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Sie sehen gut aus und machen netten Poprock: Stanfour aus dem hohen Norden Deutschlands.

Von Jan Gebauer (blu NRW)

Mit "For All Lovers", dem Song zur aktuellen Staffel der TV-Show "Nur die Liebe zählt", stehen die Jungs von Stanfour in den deutschen Charts. Zeit, sich die Jungs mal näher zu betrachten. Gar nicht übel: Die Newcomer waren bereits mit John Fogerty auf Tour und spielen ab April 2008 als Vorband der Backstreet Boys. Naja, es ist ein weiter Weg von der Creedence-Clearwater-Revival-Legende zu den Teen-Poppern, die mittlerweile ja auch eher auf Gitarren setzen. Das Quartett Stanfour stammt entgegen ihrem massentauglichen Namen von der Nordsee-Insel Föhr. Der Bandname entstand allerdings in einem kalifornischen Starbucks-Café (wie originell). Die gutaussehenden Jungs ließen die 13 Songs ihres Debüts "Wild Life" von Randy Staub (Metallica, Nickelback) abmischen. Allerdings nicht irgendwo, sondern im Studio von Bryan Adams im kanadischen Vancouver. Die Songs verfassten sie größtenteils selbst – allerdings hauptsächlich mit der Unterstützung von prominenten Hitautoren wie dem offen schwulen Desmond Child (Cher, Aerosmith, LeAnn Rimes).

Das klingt wie? Teuer, laut und blitzblank. Ein Hochglanzprodukt, das ungefähr so rockt wie die letzten Alben der Backstreet Boys. Im Pressetext steht dann auch Folgendes: "Das klingt alles gut, es hört sich auch so an, aber wissen die Vier – live um zwei Schweden am Bass und Schlagzeug verstärkt – um die Gefahr, sich kommerziell zu verzetteln?" Darauf die Antwort von Stanfour: "Man kann seine Songs ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr kontrollieren. Zu Beginn ist man froh, wenn Leute überhaupt was gut finden, dann kann es sehr schnell gehen. Aber das wissen wir." Hören tut man es trotzdem nicht. Was nicht heißt, dass Mainstream-Fans durchaus auf ihre Kosten kommen, denn sauber produziert, gut eingespielt und gesungen ist das Album auf jeden Fall. Bestes Songbeispiel: "In Your Arms".

31. März 2008