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Hamburg (queer.de) -Der frühere Hamburger Justizsenator Roger Kusch ist zurück in den Schlagzeilen: In der Hansestadt stellte der homosexuelle Hardliner heute eine "Selbsttötungsmaschine" für Schwerkranke vor.

Kernstück des Automaten ist ein handelsübliches Infusionsgerät, in das zwei Spritzen eingesetzt werden. Sterbewillige Todkranke müssen nur einen Knopf drücken, dann fließt zunächst ein Narkosemittel und kurz darauf tödlich wirkendes Kaliumchlorid in die Venen. Dies dauere insgesamt etwa vier Minuten, sagte Kusch, der Tod trete aber schon früher ein.

Beim allerersten Einsatz der Maschine will der Ex-Senator persönlich dabei sein und möglicherweise auch den Einsatz der Maschine filmen – damit ihm nicht vorgeworfen werden kann, er selbst habe den Knopf gedrückt. Der Jurist rechnet damit, dass es aufgrund seines Engagements für die Sterbehilfe zu einem Strafverfahren gegen ihn kommen wird. Für sein Anliegen hat er sogar einen eigenen Verein "Dr. Roger Kusch Sterbehilfe" gegründet.

Kusch, ein ehemaliger Studienfreund des Hamburger Bürgermeisters Ole von Beust, war von 2001 bis 2006 Justizsenator in der Hansestadt. Im August 2003 wurde er von Innensenator Ronald Schill geoutet, der ihm auch eine Affäre mit von Beust unterstellte. Nach einem Skandal um die Weitergabe vertraulicher Akten aus einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss wurde Kusch von seinem langjährigen Förderer entlassen, trat anschließend aus Protest aus der CDU aus und gründete die neue Partei "HeimatHamburg". Bei den Bürgerschaftswahlen erzielte Kuschs Liste jedoch nur 0,5% der Stimmen und soll im April aufgelöst werden. (cw)



Roger Kusch wegen Totschlags angeklagt

Die Hamburger Staatsanwaltschaft hat den früheren Hamburger Justizsenator Roger Kusch wegen Totschlags angeklagt, weil sein Sterbehilfe-Verein zwei Seniorinnen nicht über Alternativen zum Selbstmord aufgeklärt haben soll.
Sterbehilfe: BBC-Moderator tötete aidskranken Freund

Ein schwuler britischer Journalist hat in einer Fernsehsendung zugegeben, mit einem Kissen einen sterbenden Liebhaber erstickt zu haben.
Roger Kusch leistete Sterbehilfe

Der von Ronald Schill geoutete ehemalige Hamburger CDU-Justizsenator Roger Kusch soll eigenen Angaben zufolge an diesem Wochenende erstmals aktive Sterbehilfe geleistet haben.

23 Kommentare

#1 zinksargAnonym
#2 PoldiAnonym
  • 29.03.2008, 00:15h
  • an alle zinnsargfetischisten: vergessen wir nicht, vor noch nicht all zu langer zeit, brauchten wir in deutschland den "sterbe-tourismus" des reiseanbieters bundeswehr nicht unbedingt beanspruchen.
    staatliche reisebüros im osten der republik haben frei-tickets an entschossene ausgegeben.
    die beschießungsanlagen (440 km selbstschussanlagen, 230 km minenfelder) haben wir erst 1989 abmontiert.
    die frage der legitimität der sterbehilfe läßt sich nicht nach politischer colleur beantworten.
    zinnsärge oder veb-erdmöbel helfen nur bei der beseitigung der unangenehmen folgen.
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#3 stromboliProfil
  • 29.03.2008, 01:08hberlin
  • mein gott ,was für monströsitäten sich in unserer comunity rumtreiben !
    Aber wer seinen röhm hatte, braucht auch den kusch .
    Und warum sollten wir uns von den anderen unterscheiden ; die haben ihre leichen im keller!
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#4 gerdAnonym
  • 29.03.2008, 07:25h
  • Eines muss man Roger Kusch lassen; er wagt sich immer an die wirklich umstrittensten Gesellschaftsthemen heran und läuft dabei dann immer Gefahr, dass er von "allen Seiten gemobbt und verbal niedergeknüppelt" wird.

    Sterbehilfe ist nunmal ein sehr sensbiles und höchst umstrittenes Thema, bei dem auch unsere Kirchen und Religionen alle mitmischen und bei dem es um viel Geld geht, da Pflegeheime und Krankenhäuser von ihren langjährigen bettlägrigen Patienten finanziell "leben".

    Ich persönlich befürworte, wenn Menschen selbstbestimmt und freiwillig, aus dem Leben scheiden können. Ich habe keine Lust, zwanzig Jahre an einem Bett gefesselt zu sein und unter Altersdemenz nicht mehr zu wissen, wer ich überhaupt bin. Da möchte ich lieber vorher aus dem Leben scheiden und nicht als lebender "Zombie" auf der Welt verweilen. Da ich das Thema Alzheimer aus meinem nächsten Umfeld sehr genau kenne, kann ich nur hoffen, dass mir dieses Siechtum eines Tages nicht droht.

    Daher bin ich unter engen Grenzen durchaus für die Möglichkeit, wenn Menschen rechtzeitig aus dem Leben freiwillig und selbstbestimmt scheiden können. Roger Kusch "packt" da ein sehr "heisses Eisen" in unserer Gesellschaft an und schafft sich damit mit Sicherheit auch viele Feinde: gerade in der Gruppe der Lebensschützer und religiöser Eiferer.
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#5 MartinAnonym
  • 29.03.2008, 10:03h
  • "Ich kann mir nicht vorstellen, dass es dem lieben Gott gefällt, dass wir mit Schmerzen sterben müssen." Walter Giller, Schauspieler

    Wer einmal miterlebt hat, wie ein Angehöriger, Freund oder Partner im Krankenhaus zu Tode gepflegt (gefoltert) wurde, der beginnt sich rechtzeitig den Kopf darüber zu zerbrechen, wie er rechtzeitig geräuschlos aus dem Leben scheiden kann.

    Im übrigen sind 81% der deutschen Bevölkerung für Sterbehilfe, 51% würden den Freitod für sich akzeptieren, während die Mehrheit gewählten Volksvertreter (allen voran natürlich die besonders Ethischen und besonders Christlichen von CDU/CSU) (gerne auch mit mit dem verbalen Todschlaginstrument >3. Reich<) mehrheitlich sogar die Debatten darüber blockieren. Allen voran Toupet-Bosbach, der Medienkasper der CDU.

    Statistik zur Akzeptanz der Sterbehilfe:

    www.dghs.de/hintergr/umfrage/%DCbersicht_fr%FChere_DGHS_Umfr
    agen.pdf
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#6 PoldiAnonym
  • 29.03.2008, 11:06h
  • stromboli
    es geht nicht um monströsitäten, sondern darum, dass es keine "politischen vegetarier" gibt.
    sterbehilfe hat so wenig mit der bundeswehr zu tun, wie ein kanarienvogel mit einer kuh.
    und nicht vergessen, leichen im keller halten sich wegen der kühle sehr lange. gott sei dank.
    da behält man die realitäten im auge.
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#7 stromboliProfil
  • 29.03.2008, 11:21hberlin
  • da hat der gute walter giller aber nicht die bibel gelesen... ^^
    der freut sich schon am leid seiner schäfchen. Ohne dies leid, würde ja seine funktion als erlöser wegfallen; wer schaft schon seinen eigenen arbeitsplatz ab?! Bochumer noikia arbeiter... ! Richtig... ten points

    Aber mal zu diesem rechtspopulisten und sein neues wirkungsfeld:
    Mir bereitet es sodbrennen , eine derart zwielichtige person vom rechten rand, in einer so delikaten problematik verwickelt zu sehn!
    Abgesehen , das ich dem mann nicht die fähigkeit zur reflexion bezüglich menschlicher bedürfnisse und rechte zutraue, wie er uns in seiner unrühmlichen amtszeit in HH ja vorgeführt hat und dafür zurecht von seinem ziehfreund beust in die politwüste geschickt wurde (nach schill die 2te wohltat vom neuen strahlemann der cdu) , da wird uns die eigenverantwortung , die wir für uns und unser leben einfordern, komerzialisiert zurückgegeben.
    Daran möchte ich nicht beteiligt sein! Wie ich auch nichts von der dignititat halte! Der wunsch, die möglichkeit und die ausführung soll und muß im privaten entschieden und gelebt werden!
    Zeugenschaft (1 arzt,1ne familienperson und/oder vertrauensperson , eine schriftliche willenbezeugung wenn möglich oder die mündliche vor weiteren zeugen...) für die freiwilligkeit sind die unbedingte voraussetzung um mißbrauch vor zu beugen! Was übrigens den "normalen todeswunsch " ohne krankheitssymthomen mit einschließt!!
    Ansonsten brauchts nur eine normale infusion mit den entsprechenden zusammensetzungen , wie vereinzelte von uns mit trauriger erfahrung ja wissen.

    Aber es wirft ein bild auf die gesellschaft, die einen populisten braucht , um sich auf die ihr zustehende selbstbestimmung zurück zu besinnen. Dafür zahlen wir dann auch noch geld. Die wundersame vervollkommnung des kapitalistischen prinzips...

    Gerd, bei dir wundert mich sehr der verkürzte blick! Nur weil du ( recht hast du wenn es um dein selbstbestimmungsrecht geht) ein angebot zur verwirklichung deiner wünsche siehst, muß du dem hampelman nicht auch noch ehrenkränze winden.... ein wenig distanz zu diesen leuten stände uns gut zu gesicht
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#8 stromboliProfil
  • 29.03.2008, 11:59hberlin
  • poldi, das politiker kanibalen sind, ist mir bekannt. Ich lese und sehe...
    den rest hab ich aber nicht kapiert... lach
    mit dem monstrum ^^ meinte ich nicht dich! , sondern den politheini aus dem hohen norden.
    mißverständnisse zur genüge ausgetauscht?
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#9 BjörnAnonym
  • 29.03.2008, 15:28h
  • Prima! Jetzt hoffe ich nur, Herr Kusch wird die Wirksamkeit dieses Gerätes gleich mal mit Hilfe seines eigenen Körpers demonstrieren! (Kategorie: Zwei Fliegen mit einer Klappe.)
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#10 LukeAnonym
  • 29.03.2008, 15:57h
  • Dieser Herr Kusch war und ist ein Selbstdarsteller vor dem Herrn. Sterbehilfe ist, wie bereits von einigen Vorrednern bemerkt, ein sensibles, heikles und, wie ich finde, sehr intimes Thema und definitiv nicht zur Selbstdarstellung oder den Wahlkampf geeignet. Dazu hat diese Maschine eine auffällige (beabsichtigte?) Ähnlichkeit mit den Hinrichtungsmaschinen in den USA, wo man mit der Giftspritze hinrichtet. Das ist nicht nur morbid, es ist äußerst geschmacklos.

    Eines aber muss ich den Politikern doch zugestehen, immer wenn ich glaube, es geht nicht niveauloser, werde ich eines besseren belehrt.
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