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  • 07. April 2008, noch kein Kommentar

Zart, leise und einfühlsam: Newcomerin Melody Gardot bezaubert mit zehn Liedern – direkt aus ihrem "Worrisome Heart".

Von Jan Gebauer

In den USA hat sie soeben den Chartseinstieg geschafft: Melody Gardot (23) ist eine beachtenswerte Newcomerin aus Philadelphia, die aktuell auch Europa erobern will. Ihre Musik ist aus dem Schmerz eines schweren Unfalls geboren, bei dem die Sängerin als 19-jährige erhebliche Kopf- und Beckenverletzungen erlitt. Seither ist sie auf einen Stock beim Gehen und eine dunkle Brille angewiesen, um sich vor zu starker Lichteinwirkung zu schützen. Als sie noch ans Krankenhausbett gefesselt war, hatte ihr Arzt zu einer Musiktherapie geraten. Er war fest davon überzeugt, dass dies ihr kognitives Verhalten nach einem solchen Trauma erheblich verbessern würde. Er sollte Recht behalten. Passend zu ihrem Schicksal benannte sie ihr erstes Album "Worrisome Heart", das zehn ruhige Lieder irgendwo zwischen Jazz, weißem Blues und Folk enthält. Fans von Eva Cassidy oder auch Norah Jones dürfen sich auf wohlige Schauer freuen, denn die vornehmlich leisen, introvertierten Songs erinnern an die berühmten Kolleginnen von Gardot.

In den USA wurde "Worrisome Heart" bereits 2006 veröffentlicht. Zwei Jahre arbeitete Gardot hart daran, den Durchbruch in ihrer Heimat zu schaffen. Nun führen sie die Jazz-Hitlisten ganz oben und auch die Pop-200 knackte sie kürzlich. "Ich wollte so viel von mir geben wie nur möglich. Songs wie 'Love Me Like A River Does' erzählen sehr viel von mir, was ich durchmachte, wo ich jetzt bin", sagte die Künstlerin erst kürzlich in einem Interview. Neben ihrem regulären Trio sind etliche Top-Musiker auf dem Debüt vertreten: Gitarrist Jef Lee Johnson (Billy Joel, Aretha Franklin), Organist Joel Bryant (Harry Connick Jr.) und Trompeter Matt Cappy (Jill Scott) seien an dieser Stelle genannt. Und auch im fernen Deutschland beginnt langsam das Interesse an der Musikerin zu steigen, zwei Konzerttermine sind bereits angesetzt: Am 14. Mai wird sie in Berlin (Quatsch Comedy Club) und am 23. Mai in Hamburg (Stage Club) zu sehen sein.

7. April 2008