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Essen (queer.de) - Der jamaikanische Hass-Sängers Rodney Price alias Bounty Killer wird nun doch am 27. März in Essen auftreten. Zwar hatte das Jugendzentrum Essen (JZE) das Konzert letzte Woche nach Protesten zunächst abgesagt, mit der Weststadthalle fand der umstrittene Musiker nun jedoch einen Ausweichort.

In einer ausführlichen Stellungnahme erklären die Veranstalter, Solid*Rock Music, Vibes Promotion, CrossCulcha Sound und Stoojah Sound, warum sie sich "nach reichlicher Überlegung" und "trotz Protesten seitens einiger Schwulen- und Lesbenverbände" für den Auftritt Bounty Killers entschieden haben: "Hohe Priorität in unseren Veranstaltungen ist die Verantwortung, unseren Einfluss gegen Homophobie zu nutzen. Wir legen in unseren Absprachen und Verträgen (…) fest, dass Diskriminierung in Text und Aufführung unserer Veranstaltung nichts zu suchen hat", heißt es darin. Die Veranstalter unterstützen nach eigenen Angaben schwul-lesbische Rasta- und Reggaegruppen wie "Vlaamse Rasta Oudjes".

Solid*Rock Music, Vibes Promotion, CrossCulcha Sound und Stoojah Sound werfen den Kritikern vor, weder Reggaemusik noch die Situation auf Jamaica zu verstehen: "Wir sind der Meinung, dass es den Jamaikanern selbst zu überlassen ist, dass Tempo zu bestimmen und diese Problematiken aufzuarbeiten. Einmischung nach Art ‚Wir sind die Zivilisierten und Ihr müsst euch sofort ändern‘ schürt dort unten doch nur den Hass, stärkt den Mainstream und verhärtet die Fronten."

"Ohne die diskriminierenden Passagen einiger jamaikanischer Sänger relativieren zu wollen, steht neunzig Prozent der Reggae-Musik für Gleichberechtigung, Liebe und Menschenwürde", heißt es weiter in der Stellungsnahme. Darüber hinaus sehen die Veranstalter "Übersetzungsprobleme" bei Bounty Killers Liedpassage "Bun a fire pon a puff and mister fagoty" (Lasst die Schwulen im Feuer brennen). "‘Fire pon‘ oder ‚bun dem‘ bedeutet nicht, dass etwas verbrannt wird, vielmehr wird das göttliche Feuer gemeint - die Erkenntnis. Klar ist, dass ein ‚fire bun‘ auch etwas Aburteilendes beinhaltet, aber bestimmt nicht den Aufruf zum Mord." (cw)



52 Kommentare

#1 gerdAnonym
  • 24.03.2008, 07:13h
  • Die Entscheidung der Westlandhalle ist grundverkehrt und zu kritisieren. Solange sich Bounty Killer nicht schriftlich verpflichtet, von Homophobie und Gewaltaufrufen gegen homosexuelle Menschen abzulassen, sind solche Hasssänger untragbar. Sollte der Künstler in der Westlandhalle verbal entgleisen, müssen auch die Veranstalter und Eigentümer der Räumlichkeiten wissen, dass auf sie Strafanzeigen wegen Beihilfe zur Volksverhetzung zukommen können. Wollen die Veranstalter und Eigentümer der Räumlichkeiten dieses Risiko eingehen und darauf hoffen, dass der Sänger friedlich bleibt ?

    Im übrigen wir befinden uns nicht auf Jamaica sondern wir befinden uns in Deutschland und da sollten die Veranstalter schon zur Kenntnis nehmen, dass deutsche Strafgesetze und die deutsche Rechtsordnung sowie die Werte des Grundgesetzes gelten.

    Letztlich aber verkennen die Veranstalter der Westlandhalle die Wirkung des Auftritts von Bounty Killer auf die Gruppe homosexueller Menschen. Sie sollten deren Einwände nicht "einfach vom Tisch wischen" und die Kritik des wichtigsten deutschen Lesben- und Schwulenverband "beiseite schieben". Gerade der Verband und engagierte homosexuelle Menschen, die sich bei Ihnen melden, wissen sehr genau, mit welchem Thema sie es hier zu schaffen haben und kennen die Materie besser, als Durchschnittsbürger, die sich kaum mit diesem Thema beschäftigen.

    Daher falls das Konzert stattfindet, was ich ablehne, sollten Sie wissen, dass homosexuelle Menschen dieses Konzert ablehnen. Ich werde die Westlandhallte nie wieder betreten.
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#2 ThomasAnonym
  • 24.03.2008, 07:18h
  • Tolle Aussage der Veranstalter. Danach haben wahrscheinlich die Nazis die Leiden der von ihnen Inhaftierten auch verkürzt, in dem sie sie erschossen oder vergast haben...
    Jamaicanische Sänger wie Bounty Killer darf in Deutschland kein Forum geboten werden.
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#3 wolfAnonym
  • 24.03.2008, 07:58h
  • da muss ich doch was verpasst haben ?
    durch ablehnung von gewaltverherrlichung und hass, werden die fronten verhärtet und beeinflussen den "mainstream" negativ ???? (abgesehen davon, dass mainstream sowieso immer schrott ist und war.)
    fahren wir nach jamaika um schwul, öffentlich rumzupoppen, oder kommen die sonnyboys hierher um sich zu ereignen ???

    da die veranstalter offensichtlich der meinung sind wir verstehen die verhältnisse und umstände auf jamaika nicht, müssen wir jetzt hier, bei uns, dringend darüber aufgeklärt werden und haben zu respektieren, dass die junx mit texten um sich werfen, die wir zu verstehen, zu dämlich sind ?

    eine bodenlose frechheit noch so zu tun als hätten unsere reggaekiddis die rastalocken schon im schritt und ideologisch mit der muttermilch eingesogen !
    musikalische völkerverbindung sieht doch wohl anders aus, die aussagen der songs übrigens auch.
    und geld verdienen will natürlich auch keiner damit, alles nur liebe und fröhliches miteinander !

    wenn dem so ist, dann sollen die "künstler" mal ihre heimat beglücken und uns hier mit ihren hausgemachten problemen in ruhe lassen, da unsere ablehnung ja ohnehin nur wieder hass schürt !
    ach so, wer ist eigentlich an den wüsten, ungeheuerlichen verhältnissen auf jamaika schuld ???? WIR ???
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#4 Tim-ChrisAnonym
  • 24.03.2008, 10:12h
  • Ich frage mich gerade, was wohl wäre, wenn jemand in seinen Liedern öffentlich dazu aufrufen würde: "Verbrennt alle Schwarzen/Juden/Christen/Moslems/zeugungsunfähigen Männer/unfruchtbaren Frauen/konservativen Politiker o.ä.!" Würde man diesen Sängern, trotz Protesten "einiger" ***Verbände auch eine Plattform für ihre Auftritte geben und behaupten, man könne Rassismus nicht damit bekämpfen, indem man ihn verbietet???

    Armes Deutschland, dass es aus der Vergangenheit absolut nichts lernen will. Okay, es ist "nur" ein Reggaesänger aus Jamaica... ach nee, sind ja bereits zwei. Sizzla kommt ja auch noch. Aber wie war das damals? War ja nur ein Politiker, der alles schön geredet hat und ganz Deutschland - außer ein paar kleinen Grüppchen - ist ihm brav hinterher gerannt und hat angeblich überhaupt nicht mitbekommen, dass die kleinen Grüppchen nach und nach durch die Hölle geschickt wurden, ehe sie in der Gaskammer oder auf Massenscheiterhaufen getötet wurden. "Heil...." Nein, diesem Gruß folge ich nicht, weil ich den Mann, dem er galt genauso verabscheue wie jeden Rassisten und Homophobiker. Und weil ich mich für meine Vorfahren in Grund und Boden schäme, weil sie genauso dachten wie diese Typen, die heute diese homophoben Reggaesänger für ihre volksverhetzenden Texte in Schutz nehmen. So was hat in Deutschland NICHTS zu suchen.
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#5 MissverständnisseAnonym
  • 24.03.2008, 10:46h
  • können offensichtlich töten, da die Homosexuellen in Jamaika ja nur wegen eines Missverständnisses getötet wurden. Diese dummen Reggaefans verstehen die eigenen Texte nicht.
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#6 gerdAnonym
  • 24.03.2008, 11:08h
  • Wer sich bei der Weststadthalle in Essen beschweren und schreiben will, hier sind die Adressen:

    Markus Schmitt Telefon 0201-244 888 9-102
    Geschäftsführer Email schmitt (at) weststadthalle (dot) com

    Katharina Fütterer Telefon 0201-244 888 9-101
    Gastronomie Email fuetterer (at) weststadthalle (dot) com

    Ich finde es jedenfalls unmöglich, dass die Weststadthalle, diesem Künstler, der sich auch noch "Killer" nennt, ein Forum bietet.
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#7 SolidRock MusikAnonym
  • 24.03.2008, 18:48h
  • Sehr geehrte Damen und Herren,

    wie sie bestimmt schon mitbekommen haben, wurde uns nach heftigen, unsachlichen Protesten der Schwulen und Lesben Vereinigungen der Raumnutzungsvertrag für das geplante "Bounty Killer" Konzert, im JZE Papestraße seitens der Stadt Essen gekündigt.
    Wir bedauern diese, der Sachlage nach nicht nachvollziehbaren Entscheidung und haben uns entschlossen die Veranstaltung daher in anderen Räumlichkeiten durchzuführen.
    Wir haben eine neue Location gefunden und das Konzert wird am 27.03.2008 in der Weststadthalle in Essen stattfinden.

    folgend unsere Stellungsnahme:

    Wir als Veranstalter, Solid*Rock Music, Vibes Promotion, CrossCulcha Sound und Stoojah Sound, haben uns nach reichlicher Überlegung dazu Entschlossen, das geplante Konzert mit Bounty Killer am 27.03.2007, trotz Protesten seitens einiger Schwulen und Lesben Verbände zu veranstalten.

    Uns beschäftigt als Musikern und Konzertveranstaltern schon lange das Thema Homophobie im Reggae und Dancehall.

    Wir lehnen grundlegend jegliche Diskriminierung ab, nicht nur die gegenüber Homosexualität. Wir stehen für den Dialog von Kulturen, Toleranz, Liebe und Verantwortung.
    Hohe Priorität in unseren Veranstaltungen ist die Verantwortung, unseren Einfluss gegen Homophobie zu nutzen. Wir legen in unseren Absprachen und Verträgen sämtlicher Künstler und Veranstaltungen fest, dass Diskriminierung in Text und Aufführung unserer Veranstaltung nichts zu suche hat.

    Wir versuchen aufzuklären und unterstützen Organisationen wie die Vlaamse Rasta Oudjes, eine Rasta/Reggae Schwulen und Lesben Vereinigung.

    Vertraglich Absprachen, die bei Verstoß gegen die Diskriminierungsklausel den sofortigen Abbruch des Konzertes und Nichtauszahlung der Gage beinhalten, sind inzwischen unter seriösen europäischen Veranstaltern Konsens. Genauso wie regelmäßig und in unseren Möglichkeiten die Artist zu einer generellen und öffentlichen Distanzierung zu bewegen - den Druck durch ein Auftrittsverbot, solange sich nicht schriftlich und öffentlich distanziert wurde, lehnen wir unter der Vorraussetzung, dass der Artist sich in der Vergangenheit in Europa an die vertraglichen Diskriminierungsklauseln gehalten hat, ab.

    Wir stehen dazu den Weg des Künstlers Bounty Killer zu akzeptieren, sich bisher nicht einer öffentlichen Distanzierung seiner/dieser inzwischen fast über 10 Jahre alten Texte anzuschließen, wie es andere Artists z.B in England getan haben.
    Wir kennen die menschenunwürdige Situation von Schwulen und Lesben auf Jamaica und lehnen diese Diskriminierung, die dort in Medien und Politik Mainstream ist ab!!

    Jedoch ist Jamaica quasi in Bürgerkriegsähnlichen Zuständen. Alle 6 Stunden wird dort ein Mensch erschossen - bei einer Einwohnerzahl die unter der Einwohnerzahl von Berlin liegt (Jamaica = ca 2.800.000 Einwohner)!!

    Wir sind der Meinung, dass es den Jamaicanern selbst zu überlassen ist, dass Tempo zu bestimmen und diese Problematiken aufzuarbeiten.
    Einmischung nach Art: Wir sind die Zivilisierten und Ihr müsst euch sofort ändern, schürt dort unten doch nur den Hass, stärkt den Mainstream und verhärtet die Fronten!!

    Veränderung heißt Bewegung und muss manchmal behutsam angegangen werden.
    Diese Behutsamkeit ist man dem Ziel der Veränderung schuldig wenn man WIRKLICH etwas verändern will!!

    Es ist nicht unbedingt nur die Gefährdung der Existenzgrundlage als Musiker, die der Artist in Jamaica für eine solche Erklärung abzuwägen hat, sondern auch die Gefährdung des eigenen Lebens. Es ist nicht abwegig für eine solche Erklärung bei nächster Gelegenheit in Jamaica selbst Opfer zu werden.
    Wir reden über ein Land wo man als DJ erschossen wird wenn man im falschen Viertel auflegt - ein Land dass durch das zwei Parteien System, bei dem beide Parteien durch Unterstützung und Förderungen von Yard Dons (Gangführern) und parteiischem Wohnungsbau die Bevölkerung in Wohnblocke aufgeteilt wurden, die ausschließlich von den einen oder anderen Parteiangehörigen bewohnt werden. Wenn ein Jamaicaner seinen Block verlässt, und auf die falsche Straßenseite wechselt, riskiert er schon sein Leben.

    nun zu einigen kursierenden Anschuldigungen und Vorurteilen:

    Naziband Vergleich:

    Wir haben noch nie erlebt, dass auf einer Veranstaltung im Bereich Dancehall/Reggae auch nur ein geringer Teil oder vereinzelte Leute des Publikums gekommen sind, um ein "Feindbild" gegen Schwule zu feiern.
    Wenn es doch mal vorkommt das jemand im Publikum (z.B bei clashs/contests) eine buttyman oder chichiman Beleidigung von sich lässt, lässt die Gegenreaktion von dem umstehenden Publikum, was er doch für ein armes Licht sein, nicht lang auf sich warten.
    Wenn man auf Partys mitbekommt, dass ein DJ doch mal ein solches Lied spielt, kann man inzwischen schnell sehen das ein Großteil des Publikums (viele verstehen die slangs leider eh nicht) sich davon distanziert oder dagegen (berechtigterweise) protestiert.

    Ohne die diskriminierenden Passagen einiger Jamaikanischer Sänger relativieren zu wollen, steht 90 Prozent der Reggae Musik für Gleichberechtigung, Liebe und Menschenwürde.

    Wir denken, dass sich kaum eine andere Musikrichtung finden lässt, die soviel positive Message transportiert.



    Übersetzungsprobleme:

    Hat Bob Marley zum Völkermord aufgerufen?

    Die oft angebrachte Übersetzung von "verbrennt die.....(schwulen, Babylon, Ehebrecher, Kriegstreiber, Umweltverschmutzer, Politiker, etc)" ist kein Aufruf zum Mord!
    Patois (Jamaicanisch) ist dem Englisch so nahe wie Holländisch dem Deutschen (alles, was der Holländer "lecker" findet nimmt er ja auch nicht in den Mund)

    "Fire pon" oder "bun dem" bedeutet nicht das etwas verbrannt wird, vielmehr wird das Göttlich Feuer gemeint - die Erkenntnis ( mir geht ein licht auf).
    Klar ist, dass ein "fire bun" auch etwas aburteilendes beinhaltet, aber bestimmt nicht den Aufruf zum Mord.

    Bob Marley hat oft Aussagen wie "Fire pon Babylon" benutzt- die Interpretation "Babylon" dürfte in Bobys Augen ein Drittel der Weltbevölkerung beinhalten. Aufruf zum Völkermord??

    Wir möchten hier nicht relativieren das "fire pon" im Kontext mit Synonymen für Homosexualität eine Beleidigung/Aburteilung der Homosexualität ist, jedoch sollten Kenntnisse zur richtige Übersetzung für einen sachliche Dialog Grundlage sein.



    Wir müssen hier die Konzerte verbieten weil auf Jamaica Menschen sterben:

    Auf die Situation in Jamaica haben wir oben schon hingewiesen.

    VIEL ZU VIELE MENCHEN STERBEN DORT TÄGLICH WEGEN NICHTIGKEITEN UND WEGEN VORURTEILEN!!!!

    Wir haben aus Erfahrung, durch die harte Vertragslage und drängen auf ein Umdenken bei gerade größere jamaicanischen Artists, eine stetige Auseinandersetzung mit dem Thema erreicht.

    Gerade auch durch den Druck den die Europäischen Veranstalter ausüben hat sich die Zahl solcher Veröffentlichungen drastisch verringert.
    Auch in Jamaica beschäftigt sich die Presse und Öffentlichkeit damit, wie hier mit den Thematiken umgegangen wird.

    Verbote hier in Europa spielen den Populisten in Jamaica Möglichkeiten zu, die Fronten zu verhärten.

    Verbote allein hätten es nicht geschafft, dass sich in den letzten zwei Jahren einige große jamaicanische Musiker offen von Homophobie distanzieren haben und sogar dagegen Stellung beziehen.

    Wenn wir wirklich etwas bewegen wollen, müssen wir halt auch manchmal mit Teilerfolgen zufrieden sein und können nicht immer direkt die Tür eintreten.

    Reagge ist eine Homophobe Musikrichtung:

    Der Prozentsatz von Homophobie und Diskriminierungen ist im Reggae bestimmt so gering wie in kaum einer anderen Musikrichtung !!!
    Reggae besteht nur noch bedingt für die jamaicanische Kultur. Sie ist die Wurzel, jedoch wächst der Baum weltweit mit voller Kraft weiter.
    Gerade in Europa hat sich eine sehr große Szene gebildet.
    Für sie ist Reggae mehr als nur Amüsement, Reggae ist Sprachrohr für Consciousness & Rightousness , Verantwortung, Mitgefühl und Liebe.

    Es geht nicht darum etwas zu kopieren, es geht darum etwas zu unterstützen.
    Die Message die dahinter steht für jeden Verständlich zu machen, und sie so auszudrücken wie sie sich auf unser Leben auswirkt.



    “So keep it real and lets fight together against homophobie in Reggae Music "



    Solid*Rock Music Entertainment
    Vibes Promotion
    Stoojah Sound
    CrossCulcha Sound
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#8 Thom_ass1973
  • 24.03.2008, 19:37h
  • Hallo SolidrockMusik!
    Schön das Sie von 12 bis Mittag denken! Ich möchte jeden von Ihnen gerne mal persönlich einladen "einen Tag schwul zu sein"! - mal all das mitzumachen was Schwule und Lesben hier in Deutschland Tag für Tag und Nacht für Nacht durchzumachen haben!
    Mal gucken ob Sie Ihre Haltung dann immer noch aufrecht erhalten mögen! Wissen ist eben manchmal Macht! Sie erwarten von uns "Respekt" - dann kommen Sie und erleben Sie mal den "Respekt" der uns Tag für Tag entgegen gebracht wird! Danach wird einiges für Sie vielleicht klarer werden! Ich muss garnicht nach Jamaika schauen, umzu Wissen wie bedenklich ihre Entscheidung pro "Bounty Killer" ist!
    Wenn Sie wirklich so viel Rückrat haben, dann legen Sie doch einfach die entsprechenden Vertragszeilen offen!
    Wenn es so ist wie sie sagen das 90% von Reggae " Musik für Gleichberechtigung, Liebe und Menschenwürde stehn" - warum laden Sie dann die 10% auf Ihre Bühnen ein ??? Leider ist Ihre homepage nicht nach deutschen Rechtsstandarts aufgebaut so muss ich das hier posten, in der Hoffnung das Sie es auch lesen!
    Komisch das im Veranstaltungskalender der Weststadthalle noch nichts von dieser Veranstaltung zu lesen ist - wissen die Verantwortlichen dort überhaupt Bescheid??
    Sind Sie eigentlich der Meinung das Adolf Hitler gut für Deutschland war? (hey der Mann hat Millionen glücklich gemacht, ihnen Sicherheit und Ordnung gegeben, die andern Millionentoten können wir ja weglassen ...) Wie würde es Ihnen gefallen wenn Sie sich für Ihre Sexualität immer und überall rechtfertigen und verteidigen müssten?
    Entschuldigung aber indem Sie menschenverachter alá Rodney Price eine Bühne geben, verhalten Sie sich in meinen Augen selber wie der letzte Abschaum!!
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#9 schwarzwaldbub
  • 24.03.2008, 20:18h
  • Verehrtes Solid Rock Music Entertainment,

    Reggae, Dancehall .. sowie HipHop und verwandte Stile gelten inzwischen unter Leben und Schwulen wegen bekanntem Aufruf zum Mord einiger „Künstler“ als Musik, die weder von lesbischen und schwulen DJs gespielt noch von Homosexuellen gekauft und gehört wird!

    Der wirtschaftliche Schaden dürfte also immens sein.

    Es bleibt für Lesben und Schwule absolut inakzeptabel, dass Künstler wie Rodney Price oder Sizzla in Deutschland öffentlich auftreten dürfen. Sie müssen mit dem Protest von Lesben und Schwulen rechnen!

    Sagen Sie den Auftritt von Rodney Price ab!

    Würden Sie auch schwulen Künstlern, die zur bestialischen Ermordung von Heterosexuellen aufrufen, eine Bühne geben?

    Oder wenn jemand die Verbrennung von Juden, Muslimen oder Rothaarigen fordern würde?

    Dann könne Sie gleich Nazibands einladen!

    Sie haben die Möglichkeit, ein Zeichen gegen Hass und Gewalt zu setzen! Nutzen Sie sie!
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#10 Tim-ChrisAnonym
  • 24.03.2008, 20:56h
  • @ SolidRock Musik: Wie ich bereits zu Sizzla schrieb ist es nicht die Art der Musik. Reggae höre ich mitunter auch mal ganz gerne. Aber es ist der Inhalt der Texte von Bounty Killer und Sizzla, der mir und jedem, der nur etwas Krips in der Birne hat, mehr als nur Magengrimmen verursacht.

    Jeder Künstler, egal ob Popstar, Boygroup, Soulröhre oder Reggaesänger hat seine Fans, die ihn idealisieren und regelrecht vergöttern. Das Idol ist cool, sein Wort ist "Gesetz" und der Fan (das Wort kommt nicht umsonst von fanatisch) möchte ihm nacheifern, möchte genauso cool sein und zeigen, dass er das, was sein Star ihm in den Texten vorpredigt, tatsächlich liebt und lebt. Natürlich ist nicht jeder Fan so, aber selbst wenn es nur zwei sind, dann sind das bei solchen Texten schon zwei zuviel. Zwei, die zu Kapitalverbrechern werden, indem sie das ausführen, was ihnen Künstler wie Sizzla oder Bounty Killer in ihren Liedern "befehlen". Und keinem Künstler, egal welcher Musikrichtung darf es gestattet sein, seine "Macht", die er ja über seine Fans hat, auf eine solche Weise zu missbrauchen.

    Und noch eins: Sizzla und Bounty Killer glauben sich im Recht für ihre Diskriminierungen und Mordaufrufe, indem sie behaupten das Homosexualität gegen Gottes Moral verstößt. Doch an keiner Stelle in der Bibel, weder im alten noch im neuen Testament, wird gesagt, dass Homosexuelle verbrannt oder ermordet oder gefoltert werden oder "zur Vernunft" kommen sollen. Im Gegenteil. Auch Homosexuelle sind wie alle anderen Menschen - wenn es den allmächtigen Schöpfer denn wirklich geben sollte - Gottes Kinder und nach seinem Ebenbild geschaffen. Zudem denke man auch mal an die wichtigste Passage der Bibel. Die 10 Gebote. Eines davon sagt: "Liebe deinen nächsten wie dich selbst!". Doch die streng gläubigen Christen sind ja nun die, welche genau dieses Gebot am schnellsten für sich passend zuschneiden. "Liebe deinen nächsten, solange er in deine Vorstellung passt und verteufele alles, was nicht in dein Bild passt."
    Ich bin immer wieder erstaunt, wie angebliche "Christen" die Bibel für ihre Zwecke auslegen und sich dann durch irgendwelchen angeblich göttlichen Schwachsinn zu rechtfertigen versuchen.

    Leute, die solchen Hass verbreiten, egal ob sie nun Bounty Killer, Sizzla, Bushido, Sido oder Benedikt XVI heißen, gehört hier in Deutschland einfach keine Plattform geboten. Und da ist es auch irrelevant ob es in ihrem Land, ihrer Stadt/Gemeinde noch Sitte ist, oder Glaube oder Schießmichtot sonstwas, oder ob ihr Land noch so rückständig ist. Künstlern und auch den größten Sekten überhaupt, die öffentlich zur Menschenrechtsverletzung aufrufen muss der Auftritt verboten werden. Denn nur so kapieren sie es und nicht anders. Und das hat nichts mit zivilisierter Überheblichkeit zu tun, sondern mit klarem Menschenverstand.

    Denkt mal drüber nach, oder um es mit Bounty Killers Worten zu sagen: lasst euch mal ein "Fire Pon" aufgehen. Womit ich allerdings nur das Göttliche Feuer der Erkenntnis meine, das natürlich durchaus auch etwas aburteilendes enthält.

    "Amen!"
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