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Oregon (queer.de) - Ein Amerikaner , der früher einmal eine Amerikanerin war, ist nach einem Bericht des US-Gay-Magazins "Advocate" in der 22. Woche schwanger sein. Ein Foto auf der Homepage der Zeitschrift zeigt den äußerlich recht maskulin wirkenden Thomas Beatie aus Oregon mit einem dicken Babybauch.

Bereits vor acht Jahren hatte sich die ehemalige Frau einer Brustoperation und einer Hormonbehandlung unterzogen - und wurde damit vor dem Gesetz zum Mann. Die weiblichen Geschlechtsorgane allerdings blieben.

Vor etwa einem Jahr stoppte Beatie gezielt seine Testosteronbehandlung mit der Folge, dass er wieder zu menstruieren begann und empfängnisbereit wurde. Der Grund war der Kinderwunsch des Paares: Beaties Frau Nancy kann nach einer Gebärmutterentfernung nicht mehr schwanger werden. Mit etwas Mühe fanden die beiden einen Arzt, der eine künstliche Befruchtung durchführte.

Der Geburtstermin steht Anfang Juli 2008 an. (cw)



13 Kommentare

#1 AlexTMProfil
  • 27.03.2008, 09:16hKöln
  • Dafür muß man nicht über den großen Teich schauen, um einen schwangeren (Trans-)Mann zu finden, das passiert auch hier schonmal. Allerdings meistens als Unfall bei schwulen Transmännern.
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#2 madridEUAnonym
  • 27.03.2008, 16:18h
  • Skurril ist es schon, wenn sich eine ehemalige Frau, die sich im falschen Körper befand, dann als optisch rein männliches Wesen nun doch wieder ein Kind austragen will, weil sie ihre Geschlechtsorgane behalten hatte. Ein beträchtliches Medieninteresse und Spiessrutenlaufen wird auf dieses Paar zukommen und moralisch-heuchlerische Verurteilungen hageln, auch wenn es ja längst Mode bei "Normalen" ist, sich anonym und künstlich befruchten zu lassen.
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#3 JayAnonym
  • 27.03.2008, 18:40h
  • Aber muss denn immer wieder darauf rumgeritten werden, dass er mal eine "Frau gewesen sei"?
    Er war nie eine, er hatte nur einen als weiblich bekannten Körper.

    Und auch MadridEU: nicht sie, er! Auch wenn er jetzt ein Kind bekommt.

    Klingt für manche vielleicht komisch, aber wenn Mann sonst keine Kinder bekommen kann, wieso nicht? Sperma kann er ja keins Spenden.
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#4 ChrisAnonym
  • 27.03.2008, 20:02h
  • @ Jay.

    Sie bekommt ein Kind. Es ist eine Frau und wird immer im biologischen Sinn eine Frau bleiben, selbst wenn eine geschlechtsangleichende OP folgen würde - ihre Gene kann sie nicht verändern. Ich persönlich finde es ziemlich bizarr und tlw. pervers - schadet sie nicht ausserdem dem Kind, wenn sie bisher Hormone eingenommen hat ?!
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#5 madridEUAnonym
  • 27.03.2008, 20:30h
  • @Jay, die Tatsache, dass ein Mann schwanger ist, weil er mit weiblichen Geschlechtsorganen geboren wurde, kann doch schon mal Verwirrung in der Wahl der Personalpronomen stiften, oder ?
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#6 Tim-ChrisAnonym
  • 28.03.2008, 10:51h
  • @Chris: Du findest es "bizarr und tlw. pervers" das ER so fühlt wie ER fühlt, nur weil ER nicht im biologisch passenden Geschlecht zur Welt kam und keinen biologisch gewachsenen Schwanz samt Eiern besitzt? Weil ER das ausnutzt, was ihm die Biologie fälschlicherweise gegeben hat? Was glaubst du, wie viele Biomänner verdammt neidisch darauf sind und alles geben würden, um einmal selbst eine Schwangerschaft erleben zu können? ER kann es, aufgrund eines biologischen Fehlers, den die Natur ihm beschert hat. Und wenn ER damit glücklich ist, dann hat er auch das verdammte Recht dazu, es zu genießen und zu tun.

    Ehrlich gesagt finde ich es bizarr und absolut pervers, dass es heutzutage immer noch dieses schwarz/weiß Schubladendenken gibt, in das Menschen gesteckt werden.

    Ich bin Transmann, nebenbei biologische MUTTER von 3 Kindern und obendrein noch schwul. Also die absolute Perversität in Persona oder was?
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#7 KonstantinEhemaliges Profil
  • 28.03.2008, 11:19h
  • Zitat: "Ich bin Transmann, nebenbei biologische MUTTER von 3 Kindern und obendrein noch schwul. Also die absolute Perversität in Persona oder was?"

    *Ironie-Modus: AN*
    Voll pervers, ey!
    *Ironie-Modus: AUS*

    Ich finds einfach nur genial! Das ist Queer-Theory in Perfektion! Judith Butler wird begeistert sein!
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#8 DragonWarriorAnonym
  • 28.03.2008, 11:23h
  • @ chris

    hier ist mal der korrekte link zum artikel

    www.advocate.com/exclusive_detail.asp?id=52947&page=1

    daraus geht hervor, dass es dem baby scheinbar prächtig geht...

    und ich denke mit begriffen wie bizarr und pervers sollten wir hier etwas vorsichtiger herumhantieren... ich find die völlig unangebracht.

    insofern gebe ich Tim-Chris völlig recht.
    vermutlich könnte ich mich selbst zu den biomännern zählen, die es klasse fänden, ein kind austragen zu können...

    geht halt nicht...
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#9 madridEUAnonym
  • 28.03.2008, 11:55h
  • Nein @Tim-Chris: Pervers ist die Gesellschaftlich, in die wir hineingeboren wurden und die uns erzogen hat. Es ist an uns, die Launen der Natur zu korrigieren und auch dass wir Schwule oft in gewohnten Schemata denken und handeln, ist dabei nur die Folge der Anpassung an unser "normales" Umfeld, um bloss nicht aufzufallen. Auch in einem Land wie Spanien, wo gesetzliche Homo- und Transengleichstellung überhaupt kein Thema mehr ist, zögere ich noch, meinen Lebenspartner nach fast 40 Jahren zu heiraten aus eben diesem Grunde der uns umgebenden "Normalität" .
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#10 Tim-ChrisAnonym
  • 28.03.2008, 13:20h
  • @madridEU: Eben, das meinte ich mit schwarz/weiß Schubladendenken.
    Rosa von Praunheim hat das 1970 mit dem Titel seines Films ganz gut auf den Punkt gebracht: "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt". Wobei ich zu Homo- auch Transsexuelle zähle und womit er leider auch heute noch immer Recht hat.
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