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München (queer.de) - Der Auftritt des jamaikanischen Hassängers Bounty Killer Rodney am vergangenen Freitag im Münchner Backstage wird auch den Stadtrat beschäftigen.

Die Abgeordneten Lydia Dietrich (Grüne) und Thomas Niederbühl (Rosa Liste) erkundigten sich in einer Anfrage, warum sich der Musiker trotz Einreiseverbot in Deutschland aufgehalten hat, ob das Kreisverwaltungsreferat (KVR) ein Verbot des Auftritts geprüft hat und wie das KVR generell mit volksverhetzenden und zu Straftaten auffordernde Auftritten von Künstlern umgehen will.

"Wer offen gegen Schwule hetzt und zur Gewalt aufruft, darf in München keine Bühne haben", begründete Niederbühl die Anfrage. "Wir erwarten, dass die Stadtverwaltung alle Möglichkeiten ausschöpft um derartige Auftritte zu unterbinden. Die Freiheit der Kunst darf nicht zu verbalen Exzessen gegen Minderheiten missbraucht werden."

Bereits in den zwei Wochen vor dem Auftritt von Bounty Killer hat Rita Braaz nach eigenen Angaben für Rosa Liste versucht, den Veranstalter zu einer Absage zu bewegen. Der Veranstalter war dazu jedoch nicht bereit und begnügte sich mit einer Erklärung des Sängers und seines Managements, dass dieser keine Gewaltaufrufe gegen Schwule auf die Bühne bringt. "Der scheinbare Kompromiss hat nicht getragen", sagte Braaz, die bei dem Konzert anwesend war: "Immer wieder waren die Schimpfwörter für Schwule hörbar. Politisch müssen wir unbedingt bei der Forderung nach Auftrittsverboten für solche Hasssänger bleiben."

Ob das Nachspiel im Stadtrat fruchten wird, zeigt sich spätestens im kommenden Monat: Für den 23. Mai ist in München ein Konzert von Sizzla Kalonji geplant, der in mehreren Songs ebenfalls zum Mord an Schwulen aufruft. (pm)



16 Kommentare

#1 MalteAnonym
  • 04.04.2008, 11:27h
  • "Der Veranstalter war dazu jedoch nicht bereit und begnügte sich mit einer Erklärung des Sängers und seines Managements, dass dieser keine Gewaltaufrufe gegen Schwule auf die Bühne bringt. "Der scheinbare Kompromiss hat nicht getragen", sagte Braaz, die bei dem Konzert anwesend war: "Immer wieder waren die Schimpfwörter für Schwule hörbar. Politisch müssen wir unbedingt bei der Forderung nach Auftrittsverboten für solche Hasssänger bleiben." "

    Das zeigt doch wieder mal, dass es den Veranstaltern und den Reggaetypen nur um Kohle geht: die versprechen, dass es keine homophoben Texte geben wird und dann gibt es sie doch. Deren Aussagen sind keinen Pfifferling wert.

    Kommen sich diese peinlichen Reggaesänger nicht erbärmlich vor, wenn sie heute so und morgen so reden, alles nur um ihre Einnahmen nicht zu gefährden?!

    Da Veranstalter und Reggaesänger nicht bereit sind, sich zu ändern, muss es eben boykottiert und juristisch verboten werden. Dann bekommt man sie beim einzigen, was sie verstehen: GELD!!!

    Da entgegen der Zusicherung des Veranstalters doch gegen Schwule gehetzt wurde, sollte gegen den Veranstalter ebenso wie gegen den Reggaesängr Anzeige wegen Volksverhetzung gestellt werden... Man sollte zumindest die Einnahmen des Konzerst abschöpfen und Anti-Gewalt-Projekten zukommen lassen. Dann werden sich die Veranstalter endlich ändern...
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#2 TufirAnonym
  • 04.04.2008, 11:54h
  • Kann man positiv sehen - immerhin relativieren sich damit alle Vorwürfe seitens der Fans, dass man bei abgesagten Konzerten den "Künstler" unbegründet mundtot machen wolle. Gleichzeitig hat man ein Argument gegen weitere Konzerte, das über reine Vermutungen hinausgeht.
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#3 FloAnonym
  • 04.04.2008, 14:43h
  • Diese armen Würstchen sind noch zu feige, um wenigstens zu ihren eigenen Texten zu stehen. Um weiter abzukassieren, versprechen sie alles mögliche und halten sich dann selber nicht dran.... Wie erbärmlich kann man eigentlich noch sein?!

    Und die Veranstalter sind genauso nur aufs Geld aus und versuchen nur durch Scheinausreden ihren Profit nicht zu gefährden!

    Das zeigt, dass Freiwilligkeit nicht funktioniert und man sich auf Versprechungen und Zusagen bei diesen Typen nicht verlassen kann. Es müssen endlich Politik und Justiz aktiv werden und Auftritte und Tonträger dieser Leute verbieten!

    Bei Nazibands kann man das doch auch, aber hier geht es ja wieder mal nur um Schwule...

    Aber bei dieser Bundesregierung fürchte ich, dass wir darauf noch sehr lange warten können...
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#4 LukeAnonym
  • 04.04.2008, 17:39h
  • ""Der scheinbare Kompromiss hat nicht getragen", sagte Braaz, die bei dem Konzert anwesend war: "Immer wieder waren die Schimpfwörter für Schwule hörbar. Politisch müssen wir unbedingt bei der Forderung nach Auftrittsverboten für solche Hasssänger bleiben."

    Oh Überraschung. Hatte ich an dieser Stelle nicht genau das vorher gesagt? Ich hatte vor dem Konzert geweissagt, dass sich der Typ um nichts mehr schert, wenn er erst mal auf der Bühne steht. Das konnte außer mir natürlich niemand ahnen, is klar! Was sagt das über diese 'Künstler' aus? Ganz einfach, sie sind Lügner, die - komme, was da wolle - ihre verquere Einstellung unter die Leute bringen wollen.

    An alle Fans, die sich und ihren 'Künstler' ungerecht behandelt fühlen, selbst Schuld!!! Wer sich weder an Absprachen noch an Gesetze hält, wer Minderheiten mit grenzenlosen Hass überzieht und/oder dieses Verhalten toleriert, hat das Recht verwirkt, auf einer deutschen Bühne zu stehen. Ihr liebe Fans seid, auch wenn ihr das vollkommen anders seht, nicht viel besser. Denn wer sich freiwillig unter das Publikum mischt, sogar dafür bezahlt, der ist nicht besser als der, der die Hasstiraden von sich lässt. Mit gehangen, mit gefangen!
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#5 RalfAnonym
  • 04.04.2008, 17:47h
  • Man stelle sich vor, was in Deutschland los wäre, wenn ein "Künstler" in seinen Lieder zur Vergasung von Juden aufriefe. Die Ermordung von Schwulen zu fordern, ist in diesem unserem Lande hingegen nicht mal ein Kavaliersdelikt.
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#6 hwAnonym
#7 SaschaAnonym
  • 04.04.2008, 21:01h
  • @Ralf:

    Und schwule Jungs und Männer, deren Identität und ein schwules Coming Out in einer täglichen Serie wie "Alles was zählt" zu bloßen Lachnummern eines heterosexistischen Märchens verkommen zu lassen, gehört praktisch schon zum guten Ton in unserer ach so fortschrittlichen Gesellschaft...

    Wie gesagt: Homophobie beginnt nicht erst, wenn jemand offen zu Gewalt und Diskriminierung aufruft, sondern ist auch dort, wo sexuelle Vielfalt gezielt ausgeblendet wird und beispielsweise in den Massenmedien nicht mit dem gleichen Respekt und und in der gleichen Wertigkeit behandelt wird wie heterosexuelle.
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#8 LukeAnonym
  • 04.04.2008, 21:50h
  • @ Sascha

    Entschuldige, ich will nicht Korinthen kacken, aber könnten wir deine 'sexuelle Vielfalt' mit "Sexualität von Homo-, Bi und Transsexuellen" austauschen? Du weißt ja, wie man uns die Begriffe um die Ohren haut. Die ewig Gestrigen behaupten dann wieder wir wollen jedem kranken Hirn (Päderasten und dergleichen) eine Legitimation verschaffen.

    Das, was wir sagen wird bekanntlich auf die Goldwaage gelegt. Aber wie heißt es so schön: Der Staat ist auf dem RECHTEN Auge blind, oder zumindest sehbehindert!!!
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#9 Thom_ass1973
  • 05.04.2008, 01:42h
  • . . . und so liest sich das dann auf der Hompage des Backstage ( klar das wir jetzt wieder die Bösen Unwissenden sind, die alles falsch verstehn und keine Ahnung haben)
    Wenn einer ´ne Sammlung für nen vereidigten Sprachwissenschaftler sammelt der mal die Texte übersetzt bin ich dabei!!!

    ²Auch im Nachhinein geht die "Diskussion" (wir und nicht nur viele, die selbst bei diesem Konzert anwesend wahren empfinden das als Hetzkampagne) über dieses Konzert weiter - leider allerdings eher in Form von weiteren falschen Behauptungen sowohl Ablauf, Inhalte und Stimmung das Konzert betreffend alsauch mit unsachlichen, unwahren und teilweise beleidigenden Anschuldigungen gegenüber dem Backstage im allgemeinen und z.T. persönlich gegen im Backstage Verantwortliche.

    Erstmal doch hierzu kurz:

    Bei diesem Konzert sind von Seiten des Künstlers keinerlei Äußerung gefallen, dass dieser zum Hass oder gar Gewalt gegenüber Homosexuellen oder anderen Menschen aufruft oder dies für gut heißen würde. Vielmehr hat er erklärt, dass seine Texte so nicht zu interpretieren sind! (auch wenn er für sich entsprechende sexuelle Praktiken ablehnt)
    - mehr hierzu wird in Kürze folgen......

    ÜÜbrigens hier nochmal - auch wenns einigen nicht ins Konzept passt - der Begriff "Batty-Boy" bezieht sich nicht nur auf Homosexuelle, bedeutet auch nicht nur abfällig "Schwuchtel" (wie das schon wieder in den Medien fälschlich interpretiert wurde), sondern bezieht sich auf Kerle die Analsex betreiben. Dieser Künstler lehnt wie viele jamaikanische Künstler grundsätzlich u.a. anale und orale homo- wie heterosexuelle Praktiken, ebenso wie Sex mit Kindern oder Tieren oder Prostitution ab. Genauso wie er soziale Ungerechtigkeit, Ausbeutung und Unterdrückung anprangert.

    Apropos "Hasssänger":

    Sowohl bei Bountykiller und den KonzertbesucherInnen konnten wir trotz der angeheizten Stimmung im Vorfeld keinerlei Aggression oder gar Hass verspüren.
    - Woher kommt bloß der viele Hass bei den sog. GegnerInnen des BK-Konzerts oder des Backstage?

    Wir werden auch weiterhin immer eine inhaltliche wie gar moralische Auseinandersetzung vorantreiben und fördern.
    Aber nicht auf der Basis, wie dies u.a. hier bei uns auch auf der Homepage (Gästebuch u. Forum) und in einigen Medien geschieht!

    Wir verzichten jetzt zunächst auf die teilweise unverschämten Anwürfe noch einzeln zu reagieren. Sind aber dabei alle Fakten zu dem gewesenen BK-Konzert zu sammeln und werden demnächst hierzu und auch an dieser Stelle unsere abschließende ausführlichere Stellungnahme abgeben.

    • WIR WEHREN UNS GEGEN DIE DISKRIMINIERUNG UND DÄMONISIERUNG EINER GANZEN MUSIK- U. KULTURSZENE!

    • WIR WEHREN UNS GEGEN EINE MIT FALSCHEN ANSCHULDIGUNGEN, VERDREHUNGEN, BELEIDIGUNGEN UND GAR VERLEUMDUNGEN GEFÜHRTEN ÖFFENTLICHEN PROPAGANDA!

    • WIR WEHREN UNS GEGEN ZENSUR UND DIE NEGIERUNG VON RECHTSSTAATLICHEN PRINZIPIEN! (von Personen und Gruppen, die damit womöglich Ihre eigenen anderen politischen Ziele verfolgen)

    • WIR SETZEN UNS WEITERHIN FÜR EINE TOLERANTE, WELTOFFENE UND FREIE GESELLSCHAFT EIN IN DER DIE ACHTUNG VON MENSCHEN- UND BÜRGERINNENRECHTEN AN OBERSTER STELLE STEHEN!

    • WIR FORDERN EINE SACHLICHE, KRITISCHE, EHRLICHE UND FAIRE DISKUSSION - ANSTATT SCHÄDLICHER HETZKAMPAGNEN!"
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#10 antosAnonym
  • 05.04.2008, 11:11h
  • Backstage und die verfolgende Unschuld:

    "Dieser Künstler lehnt wie viele jamaikanische Künstler grundsätzlich u.a. anale und orale homo- wie heterosexuelle Praktiken, ebenso wie Sex mit Kindern oder Tieren oder Prostitution ab. Genauso wie er soziale Ungerechtigkeit, Ausbeutung und Unterdrückung anprangert."

    Man möchte ihnen fast raten, dass sie mal in ihren eigenen Fachmagazinen lesen, bevor sie über Batty- und Chi Chi-Man-Tunes sprechen.

    Egal, ich freu mich schon auf das nächste coole Konzert:

    www.the-sign-usingen.de/Bandfestival%202001/gro%DF/imm035.JP
    G


    [Christiane Schneider von der Linken erinnert an dieser Stelle daran, dass da ja Khomeini noch lockerer war in Sachen Arschfick, entschuldigt sich aber sofort dafür. Er hatte halt andere Vorlieben gegen "Ungerechtigkeit, Ausbeutung und Unterdrückung"].
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