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Die zweite Staffel der trashigen TV-Serie "Primeval" kommt ins Fernsehen – ist die Welt noch zu retten?

Von Dennis Klein

In England hat im vergangenen Jahr der Privatsender ITV1 die Fernsehserie "Primeval" als Gegenprogramm zum öffentlich-rechtlichen "Doctor Who" gestartet, in dem inzwischen der "Queer as Folk"-Autor Russell T. Davies die Storys schreibt (queer.de berichtete). "Primeval" ist leichter zugänglich als die BBC-Produktion "Doctor Who": Die Prämisse, dass Zeitlöcher ("Anomalien") überall in der Großstadt London entstehen, durch die Getier aus Vergangenheit und Zukunft schlüpft und die Menschheit bedroht, ist leichter zu verstehen als die in mittlerweile 739 Folgen entwickelte "Doctor Who"-Welt. Auch steht bei "Primeval" die Action eher im Vordergrund, obgleich der typisch britische Humor in jeder Folge durchschimmert, wenn die feschen Helden mit Dinos, Säbelzahntigern oder fiesen Biestern aus der Zukunft kämpfen. Die zweite Staffel startet hierzulande am Montag um 20:15 Uhr auf Pro Sieben.

Während "Doctor Who" im Nachmittagsprogramm des Privatsenders nur schwache Quoten erzielte und schließlich abgesetzt wurde, strahlt Pro Sieben "Primeval" montags zur Hauptsendezeit aus. Immerhin sind die Münchener Co-Produzenten der Serie, die inhaltlich aber vollständig in England spielt. Mit Marktanteilen von durchschnittlich rund zehn Prozent lief die erste Staffel der Serie hierzulande recht solide. In Großbritannien lagen die Marktanteile bei bis zu 30 Prozent.

In der ersten Staffel fing eine kleine Einsatztruppe an, die plötzlich in London auftauchenden Anomalien zu überwachen und eventuell Kreaturen aus Vergangenheit und Zukunft in deren jeweilige Zeit zurückzusenden. Dabei sollte das Auftreten vor der Öffentlichkeit geheim gehalten werden, um Panik zu vermeiden. Angeführt wird das Team vom Uni-Professor Nick Cutter (Douglas Henshall), der im Original mit einem heißen schottischen Akzent überzeugt. Ihm zur Seite stehen sein Assistent Stephen Hart (James Murray), der sich in die zwielichtige Ex-Frau des Professors verguckt hat, sowie der knuddelige Jungspund Connor Temple (Andrew Lee Potts). Dieser übernimmt die Rolle des Geeks und bringt durch schlechten Umgang in der zweiten Staffel die Mannschaft in Gefahr. Er lebt zusammen mit der blonden Zoologin Abby Maitland (Hannah Spearritt), mit der er in gewohnter Seifenopermanier ein Verhältnis aufbaut.

Die sieben Folgen der zweiten Staffel sind düsterer als die der ersten. Zum einen verliert Cutter durch Zeitmanipulation seiner Ex-Frau seine angehende Freundin, die Ministerialbeamtin Claudia Brown – dafür taucht eine ihr aufs Haar gleichende Frau mit etwas anderen Charaktereigenschaften als PR-Mangerin auf, in der er Claudia aber erkennt. Des Weiteren müssen die Hauptfiguren gegen eine Verschwörung von innen kämpfen – und nebenher noch eklige Dinge wie prähistorische Riesenskorpione vom Strand verjagen oder mit Riesenwürmern in einem Hochhaus fertig werden.

Die Handlung ist für Science-Fiction-Verhältnisse recht schlüssig, auch wenn man wie bei anderen Zeitreise-Geschichten nie zu genau darüber nachdenken sollte. Die Spezialeffekte sind in der zweiten Staffel besser als in der ersten – mit den natürlichen Einschränkungen einer TV-Produktion, die aber einen schön schrillen Trash-Faktor verursachen. Wer gerne hübschen Menschen beim adrenalingeladenen Retten der Welt zuschaut, ist bei Primeval bestens bedient. Eine dritte Staffel ist übrigens schon in Arbeit. Das Ende der zweiten Staffel verspricht, dass die Macher das Prinzip von Zeitanomalien weiter auf die Spitze treiben wollen – und Kategorien wie dem Tod, den einen der Hauptfiguren am Ende ereilt, damit ein Schnippchen schlagen könnten.

Primeval, ab 7. April immer montags 20:15 Uhr, Pro Sieben. Auf www.prosieben.de stellt der TV-Sender die "Primeval"-Folgen nach der Ausstrahlung eine Woche lang kostenlos zum Abruf bereit.

7. April 2008



#1 PtolemäusAnonym
#2 :-)Anonym
  • 07.04.2008, 21:37h
  • Ich vermute mal ganz stark, dieser Bericht hat es wegen dem "knuddeligen Jungspund" Andrew Lee Potts auf queer.de geschafft.

    Bleibt nur zu hoffen, dass diese sehr gute aber auch sehr spezielle Fantasy-Serie nicht wie leider viele andere zuletzt bei ProSieben Schiffbruch erleidet. Ich denke im Doppelpack mit Dr. Who wäre sie auch besser aufgehoben gewesen als mit dem US-amerikanschen Scifi-Larifari, was jetzt danach läuft.
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#3 :-?Anonym
#4 MarkusAnonym
#5 BjörnAnonym
  • 08.04.2008, 01:06h
  • Mich interessieren mehr die Anomalien und Monster, die zum Beispiel in der polnischen oder der amerikanischen Politik ihr Unwesen treiben.
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#6 stromboliProfil
  • 08.04.2008, 09:01hberlin
  • ...und ich finde die überschrift falsch:
    riesenarschlöcher bedrohen die menscheit!
    so kann auch die stringtheorie vom schwarzen loch erklärt werden; erst waren es kleine, dann immer grössere... unendlich ~
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