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Berlin (queer.de) - Die Bundesregierung sieht keinen akuten Reformbedarf zur Gleichbehandlung von Ehepaaren und gleichgeschlechtlichen Lebenspartnern im Adoptionsrecht. Das geht aus einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor.

Darin erklärt die Bundesregierung weiter, dass die gemeinsame Adoption durch homosexuelle Lebenspartner "solide" und "sozialwissenschaftlich" diskutiert werden müsse, weswegen das Bundesjustizministerium die Situation von Kindern in Lebenspartnerschaften untersuchen lasse. Da man die Ergebnisse abwarten wolle, sei mit einer Gesetzesänderung in dieser Legislaturperiode nicht mehr zu rechnen.

Dennoch wird das Europäische Adoptionsabkommen nach Einschätzung der Bundesregierung voraussichtlich dieses Jahr überarbeitet.

In einer weiteren Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion äußert sich die Regierung zu der Aufforderung der Europäischen Kommission, das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz nachzubessern. Dazu fänden zurzeit Abstimmungen unter den Bundesressorts statt, heißt es. Allerdings könne man nach "derzeitigem Beratungsstand" keinen Nachbesserungsbedarf erkennen.

Brüssel habe der Regierung eine Frist bis 1. April gesetzt, ein Kommissionsschreiben vom 31. Januar dieses Jahres zu beantworten. (pm)



16 Kommentare

#1 FloAnonym
  • 22.03.2008, 11:35h
  • 1. Dass Kinder in homosexuellen Familien aufwachsen (sei es, dass sie aus früheren Beziehungen stammen, durch künstliche Befruchtung, Leihmütter, etc.) ist bereits heute Fakt!

    Es geht jetzt nur noch ums Kindeswohl, dass im Falle eines Todesfalls das Kind nicht auch noch das andere Elternteil und die gewohnte Umgebung verliert.

    Die Union stellt das immer so dar, als ginge es dabei um Homopolitik, aber in erster Linie geht es ums Kindeswohl.

    Aber die CDU/CSU sieht Kinder wohl lieber im Heim oder auf der Straße als in einer homosexuellen Familie...

    2. Wieviele Studien soll es denn noch geben? Bisher sind alle unabhängigen und wissenschaftlich durchgeführten Studien (egal ob aus Psychologie, Soziologie oder Medizin) einstimmig zum Ergebnis gekommen, dass Kinder in homosexuellen Familien genauso gut aufwachsen wie in heterosexuellen.

    Sogar die eher zurückhaltend agierende Vereinigung amerikanischer Psychologen plädiert dringend dafür, dass solche Tabus zum Kindeswohl fallengelassen werden.

    Aber sowohl beim Adoptionsrecht als auch bei den von der EU geforderten Nachbesserungen beim AGG ist klar, dass es das mit der Union in der Regierung nicht geben wird...
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#2 wolfAnonym
  • 22.03.2008, 11:50h
  • was erkennt diese "regierung" überhaupt ?
    unsere meck-pomm-eule sollte mal weniger allgemeinplätze in der weltgeschichte (z.b. knesset) rumtröten, sondern sich verantwortlich um ihren berliner saftladen kümmern !
    immer wieder die berliner hinhalte und verschleppungstaktik und das dumme gefasel es besteht kein erkennbarer bedarf !
    und dann brauchts halt noch ein jährchen.........................................................................................
    allein die innerdeutschen studien, die jedesmal so "preiswert" erstellt werden müssen ? wir deutschen müssen einen genetischen defekt haben, denn sonst würden es bereits erstellte studien und praktische erfahrungen aus dem ausland ausreichend belegen.

    was in diesem staat los ist, beweisen immer die kleinigkeiten.
    hier werden menschen wegen schwarzfahren 8 monate hinter gitter gebracht ( obwohl die knäste angeblich übervoll sind), werden misshandelt und vergewaltigt, obwohl sie vorher um verlegung gebeten haben. da wäre doch sozialarbeit wirklich sinnvoller.
    andererseits wird bei steuersündern auf verjärung gewartet, mit dem argument , es gibt zuwenig mitarbeiter. den schmarrn hat uns kohl 1983 schon mal erzählt ! und im berühmten stellenpool schwimmen tausende von sachbearbeitern die um ihren job fürchten
    wie war das noch ? der letzte macht das licht aus ?
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#3 gerdAnonym
  • 22.03.2008, 14:26h
  • Die Grosse Koalition "spielt" hier auf Zeit, damit diese Regierung das Thema aussitzen kann.

    Es gibt bereits genügend positive Studien aus Kanada, Skandinavien, US oder den Benelux-Staaten, die die Adoption ermöglicht haben. Das ganze ist doch sehr durchsichtig und schon eine Pharse, die da abläuft.
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#4 al.hartAnonym
  • 22.03.2008, 16:59h
  • Ich sehe auch keinen Bedarf bei nächster Gelegenheit auf Bundes- als auch Landesebene weder die

    CSU als auch SPD

    zu wählen.
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#5 hwAnonym
  • 22.03.2008, 18:30h
  • "..Das Bundesministerium der Justiz hat deshalb ein Forschungsvorhaben zur Situation von Kindern in Lebenspartnerschaften und Lebensgemeinschaften von Menschen gleichen Geschlechts in Auftrag gegeben..."

    bei der verdorbenheit dieses milieus, werde ich frau ulla jelpke bitten, wenn möglich, die wirtschaftlichen nutznießer dieses "vorhabens" in erfahrung zu bringen und dies hier mitzuteilen.

    "sozialwissentschaftlich abgesicherte Tatsachengrundlage" ?

    hmmm. die entwicklung der linken ist ja schon mal eine.

    ich arbeite übrigens mit anderen lokal erfolgreich an der verschlankung des spd-apparates und der zu verwaltenden datenbestände.
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#6 hwAnonym
  • 22.03.2008, 18:40h
  • ..ob sich dieser mann nach spd-empfehlungen
    schon gewaschen und die haare geschnitten hat ?
    und die brote seiner kinder nach spd-hartzIV-empfehlung belegt hat ?
    hat sich dieser sterbe-looser schon um einen
    heimplatz für seine gören beworben, wenn sie der
    gesellschaft schon auf der tasche liegen ?

    www.spiegel.de/spiegel/0,1518,542740,00.html

    Zwei Töchter, sechs und acht Jahre alt, erleben allein und auf engstem Raum das langsame Sterben ihres krebskranken Vaters.

    macht schmidt oder pocher den passenden witz ?
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#7 LukeAnonym
  • 22.03.2008, 18:42h
  • Wir waren 19 und 17 als meine Tochter geboren wurde. Sie war das Wunder meines Lebens und sie ist es bis heute geblieben. 21 Jahre lange habe ich mich um sie gekümmert. Meiner Tochter ging es immer gut. Sie hatte stets Eltern, die sich um sie kümmerten, weil wir miteinander gesprochen haben und weil uns beiden das Wohl unserer Tochter am Herzen gelegen hat. Sie ist bei ihrem homosexuellen Elternteil groß geworden, ohne dass irgendwelche Reformen oder Untersuchungen dazu nötig waren.

    Bei der heutigen Diskussion um ein Adoptionsrecht für homosexuelle Paare habe ich immer den Eindruck, man hält uns für absolut unfähig, Kinder zu erziehen. Noch dazu steht meiner Meinung nach immer so eine Unterstellung dahinter, die Homosexuelle mit Päderasten auf eine Stufe stellt, frei nach dem Motto: Die machen Kinder homosexuell oder psychisch krank! Eine These, die von Adoptionsgegner gern ins Feld geführt wird.

    Meine Tochter ist körperlich und geistig gesund und zudem (auch, wenn das überhaupt keine Rolle spielt) hetero. Natürlich hatten wir Probleme und natürlich war es nicht immer einfach, weder für meine Tochter noch für mich. Aber wir sind daran gewachsen. So hat die einzige heterosexuelle Erfahrung meines Lebens mir das beste beschert, was Menschen erleben können. Diese Erfahrung homosexuellen Paaren zu verweigern oder durch fadenscheinige Erklärungen künstlich in eine ferne Zukunft zu verschieben, ist meiner Meinung nach eine massive Menschenrechtsverletzung. Ganz davon abgesehen wird vielleicht Kindern die Möglichkeit auf eine Familie verwehrt, in der sie gewollt und geliebt werden.
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#8 SaschaAnonym
  • 22.03.2008, 22:40h
  • @Flo:

    Allerdings sehe ich nicht, dass die SPD sich in irgendeiner Weise dieser reaktionären und Menschen verachtenden Politik und Propaganda der "C"-Parteien widersetzt. Dort lernt man offenbar weiterhin nichts von fortschrittlichen und erfolgreichen (!) linken Parteien wie den spanischen Sozialisten.

    Insgesamt handelt es sich bei dieser Art des Umgangs mit einem solch bedeutenden Thema um eine unverschämte Diskriminierung und Herabwürdigung aller homosexuellen Menschen in dieser Gesellschaft.
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#9 xxxAnonym
  • 22.03.2008, 23:42h
  • wie wäre es denn, wenn einmal darüber duskutiert werden würde, wie es kindern in hetoroehen ergeht, im vergleich mit schwulen partnerschaften?!

    DAS wäre doch einmal ein ansatz!

    da würde mann/frau sehen (hetero natürlich)
    das es ihnen nicht schlechter -wohl eher besser- in "schwulen"
    familien ergehen würde als in hetero familien.....

    -andererseits kann mich DIESER staat schon eh seit EINIGEN jahren da lecken, wo die sonne nicht reinscheint!!!!!! -es lebe die EU........*G
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#10 madridEUAnonym
  • 23.03.2008, 12:43h
  • In meinem Alter kommt Adoption heute nicht mehr in Frage, obwohl ich ein Leben lang daran interessiert war, aber leider als Schwuler keine Möglichkeit dazu hatte. Ein harmonisches Elternhaus und entsprechende Ausbildung wäre "unseren" Kindern sicher gewesen, wenn die Aufklärung mit Zapateros Gleichstellung früher gekommen wäre.
    @hw: Dein Link erschüttert , dass mir das Messer in der Tasche aufgeht. @xxx nimmt mir aus dem Mund, was ich immer schon mal fragen wollte: Wer von Euch kann denn Statistiken liefern, die
    Adoptionssituationen von Homos und Heteros gegenüberstellen ?
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