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  • 08. April 2008, noch kein Kommentar

New York (queer.de) - Ein Zusammenschluss aus 117 Menschenrechtsorganisationen hat ägyptische Ärzte kritisiert, die bei der staatlichen Jagd auf HIV-Positive mitgewirkt haben sollen. Die Polizei des autoritär regierten Landes hat in den vergangenen Monaten wiederholt Positive verhaftet, die dann wegen Homosexualität angeklagt und zu Gefängnisstrafen verurteilt wurden (queer.de berichtete).

Nach Angaben der Human Rights Watch haben Ärzte die Behörden über HIV-Infektionen informiert und damit Verhaftungen erst ermöglicht. "Ärzte müssen sich das Wohlergehen ihrer Patienten auf die Fahnen schreiben und dürfen sich nicht an einer Hexenjagd, die auf Vorurteilen beruht, beteiligen", erklärte Joe Amon, der des HIV-Programm von Human Rights Watch leitet. "Jetzt erinnern mehr als 100 Menschenrechtsorganisationen die ägyptischen Ärzte an ihren Eid, der sie auch dazu verpflichtet, die Privatsphäre ihrer Patienten zu schützen." (dk)