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Grund: Immer mehr junge Ladyboys lassen sich für umgerechnet etwa 100 Euro die Hoden entfernen, um weiblicher zu wirken.

Von Micha Schulze

Lek hatte lange gespart, bis er endlich 5.000 Baht (etwa 100 Euro) für die Operation zusammen hatte. Ende April, gleich nach den Feierlichkeiten zum thailändischen Neujahrsfest Songkran, wollte sich der 20-jährige Ladyboy aus Phitsanulok in einer privaten Klink in Bangkok die Hoden entfernen lassen. "Mein Traum ist natürlich eine komplette Geschlechtsumwandlung", sagt Lek, "aber die kann ich mir nicht leisten". Die Kastration, so hofft er, mache ihn zumindest "als ersten Schritt deutlich weiblicher als ich es jetzt bin".

Doch aus Leks Operation wird nichts: Ab heute und auf unbestimmte Zeit dürfen in thailändischen Krankenhäusern und Arztpraxen keine Kastrationen mehr durchgeführt werden. Dies hat das Gesundheitsministerium am Dienstag angekündigt. Ärzte, die trotz dieser Anordnung in einer Operation die Hoden eines Mannes entfernen, müssen mit einer Gefängnisstrafe von bis zu einem Jahr und/oder Geldstrafe von bis zu 20.000 Baht (etwa 400 Euro) rechnen.

Mit der Anordnung folgte das Gesundheitsministerium einer Forderung von Thailands Homo- und Transgendergruppen. Laut Natee Teerarojjanapongs von der "Gay Political Group of Thailand" ließen sich in den letzten Monaten immer mehr junge und auch minderjährige Ladyboys von aggressiver Werbung privater Kliniken für die Kastrations-OP beeinflussen. "In der Hoffnung, weiblich zu werden, gehen sie dabei große Gesundheitsrisiken ein." Auch Thailands Ärztekammer verurteilte die Kastration junger Transsexueller als "unethisch". Die Operation könne Hormonwachstum und die körperliche wie geistige Entwicklung stark beeinträchtigen.

Bereits in der vergangenen Woche durchsuchte die Polizei die Büros der Bangkoker Pratunam Kanpaet Clinic, der vorgeworfen worden war, auch minderjährige Ladyboys zu kastrieren. Beweise dafür wurden jedoch nicht gefunden. Nach Angaben des Besitzers der Klinik, Dr. Thep Vejvisit, wurden dort seit 2004 über 500 Kastrationen an Männern über 20 Jahren durchgeführt. Darunter seien auch Patienten aus England, Japan und den USA gewesen, die ebenfalls nur etwa 100 Euro für die Entfernung ihrer Hoden gezahlt hätten.

2. April 2008



#1 seb1983
  • 02.04.2008, 15:42h
  • "Die Operation könne Hormonwachstum und die körperliche wie geistige Entwicklung stark beeinträchtigen."

    Ich fürchte die geistige Entwicklung ist bei disen Männern bereits schwer beeinträchtigt, da können sie sich ruhig auch noch die Eier abschneiden lassen, Hauptsache ich muss für die Folgen nicht zahlen!

    Gibts das auch bei Frauen die sich dafür dann die Brüste etc entfernen lassen?? Naja vermutlich mal wieder das klügere Geschlecht...
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#2 BjörnAnonym
  • 02.04.2008, 17:36h
  • Prima Maßnahme! Treibt die Operationswilligen direkt in die Arme irgendwelcher Quacksalber und Hobby-"Chirurgen" und reduziert damit vermutlich recht schnell die Zahl der "Ladyboys" u.ä.

    Schön, daß sich der Bewußtseinsstand offenbar auch nach Jahrzehnten, in denen aus den gleichen Gründen bspw. gegen das Verbot von Abtreibungen argumentiert wurde, nicht wesentlich geändert hat. Außer daß sich die Durchschnittsschwupse, seit SIE hierzulande halbwegs akzeptiert wird, genauso borniert und spießig aufführt wie Mami und Papi (Jeder, der nicht so ist/denkt wie ich, ist doof) - siehe gewisse Kommentare.
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#3 IQAnonym
  • 02.04.2008, 20:01h
  • ...wie kann man einen gesunden Körper zerstören und dafür auch noch zahlen wollen?
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#4 PoldiAnonym
  • 02.04.2008, 23:37h
  • wo nachfrage herrscht, wird das angebot geschaffen.
    diese jungen männer sind "unbewusste" opfer der ausbeutung skrupelloser sextouristen, die mehr und mehr das außergewöhnliche für den orgasmuskick fordern.
    es ist die umgekehrung der bizarren idee, homosexuelle heterosexuell zu machen.
    die bizarren wünsche der barbesucher und freier aller sexueller coleur sichern zumindest auf diese weise dem jungen eine finanziell sorglosere und möglicherweise ein paar jahre längere zukunft in einer unmenschlichen, glamourösen, ach so toleranten sexuell stimmulierten gesellschaft, die von der überwiegenden mehrheit "mildtätiger" urlaubsheimkehrer aus fernost so voller enthusiasmus beschrieben wird.
    "die jungs haben noch spass an der arbeit".
    aber: es ist der hunger und nicht der apettit.
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#5 stefanoAnonym
#6 FredAnonym
  • 07.04.2008, 01:25h
  • Die Kastration wurden in den meisten Faellen von privaten Kliniken durchgefuehrt,oftmal auf Wunsch der Eltern. und /oder mit deren Einverstaendniss.
    In serioensen Kliniken wurde die OP schon immer nur nach der Volljaehrigkeit gemacht-

    was jetzt nun fuer alle gilt -unterhalb der Volljaehrigkeit geht nichts mehr.

    Das ist absolut vernuenftig.

    Aerzte welche sich nicht daran halten verlieren sofort ihre Zulassung.

    Eigendlich faellt diese Problematik schon in den Bereich Transgenther und hat mit schwul schon nichts mehr zu tuen.

    Das ist auch die Meinung vieler politischer
    oder Hilfgruppen hier ,wie Rainbowe Sky usw.

    Fred in Bangkok
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#7 InsiderAnonym
  • 18.12.2009, 01:13h
  • Dr. V*jvs*t und Dr. Sapr*n machen es doch trotzdem, dass weiss jeder. Die schmieren die Polizei und bleiben frei. Bananen-monarchie. Das schlimme ist die meisten jungen Ladyboys wissen garnicht was die Kurfuscher da anrichten und beschützen diese....
    Es ist nichts leichter als in Thailand als Arzt zu praktizieren und sich für 100$ die Versuchskanninchen in die Praxis zu locken. Das die beiden Doc´s nebenberuflich als Rechtsanwälte (eine Etage über der Arztpraxis) praktizieren und nur halbtags als Arzt arbeiten "müssen" scheint in Thailand eher positiv als negativ gesehen zu werden.
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#8 WaltherAnonym
  • 15.02.2010, 20:50h
  • Ich finde das es den Männern die sich kastrieren lassen möchten doch die Entscheidung selbst tragen müssen und nicht von der Gesetzgebung her man vorschreibt. Die Kastration ist schließlich ein Uralter brauch und sollte beibehalten werden. In BRD kostet die Kastration auf wunsch zwischen 1100
    und 3500 Euro so ist es Preislich doch ein sehr großer Unterschied für die selbe Leistung. Es wird sich Trotz ein Verbotes die Kastration an Mann nicht von Gesetzgeber her verhinderm lassen egal wo sich Männer kastrieren lassen möchten. Ich möchte bemerken, das wir eine Gruppe von 60 Männer sind, alle Verheiradet und Kinder haben und uns entschlossen haben das wir alle und der Kastration unterziehen. Die Frauen sind auch alle ohne ausnahme dafür das wir kastriert werden und so sind bereits von uns 15 kastriert. Jeden Monat lassen sich fünf von uns kastrieren. Jetzt am 22 FEB. und dann am 23 März ist Kastrationstag.
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#9 silvertypeAnonym
  • 29.03.2017, 16:25h
  • Antwort auf #8 von Walther
  • würde gerne mehr über eure Aktion erfahren,
    Beweggründe,etzet.
    würde auch gerne eurer Gemeinschaft betreten.
    suche schon lange eine Frau die einen kastrierten
    Mann heiraten möchte.
    lg rudi
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