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  • 07. April 2008, noch kein Kommentar

Soft Machine und Adiemus machten Jenkins berühmt. Jetzt hat er ein klassisches Projekt am Start.

Von Carsten Weidemann

Karl Jenkins hat mit seiner neuen Veröffentlichung "Stabat Mater" wieder einmal erfolgreich musikalische Brücken geschlagen. In den 70er Jahren spielte der klassisch ausgebildete Keyboarder und Komponist bei den mittlerweile legendären Gruppen Soft Machine und Ian Carrs Nucleus, die die unterschiedlichen musikalischen Kosmen wie Jazz, Rock und Klassik innovativ vereinten. Zuletzt arbeitete er an Mike Oldfields neuen Album "Music Of The Spheres".

Das "Stabat Mater", die hoch emotionale Dichtung aus dem Mittelalter, hat schon immer Komponisten aller Jahrhunderte fasziniert. Wenn man so will, die jeweiligen Stars ihrer Zeit: Vivaldi, Rossini, Verdi und Dvorák - aber auch Zeitgenossen wie Poulenc und Penderecki haben Meisterwerke über die Muttergottes zu Füßen ihres gekreuzigten Sohnes geschaffen.

New-Classics-Star Jenkins, der mit dem Mega-Hit "Adiemus" in den 90er Jahren Millionen Singles und Alben verkaufte (weltweit 17 Gold- und Platin-Awards), geht mit seiner Adaption von "Stabat Mater" noch weiter. Mit beeindruckender Leichtigkeit verbindet er wie schon in seinem weltweit erfolgreichen Requiem oder dem zu Zeiten des Kosovo-Konfliktes komponierten Anti-Kriegs-Werk "The Armed Man - A Mass for Peace" auf emotionale Weise uralte Texte mit zeitgemäßen Stilmitteln der Klassik. In gekonnt meisterhafter Umsetzung verschmelzt er unter anderem orientalische Rhythmen und gesangliche Tonalitäten mit Chören unseres Kulturkreise ohne in geringster Weise nur annähernd in die Nähe von Kitsch oder elitärer Klassik zu geraten. Nicht zuletzt bringt Jenkins sein "Stabat Mater" durch einen beeindruckenden CD-Sound zum Leben.

Die Uraufführung seines neuen Werkes fand übrigens unter weltweitem Medieninteresse am 15. März 2008 in Liverpool statt, dirigiert vom Komponisten höchstpersönlich.

7. April 2008