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Essen (queer.de) - Die anhaltenden Proteste gegen den für Donnerstag geplanten Auftritt des jamaikanischen Dancehall-Sängers Bounty Killer in Essen haben Wirkung gezeigt. Das Konzert am 27. März fällt definitiv aus, teilten die Tourveranstalter um Solid Rock Music mit. Nach dem Jugendzentrum gab nun auch die Weststadthalle dem homophoben Hass-Musiker einen Korb.

Ingo Penkwitt, Chef des Essener Immobilienmanagements, kündigte nach Protesten von Schwulen- und Lesbenorganisationen sowie Berichten in der lokalen Presse am Dienstag den Vertrag mit den Veranstaltern. Zuvor hatten auch Vertreter der Stadt sowie der grüne Bundestagsabgeordnete Kai Gehring bei der Weststadthalle interveniert. Dem Vernehmen nach versuchten die Veranstalter vergeblich, in Wuppertal einen Ausweichort für das Bounty-Killer-Konzert zu finden.

Noch immer nicht abgesagt sind dagegen die Auftritte des Hasssängers am Freitag in München sowie am 9. April in Berlin. Der Münchner Veranstaltungsort Backstage spielt offensichtlich auf Zeit. Auf der einen Seite hatte er sich von einigen Texten Bounty Killers distanziert und eine Erklärung verlangt, dass keine diskriminierenden und beleidigenden Songs zur Aufführung kommen, auf der anderen Seite beschimpft er jedoch auf seiner Homepage die Münchner Abendzeitung, die kritisch über das Bounty-Killer-Konzert berichtet hatte.

Die Berliner Kulturbrauerei wartet unterdessen noch immer auf die geforderte persönliche Distanzierung des Sängers. "Sollte sich der Künstler (...) nicht persönlich im Vorfeld zu den erhobenen Vorwürfen äußern und sich verbindlich davon distanzieren, wird das Konzert von unserer Seite aus definitiv abgesagt werden", hatte die Kulturbrauerei mitteilen lassen.

Auf eine solche Distanzierung dürften die Berliner allerdings recht lange warten: So teilte Solid Rock Music der WAZ mit, sie akzeptierten den Beschluss Bounty Killers, "sich bisher nicht einer öffentlichen Distanzierung anzuschließen, wie es andere Artists in England getan haben". (cw)



20 Kommentare

#1 ManuelAnonym
  • 26.03.2008, 16:22h
  • Bleibt noch das ätzende Konzert von Hass-Sänger "Sizzla" am 19. Mai in der Dortmunder Live-Station. Die Community ruft noch immer zum Protest gegen das Konzert auf!
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#2 weiter machenAnonym
#3 FloAnonym
  • 26.03.2008, 17:54h
  • Schön, dass Essen und Wuppertal offenbar klüger sind als Berlin und München!!

    Und schön auch, dass Politik und Engagement selbst gegen morallose Veranstalter etwas bewirken können.

    "auf der anderen Seite beschimpft er jedoch auf seiner Homepage die Münchner Abendzeitung, die kritisch über das Bounty-Killer-Konzert berichtet hatte."

    Das zeigt, wie die denken. Sie fordern für sich künstlerische Freiheit, wollen aber die Freiheit der Presse nicht akzeptieren, wenn sie ihnen nicht passt. Das zeigt: denen geht es nur um ihren eigenen Verdienst und alles andere ist denen egal.
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#4 LizaAnonym
  • 26.03.2008, 20:43h
  • also das es nicht in wuppertal stattfinden kann ist noch gar nicht geklärt.

    Im UClub in Wuppertal haben auch schon Buju Banton und Sizzla gespielt , trotz homophober Texte!
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#5 gerdAnonym
#6 oh gottAnonym
  • 27.03.2008, 02:34h
  • wer is eigentlich diese lisa??
    die würd auch zu ner veranstaltung gehen, wo joseph goebbels aus "mein kampf" vorlesen würde und vorher versprochen hätte, die bösen stellen wegzulassen ;-)
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#7 Thom_ass1973
  • 27.03.2008, 09:26h
  • hallo queer! ihr seit leider nicht wirklich aktuell! das backstage hat sich dazu entschieden ihn Auftreten zu lassen ...
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#8 MarvinAnonym
  • 27.03.2008, 12:08h
  • Nachdem sich das Backstage jetzt ja ziemlich deutlich für einen Auftritt von Bounty Killer entschieden hat, sollten wir dennoch nicht vergessen das es wichtig ist unsere Meinung dazu zu sagen.

    Bitte geht auch weiterhin auf die Homepage

    www.backstage089.de

    und votet unter "Polls" gegen das Konzert.

    JEDE STIMME ZÄHLT !

    Wer möchte kann gerne auch seine Meinung dazu im Gästebuch hinterlassen. Auch wenn es am Auftritt von Bounty Killer wohl nichts ändern wird, ist es doch wichtig Stellung zu beziehen.

    Bitte keine platten Beschimpfungen, o.ä. das nützt niemanden etwas! Sachliche Kritik ist gefragt.
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#9 gruene.deAnonym
#10 DragonWarriorAnonym
  • 27.03.2008, 13:03h
  • @ liza & reggaefans, ich glaube du/ihr zeig(s)t eine zum teil dramatische verwechslung von ursache und wirkung....

    und ich halte es schon für eine ziemliche dreistigkeit, wenn uns schwulen und lesben von euch hier machenschaften wie im dritten reich vorgeworfen werden...

    wenn sizzla und bounty killer (gegen den jetzt ein einreiseverbot erlassen wurde! - so wie es aussieht platzen also auch die konzerte in münche und berlin) es nicht lassen können, derartigen müll zu verbreiten und ihre distanzierungen nur lippenbekenntnisse sind, die nichts taugen, dann werden wir sie im auge behalten und alles daran setzen, dass sie mit dem müll nicht auch noch geld verdienen...

    versteh mich bitte richtig: es ist mir schweinescheißegal, was diese möchtegernemachomännchen über uns DENKEN...
    die gedanken sind frei... aber wenn sie derartige menschenverachtenden und herabwürdigenden inszenierungen brauchen, um sich männlich zu fühlen (was für mich ein ABSOLUTES ARMUTSZEUGNIS ist!!) dann sollen sie nicht auch noch kohle damit verdienen...

    das gilt für alle musikrichtungen (also auch für G-HOT und Co.)

    wenns bei reggae wirklich um ONE LOVE geht - warum dann nicht DARÜBER singen?? da hab ich wirklich null problem mit...

    und was ich mir von euch reggae-fans wünschen würde ist sicherlich etwas anderes als diese zuckerverschmierte pseudo-toleranz unter deren deckmäntelchen mittlerweile manch unschönes pflänzchen wächst...
    ich würd mir wünschen, dass IHR SELBER an die artists schreibt, an die plattenfirmen und veranstalter, dass ihr so einen mist nicht hören wollt...
    davon bekomm ich aber wenig mit.... wenn ich in den foren lese, wie cool der killer ist und das wir uns nicht so anstellen sollen, wenn ich dann lese "feuer auf babylon", dann wisst ihr offenbar nicht - oder schlimmer noch: dann wollt ihr offenbar nicht wissen - mit was für bildern ihr da arbeitet...

    erwartet also in dieser hinsicht keine nachsicht von uns gegenüber bounty killer und co., solange sie nicht endlich aufhören, den mist zu singen... und zwar nicht nur hier in deutschland.

    wenn der "killer" 90% anderer nicht homophober songs im repertoire hat, sollte das ja kein so großes problem sein, oder? scheints aber doch...
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