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Hamburg (queer.de) - Den frisch an den Stimmbändern operierten Tokio-Hotel-Sänger Bill Kaulitz wundert es nicht, dass viele Menschen ihn für schwul halten: "Die meisten haben dieses klischeemäßige Denken: Schminke plus gemachte Haare ist gleich schwul", verriet er in einem Interview mit dem Magazin "Vanity Fair".

Der 18-Jährige sei selbst natürlich hetero: "Ich wollte ja genau das Statement setzen, dass es halt nicht so ist. Jeder kann machen, was er möchte. Das eine muss mit dem anderen nichts zu tun haben." Zu seinem Outfit meinte er: "Der geschminkte Bill ist mir definitiv näher als der naturbelassene. Der ungeschminkte Bill ist für mich wie eine Verkleidung. Wenn ich nicht bekannt wäre, würde ich auch so rumlaufen. Das gehört total zu mir."

Von Sex mit weiblichen Groupies hält Bill Kaulitz allerdings auch nicht viel: "Mich ekelt das ein bisschen an, jeden Abend irgendwen in mein Bett zu lassen, den ich nicht kenne. An dem Punkt bin ich noch nicht. Ich hätte auch gar nicht das Vertrauen, ein Mädchen nur für eine Nacht mitzunehmen. Das einzige Private, was man unterwegs hat, ist ja das eigene Hotelzimmer. Und da jemanden einfach mal so eine Nacht mit schlafen zu lassen – also nee, da wär ich total skeptisch." (cw)



15 Kommentare

#1 SaschaAnonym
  • 02.04.2008, 18:22h
  • Bildet sich hier irgend jemand ernsthaft ein, dass wir es jemals erfahren würden, wenn bei Tokio-Hotel oder einer anderen aktiven "Boy Group" jemand schwul wäre?!

    (Abgesehen von dem unwahrscheinlichen Fall, dass er in flagranti in eindeutiger Pose beim Sex mit einem anderen Boy/Mann erwischt werden würde...Und selbst dann hätte man dafür bestimmt eine ganz plausible, heterokonforme Erklärung!)

    Willkommen in der großen Freiheit des 21. Jahrhunderts - einem Mythos, dem große Teile der schwulen "Community" erfolgreich auf den Leim gegangen sind!
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#2 DortmunderAnonym
  • 02.04.2008, 18:52h
  • Ja, ja,

    ich hatte immer schon den Verdacht,
    dass die ganzen Tunten eigentlich Heten sind,
    die sich nur nicht trauen zu ihrer Heterosexualität zu stehen...

    na, wenigstens singt es nicht mehr...
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#3 gerdAnonym
  • 03.04.2008, 09:01h
  • Die Aussagen von Bill Kaulitz sind gut und sympathisch. Ich glaube ihm, was er da so sagt. Und finde es gut, wenn er hetero ist und so auftritt, wie er es nunmal macht.

    Aber selbst wenn er doch schwul wäre, wäre es für mich okay, wenn er dies noch nicht erzählt. In dem Alter habe ich bei anderen Menschen kein Problem damit, wenn jemand seine sexuelle Orientierung in jungen Jahren noch nicht verrät.

    Sauer bin ich erst über die Klemmschwestern ab Mitte/Ende 20 und älter, die es nicht schaffen, zu ihrer sexuellen Orientierung zu stehen und nach außen immer noch den Hetero "spielen".

    Dies ist in Deutschland heutzutage echt bis Mitte/Ende 20 schaffbar, zu seiner sexuellen Orientierung zu stehen.
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#4 MartinProfil
  • 03.04.2008, 09:22hLübeck
  • gut - es stimmt, dass das outfit nicht gleich ein beweis für homosexualität ist. es gibt ne menge typen im musikbusiness die geschminkt etc. rumlaufen und hetero sind. ich finde bill sehr sympathisch - erotisch oder sexy aber überhaupt nicht. ich bin mir sehr sicher, dass er schwul oder bi ist. nicht wegen des outfits sondern wegen seiner art zu reden, seinen bewegungen, seinen blick und wie er über bestimmte sachen denkt (laut interviews). entweder weiß er selber noch nicht ganz genau, wo seine reise hingeht oder was ich eher vermute, steckt mal wieder die plattenfirma und das management dahinter, da bei einem outing die kleinen mädchen die TH platten nicht mehr kaufen. verrückt aber kleine mädchen sind halt so sch......

    also bill - oute dich und sch.... auf die verkaufszahlen!
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#5 MarkHBAnonym
  • 03.04.2008, 11:48h
  • Wow Jungs! Ihr wisst mal wieder alles besser. Toll. Ihr seid gaaaaaaanz große Spezialisten. Was Ihr immer alles so wisst ist schon echt granatenstark!

    Glückwunsch!
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#6 SaschaAnonym
  • 03.04.2008, 17:36h
  • @MarkBH et al.:

    Ich verweise auf meinen Kommentar #1 - mehr gibt es dazu nicht zu sagen!

    @gerd:

    Es stellt sich die entscheidende Frage, warum es für einen 14- oder 15jährigen Heterosexuellen ganz selbstverständlich ist, seine sexuelle Orientierung offen zu zeigen und für einen jungen Homosexuellen nicht.

    Bei Homosexuellen halten Leute wie du es offenbar für völlig "normal" und gewissermaßen Gott gegeben, dass sie ihre Jugend mit der Verleugnung und Unterdrückung ihrer Homosexualität verbringen.

    Wer schon nicht der angeblichen Norm entspricht, soll gefälligst auch möglichst lange und möglichst hart mit seinem inneren und äußeren Coming Out zu kämpfen haben, nicht wahr?!

    Wirkliche Gleichberechtigung wird es nur dann geben, wenn junge Menschen, die homosexuell empfinden, so früh wie möglich und so aktiv wie möglich bei ihrer Selbstentfaltung unterstützt werden. Dazu gehört zunächst einmal das Gefühl, sich wirklich angstfrei und ohne drohende gesellschaftliche Sanktionen ausprobieren und offen zu seinen Gefühlen stehen zu können.

    Wer sich diese Tatsache einmal vor Augen führt, sollte erkennen, was für eine verheerende Wirkung die aggressive Heteronormativität gerade der kommerziellen Massenmedien auf junge Männer hat. Nicht umsonst ist der Anteil junger Männer, die gleichgeschlechtliche Erfahrungen überhaupt zulassen (und dies anschließend bei einer entsprechenden Studie auch zugegeben) laut jüngsten Forschungsergebnissen seit 1994 leicht und seit den 70er und 80er Jahren sogar deutlich zurückgegangen.

    Daran konnten auch eine "Lebenspartnerschaft" zweiter Klasse und geheuchelte Political Correctness im öffentlichen Leben scheinbar herzlich wenig ändern!
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#7 oh gottAnonym
  • 03.04.2008, 18:19h
  • es ist wissenschaftlich erwiesen (in mehreren studien), dass menschen (heten und schwule) die sexuelle orientierung von dritten mit ziemlicher sicherheit recht schnell erkennen z.b. an gestik, bewegung, sprache usw.. ebenso wie man das alter eines menschen recht zutreffend einschätzen kann, ohne ihn näher zu kennen
    schwule haben da natürlich die meiste übung und lernen ja auch mehr andere schwule kennen, so dass ihre einschätzung in über 70% richtig ausfällt
    und bei einem soooo klaren fall wie bill sag ich mal 100% :-)
    mit gleicher sicherheit hätt ich auch getippt, dass bill noch keine 20 jahre alt ist oder liege ich da auch falsch und er erklärt demnächst, dass er natürlich schon 30 sei, er aber gerüchte verstehe, da er sich ja die haare macht und schminkt wie ein unter 20jähriger :-))))))
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#8 AlexAnonym
  • 04.04.2008, 09:15h
  • "Wenn ich nicht bekannt wäre, würde ich auch so rumlaufen. Das gehört total zu mir."

    Ahahahaha. Ja sicha!
    Naja scheiß drauf. Ist doch total egal was er ist oder nicht?

    Es stimmt zwar schon, dass Schwule andere durchaus erkennen können, aber ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass letzendlich nur Blicke entscheiden.
    Man darf bei dem doch nie vergessen, dass er ein Produkt ist! Und das ist so gemacht wie es ist. Wie der Mensch dahinter ist, ist doch ne ganz andere Frage und ich bezweifle, dass irgendwer ihn mal wirklich privat kennengelernt hat über eine längere Zeit.
    Also was soll die Diskussion?
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#9 Tim-ChrisAnonym
  • 04.04.2008, 12:43h
  • Oh man, hört doch endlich mal auf selbst die verfluchten Hetenklischees über Schwule aktuell zu halten. "So wie der/die aussieht, kann der/die nur schwul/lesbisch/trans/hetero sein." Nur weil Schwule meist einen gewissen Gaydar haben und einen Schwulen erkennen, wenn der einen entsprechend ansieht, ist das noch lange nicht auf jeden Typen umsetzbar, der einen gewissen Stil zeigt. Nur weil ich schwarze Klamotten trage bin ich auch noch lange kein Satanist, genauso wenig wie ich beim Bund bin, nur weil ich Flecktarn Klamotten trage.

    Schaut euch in der Welt doch mal um. Da gibt es den Mitvierziger mit Glatze, Goatee, Piercings, Tattoos, gepflegt und mit Klamotten die in jeder Schwulendisse als Dresscode gelten könnten. Ein Typ, der problemlos zum Beuteschema jeder dritten Schwuchtel zählen könnte und dem jeder zweite unterstellt schwul zu sein, weil er so aussieht, wie er aussieht. Doch der ist stolzer Familienpapa und Hausmann und schiebt seinen eigenen Nachwuchs im Kinderwagen zum Spielplatz.
    Dagegen der Bierbauchschwitzende, Mitvierziger mit schmierigem Shirt, fetttriefendem Haarkranz, Matrosencappy, Bermudas und dunklen Herrensocken in den ausgelatschten Sandalen, der sich beim Familiengrillfest mit Bier volllaufen lässt, eine Weiberzote nach der anderen reißt und schließlich Mutti zu den Original Oberkrainern zum Schunkeln zerrt und dem jede Schwuchtel die verklemmte Spießerhete unterstellen würde und gerade der Typ entpuppt sich als stockschwul.

    Hört endlich auf, die Leute nach schwarz/weiß Schema einzuteilen. Es ist doch schon schlimm genug, dass das die Heten immer wieder tun und uns so in der Abnormität zu halten versuchen. So wie der aussieht, kann er nur dies oder jenes sein. Das ist bescheuert.

    Ehrlich gesagt finde ich es verdammt mutig von dem Jungen in einer Zeit, in der die Jugend auf Raver- und Skaterstyle abfährt, sich betont assig, schlampig und versifft aufführt und alles, was nicht zur Nullbock Einstellung passt verteufelt, eben genau das Gegenteil darzustellen. Trotz des Spotts und der Ablehnung, die ihm immer wieder entgegen schlagen eben zu seinem Stil zu stehen und zu sagen: "Das bin ich und so trete ich auf, egal wer was sagt."

    Wenn er schwul sein sollte wird er es früher oder später sicher mitteilen, jedoch könnte ich mir vorstellen, dass das nicht passieren wird, so lange sich TH noch oben befindet und Millionen weiblicher Teenies ihn und seine Kollegen anschmachten. Was ich ehrlich gesagt aber auch nachvollziehen kann, angesichts der beruflichen Perspektiven, die sie sonst hier in Deutschland hätten.

    Sollte er hetero sein, wäre das erst recht ein Grund, seinen Mut gegen die Heteronormalitäten zu bewundern.

    Und nein, ich bin weder Fan von ihm, noch von TH. Aber mich kotzt dieses Klischeedenken an. Wer so aussieht muss auch so sein, so denken, so handeln....

    Wenn man endlich aufhört die Leute nach Kleidung und Äußerlichkeiten irgendwelchen sexuellen Orientierungen zuzuordnen, sondern sie einfach so nimmt, wie sie sind, werden die Grenzen irgendwann auch endlich verschwimmen und die Orientierung für die Allgemeinheit unwichtig werden und damit auch Homosexualität etwas ganz normal alltägliches, über das sich keiner mehr aufregt. Doch so lange wir selbst immer wieder die Klischees hervorzerren und mit Fingern auf Leute zeigen, weil sie so schön zu dem Klischee passen, wird sich daran auch nix ändern.
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#10 Jens PeterAnonym
  • 05.04.2008, 15:58h
  • ich verstehe die Tokio-Hotel-Kaulitz-Manie nicht, das ist doch irgendwie alles Kinderfickerkacke, wenn man Kinder soooo süüüüß findet, oder haben die vom Tokioter Knabenchor jetzt schon Konfirmation gehabt?
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