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Das "The Pansy Project" des britischen Aktionskünstlers Paul Harfleet kommt Anfang April nach Berlin

Von Carsten Weidemann

Rund um den Sophie-Charlotte-Platz in Berlin-Charlottenburg will der britische Aktionskünstler Paul Harfleet am 2. April Stiefmütterchen pflanzen. Mit seinem "Pansy Project" macht der Aktionskünstler seit drei Jahren an Orten, an denen schwule Männer Opfer von Übergriffen geworden sind, symbolisch auf Homophobie und Hassgewalt aufmerksam. Die Aktion soll um 14 Uhr mit freiwilligen Passanten durchgeführt werden.

Das Pansy Project ist eine multimediale Konzeptarbeit, die von Paul Harfleet im Frühjahr 2005 entwickelt wurde. Damals hat er begonnen, Stiefmütterchen an Orten zu pflanzen, an denen er selbst wegen seiner Homosexualität verbal oder tätlich angegriffen wurde. Er hat das Projekt allerdings bald allgemein auf Personen, die Opfer homophober Gewalt geworden sind, erweitert. Am Berliner Sophie-Charlotte-Platz waren zwei Schwule am 25. Februar 2007 von jungen Männern angegriffen und verletzt worden. Der eine hatte den Arm um die Schulter des anderen gelegt.

Nach dem Pflanzen fotografiert Paul Harfleet das Stiefmütterchen und versieht es mit einer Bildunterschrift, die den Ort und die Art des Angriffs wiedergibt. Auf diese Weise überdauert das Werk die Lebenszeit der vergänglichen Blumen. Bewusst setzt der Künstler die feinen und fragilen Stiefmütterchen der erfahrenen Gewalt und der Aggression entgegen. Antithetisch stehen die Blumen für Versöhnlichkeit, Schönheit und Verletzbarkeit.

Harfleets Fotografien werden ab dem 4. April 2008 in der Berliner Galerie Tornado am Ostkreuz zu sehen sein. Die Aktion ist in Zusammenarbeit mit MANEO unterstanden, die Schirmherrschaft für die Ausstellung hat Volker Beck übernommen. Mit seinem "Pansy Project" war er zuvor bereits u.a. in London, Manchester, Liverpool und New York.

29. März 2008



#1 MalteAnonym
  • 29.03.2008, 12:54h
  • "Am Berliner Sophie-Charlotte-Platz waren zwei Schwule am 25. Februar 2007 von jungen Männern angegriffen und verletzt worden. Der eine hatte den Arm um die Schulter des anderen gelegt."

    Das sind die Folgen der hasserfüllten Saat, die manche Parteien und manche Kirchen aussäen.
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#2 manni2Anonym
  • 30.03.2008, 09:42h
  • An Malte,

    ich muss Dir zustimmen. Wenn ich den Papst und unsere Politiker der sogenannten "christlichen" Parteien sehe, bekomme ich einen Brechreiz!!!!
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#3 SchorschAnonym
  • 31.03.2008, 19:20h
  • Achtung! Vor Aktivierung des Beißreflex' könnte es ratsam sein, weitere Informationen einzuholen. Vielleicht hatten die jungen Männer einen migrantischen Hintergrund, so dass Papst und "unsere" Politiker durchaus aufhetzungstechnisch unbeteiligt waren. Ich weiß es auch nicht, aber das wäre durchaus nicht unwahrscheinlich.
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#4 antosAnonym
  • 31.03.2008, 19:39h
  • Ungefiltert würde ich jetzt sagen: Was für eine kitschige Scheiße für die üblichen romantischen Gemüter. Ich will gestandene Männer, die rhetorisch gebildet sind, sich rechtlich bestens auskennen und den Mut haben, sich in der Öffentlichkeit zu unseren, meinen und deinen, Rechten zu äußern. Mit Macht! Politisch, wirtschaftlich whatever. Keine Blumenpfanzer und -fotografen.

    Jenun: FILTER AN.
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#6 antosAnonym
  • 01.04.2008, 20:32h
  • FILTER AN

    Jetzt musste ich gerade vor dem Bildschirm sehr laut lachen. [Selten!] Danke.
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#7 FILTER ANAnonym