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Neue Werbekampagne im TV: Mit Schockeffekt gegen das Vergessen

Von Carsten Weidemann

Die neue Aufklärungskampagne "Vergiss Aids nicht" des Saarbrücker Regenbogen e.V. präsentiert fünf prominente Bekenner: Katharina Saalfrank, Markus Kavka, Nova Meierhenrich, Herbert Knaup und Pascal Hens. Sie alle gestehen: "Ich habe Aids". Erst später folgt ein "…nicht vergessen."

Ziel der Kampagne ist es, alle Gesellschaftsgruppen auf das Thema Aids aufmerksam zu machen. "Vergiss Aids nicht" fordert die Bürger in Print und TV sowie im Internet dazu auf, sich aktiver an Aufklärung und Prävention zu beteiligen. Die TV-Spots werden nach Ostern im Privatfernsehen ausgestrahlt und sind auf der Homepage vergissaidsnicht.de online abrufbar.

"Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Strategie der bisherigen Aids-Prävention überdacht und völlig überarbeitet werden muss. Unsere Kampagne setzt daher auf den Schock-Effekt beim Betrachten von Prominenten und deren vermeintlichen Aids-Geständnissen.", sagt Jan Schwertner, 1. Vorsitzender des "Regenbogen e.V.".

Seit 2001 sind die HIV-Neuinfektionen hierzulande um 81 Prozent gestiegen. Ende 2007 lebten in Deutschland etwa 59.000 Menschen mit einer HIV-Infektion oder einer AIDS-Erkrankung. Nach einer aktuellen Schätzung des Robert-Koch-Instituts haben sich im Jahr 2007 circa 3.000 Menschen neu infiziert. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um rund fünf Prozent auf einen neuen Höchststand. Im Durchschnitt infizieren sich täglich acht Personen in Deutschland mit HIV.

Die TV- und Print-Kampagne wurde von der Agentur weigertpirouzwolf kreiert. Der 1999 gegründete Regenbogen e.V. hat es sich zum Schwerpunkt gemacht, HIV-Neuinfektionen durch Prävention und Aufklärung verhindern sowie Hilfeleistungen für HIV-infizierte und Aids-erkrankte Menschen bereitzustellen.

25. März 2008



#1 FloAnonym
  • 25.03.2008, 13:32h
  • Schön, dass Prominente aus Kultur und Sport mehr Verantwortug zeigen als die Politik!

    Wenn ich z.B. sehe, wie die CDU in Nordrhein-Westfalen zusammen mit der FDP EU-Aufklärungsbroschüren aus den Schulen zurückgezogen hat, die in anderen EU-Staaten erfolgreich eingesetzt werden, könnte ich kotzen...

    Oder wie die CDU alles versucht um das Austeilen von Kondomen an Schulen zu verhindern. Nach dem Motto "Es kann nicht sein, was uns nicht passt." Aber: dass Jugendliche ab einem gewissen Alter Sex haben ist Fakt (und die Entwicklungspsychologie weiß heute auch, dass das wichtig ist). Wenn man denen keine Kondome gibt, verzichten sie nicht auf Sex, sondern machen es halt ohne.

    Diese bigotten Politiker, die ihre eigenen mittelalterlichen Ansichten über Wohl und Wehe ihrer Bürger stellen, gehören abgewählt!!!
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#2 BjörnAnonym
  • 25.03.2008, 13:56h
  • Mutig! Denn da ein Großteil der Bevölkerung einen IQ nur knapp über den einer Kartoffel hat und grundsätzlich nicht richtig hinhört (oder nur ein, zwei einfache Sätze verstehen und speicheren kann), dürfte bei vielen hängen bleiben: Ey, Du, der/die hat doch Aids!

    Und @ Flo:

    Ja, die FDP ist eine moderne, durch und durch liberale, dem Fortschritt verpflichtete Partei! Und sie verantwortet deshalb z.B. auch nicht Überwachungsgesetze, die dann vom Bundesverfassungsgericht für teilweise verfassungswidrig erklärt werden - u.a. auf Betreiben eines ehemaligen Bundesinnenministers, der aus unverständlichen Gründen (Nostalgie? Realitätsverlust?) immer noch in der FDP ist.
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#3 SaschaAnonym
  • 25.03.2008, 15:50h
  • @Flo:

    Na, da ist es doch ungemein beruhigend (oder doch eher: wachrüttelnd?!) zu wissen, dass die CDU für diese Art der Politik inzwischen auch mit Hilfe der so genannten GRÜNEN ihre Mehrheiten organisiert...
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#4 ManuelAnonym
  • 26.03.2008, 13:39h
  • Ich bin mit Sicherheit kein CDU-Wähler, aber es ist nichr richtig, wenn behauptet wird, dass die CDU die Verteilung von Kondomen an Schulen verhindere. In NRW (bekanntlich von der CDU/FDP regiert) werden für die sexualpädagogische Arbeit der Youthworker (an den Schulen, in Jugendeinrichtungen...) vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales kostenlos Kondome zur Verfügung gestellt. Ich weiß allerdings nicht, wie sich die Situation in anderen Bundesländern darstellt.
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#5 DavidAnonym
#6 ManuelAnonym
  • 26.03.2008, 17:50h
  • @David

    Es ging in dem Beitrag nicht um das Handbuch zum Umgang mit dem Thema Homosexualität an Schulen. Ich habe mich zu einem Kommentar geäußert in dem es hieß, dass die CDU die Kondomvergabe an Schulen verhindere. Und das stimmt so nicht!
    Im Land NRW werden für die kostenlose Kondomvergabe an Schulen und in Jugendeinrichtungen (bescheidene) Mittel zur Verfügung gestellt. Die Kondome werden im Rahmen der Tätigkeit von landesweit 55 sog. Youthworkern ausgegeben, die sexualpädagogisch orientierte Aids-Aufklärung u.a. an den Schulen machen. Für dieses Youthwork-Programm (Aids-Aufklärung für Jugendliche) gibt das Land NRW im Jahr gut 1,4 Mio. Euro Förderung aus. Die Youthworker können die Kondome für ihre Arbeit beim MAGS beziehen.

    Die Nummer mit dem Handbuch zur sexuellen Vielfalt ist eine ganz andere Baustelle. Und naürlich ist es blöde, dass das Handbuch an den Schulen quasi eingestampft wurde. Das hat aber nix mit der Kondomvergabe zu tun!
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#7 NobbiAnonym
#8 BjörnAnonym
  • 28.03.2008, 14:54h
  • @ Nobbi:

    Warum überrascht mich das jetzt nicht? Um als Journalist Geld verdienen zu können, braucht man heutzutage erfahrungsgemäß nicht nur nicht schreiben zu können (stilsicher, orthographisch richtig oder gar grammatikalisch). Oder nachzudenken. Auch schon eine sich wenigstens auf dem Niveau eines Viertkläßlers bewegende Fähigkeit, Texte zu verstehen, ist absolut nicht notwendig.
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