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Oklahoma City (queer.de) - Mehr als 1.000 Menschen haben am Mittwoch in Oklahoma City für die Politikerin Sally Kern demonstriert. Die Veranstalter sprachen von 2.000 Teilnehmern. Die republikanische Abgeordnete des Regionalparlaments steht seit rund einem Monat in der Kritik, weil sie Homosexualität als größere Gefahr ansieht als den internationalen Terrorismus (queer.de berichtete). Auf der Demo zitierten mehrere Redner Bibelstellen, in denen Homosexualität als negativ dargestellt wird. Einer von ihnen erklärte, er sei selbst schwul gewesen, bevor er Jesus Christus gefunden habe.

Die 61-jährige Kern verteidigt unterdessen ihre umstrittenen Aussagen: "Ich habe während der Wahl gesagt, dass ich eine christliche Kandidatin bin und daran glaube, dass wir uns in einem Kulturkrieg befinden, in dem es um die Existenz der jüdisch-christlichen Werte geht", so Kern, die 2004 erstmals ihren Wahlkreis mit 67 Prozent der Stimmen gewonnen hatte. "Die jetzige Situation zeigt, dass ich Recht hatte. Wir leben definitiv in einem Kulturkrieg."

Homo-Gruppen protestieren seit Wochen gegen eine Rede vor Republikanern, in der Kern erklärte, dass die liberale Haltung gegenüber Homosexualität die Vereinigten Staaten vernichten würde. "Studien zeigen, dass keine Gesellschaft, die Homosexualität vollständig angenommen hat, mehr als ein paar Jahrzehnte überdauert hat", so die ehemalige Lehrerin. (dk)



17 Kommentare

#1 JRAnonym
  • 04.04.2008, 15:13h
  • Ein größeres Symbol für Scheinheiligkeit, wird man so schnell nicht wieder finden! Vielleicht sollte man ihr mal eine Brille aufsetzen, denn sie scheint wirklich sehr kurzsichtig zu sein.

    Diese Frau hat die Homo-Gurke eindeutig verdient.
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#2 SaschaAnonym
  • 04.04.2008, 17:34h
  • Homo-Gurke???

    Ich finde es eher unglaublich, dass solche klerikalfaschistischen Antidemokraten, die Gewalt und Diskriminierung gegen gesellschaftliche Minderheiten befördern, in einem angeblichen demokratischen Rechtsstaat weiterhin frei herumlaufen dürfen.

    Und jetzt möge mir bitte nicht wieder irgend jemand mit "Meinungsfreiheit" kommen:

    Homophobie bzw. direkte oder indirekte Aufrufe zur Diskriminierung sind KEINE "Meinung", sondern ein Verbrechen - zumindest in einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft!
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#3 BjörnAnonym
  • 04.04.2008, 23:49h
  • Die Studien, die Mrs. Kern zitiert, dürften dieselben sein, die herausgefunden haben, daß "Passivrauchen" noch viel, viel schädlicher ist als selbst qualmen.

    Gott schütze Amerika, es führt uns ins Paradies!
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#4 SamuelAnonym
  • 05.04.2008, 12:35h
  • Keine Sorge Sascha, nicht "irgendjemand" kommt Dir mit Meinungsfreiheit, sondern ich.

    Auch wenn es für Dich schwer zu verdauen ist: Gerade freiheitlich-demokratische Gesellschaften unterscheiden nicht zwischen Meinungsäußerungen die dem Sascha gefallen und denen, die voll seinem Klassenstandpunkt entsprechen.

    Eine Meinung ist eine Meinung - egal wie bescheuert, dumm, krank, falsch oder pervers sie für den Einzelnen erscheinen mag.

    Wenn jeder anfängt Meinungen zensieren zu wollen, die ihm nicht passen, gibt es bald keine Meinungsfreiheit mehr.

    Noch was zu Kern: Ja es gibt einen Kulturkrieg: Und Sally verlierst ihn.
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#5 hwAnonym
  • 05.04.2008, 15:21h
  • @ Samuel

    ich bin da auch, wie ein kleiner junge.
    ich relativiere für mein leben gerne.
    erst kommt die seinsfreiheit, dann die wissensfreiheit
    und wenn es gut läuft, die meinungsfreiheit.
    narrenfreiheit haben wir die nächste stunde.

    zum klassenstandpunkt des jungen: 5.

    zählen, messen, wiegen, schätzen...

    www.msnbc.msn.com/id/23926074/

    bist du gut in physik ? wie fällt ein 110 stockwerke hohes haus in 15 sekunden zu boden ?
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#6 SamuelAnonym
  • 05.04.2008, 17:28h
  • @ hw
    Zumindest schreibst Du wie ein kleiner Junge. Unverständlich, ohne Bezug, vollkommen losgelöst von Realität und Sinn.
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#7 hwAnonym
#8 LukeAnonym
  • 05.04.2008, 18:06h
  • @ Samuel

    Das Thema Meinungsfreiheit wird hier ja ganz gern rangeführt und ausgeführt. Aber die ist nicht grenzenlos. Man muss nicht alles aushalten. Die Meinungsfreiheit hat durchaus Grenzen und das hat nichts mit Zensur zu tun.

    Nachzulesen hier:

    de.wikipedia.org/wiki/Meinungsfreiheit

    Fühle ich mich also durch eine geäußerte Meinung diffamiert oder beleidigt, kann das eine strafrechtliche Verfolgung desjenigen, der da seine Meinung kund getan hat, nach sich ziehen.

    Wir rekapitulieren: Mrs Kern setzt Homosexualität nicht nur mit Terrorismus gleich, sie bezichtigt Homosexuelle sogar als Staatsfeinde, die einen liberalen Staat, durch bloße Existenz, vernichten. Damit kriminalisiert sie eine ganze Gruppe, ohne jeglichen Beweis, ohne jegliche Grundlage. In den USA ist das Recht der Meinungsfreiheit noch weiter gefasst als in Europa, doch auch hier hat man Möglichkeiten, sich Angriffen, wie die der Mrs Kern, zu erwehren. Amerikanische Richter können Mrs Kern ihre Grenzen aufzeigen. Sollte eine Klage angestrebt werden, kann die Dame zivilrechtlich eine ganz schöne Bruchlandung hinlegen, vorausgesetzt einige US-Homovereinigungen sind sich mal einig.
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#9 hwAnonym
#10 SaschaAnonym
  • 05.04.2008, 19:21h
  • @Samuel:

    Offenbar hast du wenig Ahnung von politischer Systemtheorie oder überhaupt von den Begriffen, mit denen du da um dich wirfst.

    Wenn jemand direkt oder indirekt zu Diskriminierung oder Gewalt gegen bestimmte gesellschaftliche Gruppen aufruft, ihnen ihr gleichwertiges Existenz- und uneingeschränkt gleiche Bürgerrechte abspricht, dann verstößt er gegen die fundamentalen Prinzipien einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft und richtet sich somit gegen diese selbst.

    Daher handelt es sich in solchen Fällen mit Sicherheit nicht um eine "Meinung", sondern um Volksverhetzung und eine ganz besonders gefährliche Straftat, die auch als solche behandelt und geächtet werden muss.

    Solche Personen sind mitverantwortlich für Diskriminierung und rohe Gewalt in dieser Gesellschaft. Wer das mit "Meinungsfreiheit" zu rechtfertigen versucht, hat die grundlegenden Prinzipien einer demokratischen Gesellschaft und eines demokratischen Rechtsstaates nicht verstanden. Meinungsfreiheit hört da auf, wo Volksverhetzung anfängt. Und diese Grenze müssen wir durch möglichst explizite Antidiskriminierungsgesetze auch sehr deutlich ziehen!
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