussenstehende barbarisch wirken ... ruft deshalb jemand Amnesty International an? Nein ... ja es drohen ja auch keine Misshandlungen hier in Deutschland.
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#7 MarkHBAnonym
  • 21.03.2008, 00:17h
  • @1 und 3

    gehört Ihr irgendiwe zusammen? Ab und an macht es Sinn mit seinem Namen zu unterschreiben...
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#8 DavidAnonym
  • 21.03.2008, 10:09h
  • "DORT drohen ihm wegen seiner Homosexualität Haft und Misshandlungen...Und da gibts noch viele, viele andere Länder...

    Vor kurzem hab ich von einem Iraner gelesen dem in Deutschland ebenfalls eine Abschiebung droht...
    auch für Ihn soll sich eingesetzt werden...selbstverständlich...wie auch für alle anderen...."

    Wie steht es denn um Flüchtlinge, in deren Heimt sie wegen ihrer Religion oder politischen Ansicht verfolgt und gemordet werden?
    Für diese setzt man sich hier doch auch ein, diese Merkmale gehören sogar mit zum Asylrecht!
    Die Kirchen und Politiker würden Sturm laufen, würde man in diesen Fällen die Menschen abschieben.

    ""Was gibt uns überhaupt das Recht der Welt sagen
    zu können, das Ihr Verhalten gegenüber Homosexuellen DORT falsch ist...?"

    Was gibt denn bitteschön "DENEN" das Recht Homosexuelle Menschen zu verfolgen?
    Aha. Wir sollen kein Recht haben zu sagen, das deren Verhalten falsch ist, aber diese sollen das Recht haben, zu sagen, das das Verhalten der Betroffenen falsch ist, und sie haben deshalb das Recht diese zu verfolgen? Tolle Logik.
    Da beisst sich die Katze in den Schwanz.

    "Scheinbar befürwortet ja meist ein
    großer Teil der Bevölkerung dieser Länder eine negative Haltung gegenüber Homos... "

    Solche Ansichten haben die Deportationen im 3. Reich möglich gemacht. Einfach weggucken, ist ja kein Unrecht.
    Wie gut, das nicht alle so dachten.
    Scheinbar hat man aus Geschichte nichts gelernt.
    Wie war das noch "was damals Recht war, kann heute nicht Unrecht sein"??

    Da fragt man sich wie Sklaverei und Rassentrennung bekämpft werden konnten, wenn man das Unrecht nicht als solches bezeichnen soll, weil die unterdrückende Mehrheit (die NICHT davon betroffen war) das als Recht sieht.

    Ist dir klar, das die Rechte die WIR heute selbstverständlich haben, darauf beruhen, das sich die Menschen früher gegen Unrecht gewehrt haben?
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