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Jetzt neu im Taschen Verlag: "The Complete Kake Comics" von Tom of Finland.

Von Carsten Weidemann

Im Jahr 1965 hatte Tom of Finland die Idee, einen immer wiederkehrende Charakter für seine Comicgeschichten zu entwickeln, den ultimativen "Tom's Man". Das Ergebnis seiner ersten Überlegungen war ein Blondschopf namens Vicky - ein in Finnland recht verbreiteter männlicher Vorname.

Später folgte eine von Tarzan inspirierte Figur, die Jack hieß. 1968 entschied sich Tom schließlich für Kake, einen dunkelhaarigen Ledermann mit Schnauzer, der häufig ein hautenges weißes T-Shirt trug, auf dem sein Motto "Fucker" zu lesen war.

Und so fuhr Kake - wie ein hypermännlicher Missionar der Post-Stonewall-Ära - auf seinem Motorrad in der Gegend umher und trug das Bild vom freien, befriedigenden und ekstatischen Schwulensex in die Welt hinaus. Tom lebte viele seiner eigenen Fantasien in dieser Figur des Kake aus, und so wurde sie für viele Fans zum Sinnbild all dessen, was wir heute gemeinhin als "Gay Clone Look" der 1970er bezeichnen.

Zwischen 1968 und 1986 veröffentlichte Tom insgesamt 26 Folgen von Kakes Abenteuern, von denen die meisten als 20-seitige Heftchen auf den Markt kamen. Jetzt sind zum ersten Mal alle 26 Einzelgeschichten in einer Ausgabe versammelt und bringen uns die Zeit wieder näher, als Männer noch richtige Kerle, Sex sorgenfrei und ein großer, dicker Schnauzbart ein absolutes Muss waren.

Tom of Finland.: The Complete Kake Comics, hrsg. Von Dian Hanson, Taschen Verlag, Köln 2008,704 Seiten, 19,99 €

2. April 2008



#2 MaxAnonym
  • 06.04.2008, 01:27h
  • Was haben die Videos des Holocaust
    unter dem Beitrag zum Tom of Finland zu suchen?
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#3 stromboliProfil
  • 11.04.2008, 10:04hberlin
  • wohl wegen den bildlichen analogien hin zum SS-fetischismus
    bei tom of finland. Der uniformierte Übermensch!
    Da ist schon was dran, liest man heute littlell' s "die wohlgesinnten".
    die grenzen sind wohl fliesend wie in den vorgestellten videos!
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#4 predigerAnonym
  • 11.04.2008, 12:57h
  • tom of finland hat männer gemalt, die vergnüglichen und beidseitig genussvollen sex miteinander haben. uniformen dienen hier ausschließlich als fetisch, als zeichen von männlichkeit und sexuell besetzter autorität.

    ss-uniformen spielen im frühwerk eine sehr gelegentliche rolle, weil tom viele sexuelle erfahrungen mit in finnland stationierten deutschen soldaten hatte und er deren uniformen einfach geil fand.

    das mit dem holocaust in direkte verbindung zu stellen, ist kompletter unsinn.
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#5 stromboliProfil
  • 11.04.2008, 13:31hberlin
  • kruzifix, denkt ihr eigentlich nie etwas zu ende beim lesen?
    Hab ich ein wort von/zu holocaust etc. geschrieben?
    Ich schreibe von fliesenden übergängen, die sowohl in den videos(frage: was haben die videos unter T.o.Finland zu suchen) als in der beschreibung der erregung beim anblick von uniformen in littell buch zum ausdruck kommen. Wenn ich was explizit zum thema holocaust zu sagen habe, wirst du es lesen können, prediger!
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#6 predigerAnonym
  • 12.04.2008, 12:00h
  • stromboli, dich hatte ich zunächst mal gar nicht angesprochen, sondern mich auf die unkommentierten videos bezogen.

    die fließenden übergänge, von denen du sprichst, die gibt es zweifellos - sowohl bei den leuten, die behaupten, mit fetisch und sm gar nichts zu tun zu haben, aber insgeheim von uniformen und macht fasziniert sind, als auch leider in teilen der lederszene.

    allerdings ist meine persönlich erfahrung, dass die überwiegende mehrheit der lederkerle eine sehr deutliche trennlinie zwischen fetisch und politik zieht, möglicherweise sogar wesentlich bewusster als der gemeine "blümchensexler."

    und für tom of finland gilt dies auf alle fälle. er stellt sexuelles spiel dar, keine reale gewalt. in kaum einem porno wird soviel gelächelt, geküsst und umarmt wie hier.
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#7 stromboliProfil
  • 12.04.2008, 16:53hberlin
  • na dann war es falscher alarm meinerseits...
    auch ich als ledertrine kenne die unterscheidungen als auch die fliesenden übergänge speziel in der flecktarnszene.
    In FFm fand ich mich allerdings in den armen eines eingefleichten neonazis wieder...
    manchmal sollten sie einfach den mund halten!
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