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Christival-Unterstützer werfen Kritikern Repressionen vor – Volker Beck kommt zum Festival-Auftakt nach Bremen.

Von Dennis Klein

Manchen Christival-Veranstaltern wird es wegen der Proteste gegen das in drei Wochen stattfindende evangelikale Jugendfestival bereits mulmig. So hatte Hermann Barth, Chef des Kirchenamtes der Evangelischen Kirche, zunächst Christival-Kritikern wie dem Grünenpolitiker Volker Beck martialisch "Repressionsversuche" vorgeworfen, die zu "Störungen" der Veranstaltung führen sollten – was von einem Polizeisprecher als Übertreibung bezeichnet wurde. Inzwischen bedauerte Barth seinen Ausfall und billigte auch politischen Gegnern wie Beck das Recht auf Protest zu.

Keine Distanzierung von Homoheiler-Thesen

Anlass für den Streit: Der Grünenpolitiker hatte bereits im Januar ein bei Christival geplantes Seminar kritisiert, in dem die Bekehrung von Schwulen propagiert werden sollte. Dieses wurde nach wachsendem öffentlichen Druck – auch von Schirmherrin Ursula von der Leyen – inzwischen abgesagt. Christival hat sich allerdings nicht von den Thesen der Homo-Heilung distanziert – ganz im Gegenteil: So ist weiterhin der Auftritt eines "Wüstenstrom"-Vertreters geplant – die Organisation hat das einzige Ziel, Homosexuelle zur Heterosexualität zu "bekehren". Psychologen werfen den christlichen Homo-Heilern vor, gerade junge Schwule in den Selbstmord zu treiben. Auch der Festival-Vorsitzende hetzt gegen Schwule und Lesben: Roland Werner bezeichnete in Vorträgen und Büchern Homosexualität wiederholt als Symptom einer Persönlichkeitsstörung – betroffene Menschen müssten deshalb behandelt werden.

Bislang ist für den Eröffnungsabend am 30. April eine Demonstration des "antisexistischen Bündnisses NoChristival" geplant. Am Tag zuvor will Volker Beck zu einer von der Grünen Jugend organisierten Podiumsdiskussion nach Bremen kommen, an der auch Annegret Siebe von Pro Familia und der evangelikale Pastor Olaf Latzel teilnehmen.

Evangelische Missionierunngsbestrebungen: "Da klebt Blut dran"

Innerhalb der evangelischen Kirche hat inzwischen eine Debatte um evangelikale Tendenzen eingesetzt. So kritisierte der Pastor Bernd Klingbeil-Jahr von der Bremer Friedensgemeinde die blinde Unterstützung der Bremischen Evangelischen Kirche für das Festival. In der "taz" warnte er vor einer "schwarz-weißen, allzu schlichten Geisteshaltung, denn sie neigt zur Gewalt." Er wandte sich gegen aufkeimende Tendenzen, Nichtgläubige wieder aggressiv zu missionieren. Der Begriff "Mission" könne ohnehin in der heutigen Zeit nicht mehr verwendet werden, da er "im Kolonialismus einfach mit Gewalttaten verbunden ist, da klebt Blut dran". Und wer nach Auschwitz noch für die Judenmission eintrete wie in Bremen die Matthäus-Gemeinde, "der pervertiert den Glauben", so Klingbeil-Jahr.

Trotz der Kritik steht die Führung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hinter dem Festival, Kritik wird lediglich intern geäußert. Auch der EKD-Ratsvorsitzende Wolfgang Huber wird am 2. Mai das Event besuchen. Nach Angaben der evangelischen Nachrichtenagentur idea haben sich inzwischen 14.000 Menschen für die Teilnahme angemeldet.

8. April 2008



HuK kritisiert Christival-Gegner

Die ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) erklärte, der Jugendkongress lasse sich nicht auf das Thema Homosexualität reduzieren.
Polizei nimmt 34 Christival-Gegner fest

Beim Jugendkongress Christival kam es am Wochenende zu kleineren Auseinandersetzungen. Die Seminarleiter bleiben trotz der Kritik hart: Homosexualität sei "heilbar".
Nach Protesten: Christival-Seminar verlegt

Ein Wüstenstrom-Seminar ist nach Protesten von Homo-Aktivisten verlegt worden und findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

61 Kommentare

#1 gerdAnonym
  • 08.04.2008, 17:26h
  • Interessant finde ich dass die EKD jetzt in einer Studie offiziell den Kreationismus ablehnt, der unter "Evangelikalen" gern propagiert wird.

    www.ekd.de/aktuell_presse/news_2008_04_01_2_ekd_text_94.html

    Das Christival wird von Roland Werner und Co inszeniert, um hierdurch kirchenpolitisch Einfluss nehmen zu können. Beliebt sind Roland Werner und Co bei den meisten Bischöfen innerhalb der EKD nicht - ganz im Gegenteil. Aber es wird seitens der EKD-Leitung versucht, die "kleine" aber "laut schreiende" Gruppe der sogenannten Evangelikalen "mit an Bord zu halten". Roland Werner, Pastor Motschmann aus Bremen, Pastor Cochlovius aus Walsrode und Co haben bis heute nicht vertragen, dass sie bei der Einführung der Homo-Ehe in Deutschland "den kürzeren" gezogen haben und ihnen sogar das Bundesverfassungsgericht die Leviten gelesen hat. Für Sie muss es der Horror sein, dass mittlerweile die Homo-Ehe in ganz Nord- West- und Südwesteuropa sich durchgesetzt hat und jetzt sogar Österreich und Irland dies parlamentarisch planen.

    Die Leitung des Christival ist nicht durch Zufall entstanden; wer da genauer hinschaut, weiss wie dort die Personen "miteinander" verwoben sind. Der EKD kann da nur geraten werden, "nach und nach" die Leitung des Christival in die Hände anderer Personen zu legen.
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#2 SebiAnonym
  • 08.04.2008, 18:39h
  • "Der Begriff "Mission" könne ohnehin in der heutigen Zeit nicht mehr verwendet werden, da er "im Kolonialismus einfach mit Gewalttaten verbunden ist, da klebt Blut dran". "

    Dann passt es doch für ein Hass-Festival, das auch Blut an den Händen hat...
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#3 SaschaAnonym
  • 08.04.2008, 22:42h
  • Es ist ein Skandal, dass eine derartige Propagandaveranstaltung, die zweifellos Diskriminierung und Gewalt gegen homosexuelle Menschen befördert und homofeindliche Gesinnungen durch eine perverse Verdrehung wissenschaftlicher Erkenntnisse und gesellschaftlicher Realitäten weiterhin salonfähig machen will, überhaupt geduldet wird - und das auch noch mit kräftiger finanzieller Unterstützung durch den Staat.

    Zahlreiche Verantwortliche und Teilnehmer sind immer wieder durch homophobe Ausfälle in Erscheinung getreten, die in einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft keinen Platz haben und in aller Deutlichkeit geächtet werden müssen. Solche Menschen verachtenden Gesinnungen und Praktiken sind keine "Meinung", sondern Volksverhetzung der übelsten Sorte.

    Deshalb erschließt sich mir auch der Sinn einer "Podiumsdiskussion" nicht, da antidemokratischen, neofaschistischen Gesinnungen nicht noch eine Plattform geboten werden darf.
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#4 Tim-ChrisAnonym
  • 08.04.2008, 23:18h
  • @Mark (falls du hier noch mit liest): dein Therapeut der dich "entschwult" hat heißt aber nicht zufällig Roland Werner, oder?
    Denn sonst müsste ich mir wirklich Sorgen über die Seriosität deiner Psychotherapie machen.
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#5 KonstantinEhemaliges Profil
#6 Tim-ChrisAnonym
  • 09.04.2008, 08:17h
  • Zitat:
    " Konstantin schreibt am 09.04.2008, 07:47:08 Uhr:
    Wo findet man denn Infos zu der geplanten Demo?"

    Das würde mich auch interessieren.
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#7 GerdWSAnonym
  • 09.04.2008, 08:52h
  • Bei dem Vorsitzenden des Christivals handelt es sich um Dr. Roland Werner, nach eigenen Angaben ein "Ex-Schwuler", der mit einer "Ex-Lesbe" verheiratet ist (keine Kinder).

    Seit Jahren hetzt dieser Roland Werner in seinen Büchern gegen Schwule. Er betreut in dem sogenannten "Christus-Treff" in Marburg schwule Männer, die "von der Homosexualität geheilt werden wollen", seine Frau betreut Frauen, die "geheilt" werden wollen....

    Daneben fährt Roland Werner einige Wochen im Jahr auf sogenannten "Traumschiffen" in die Karibik und in andere Urlaubsziele, wo er superreiche christliche Luxuspassagiere seelsorgerisch betreut. Die Reisen werden in evangelikalen Magazinen wie etwa ideaSpektrum angeboten.

    Dieser Roland Werner hat offensichtlich mit seiner Anti-Schwulen-Hetze eine Marktlücke gefunden, wo sich seine Bücher gut verkaufen lassen. Viele evangelikale oder konservativ katholische Eltern, die gerade erfahren haben, dass ihr Sohn schwul ist, kaufen solche Bücher, weil sie sich erhoffen, dass es eine "Heilung" von Homosexualität gibt. Wie gesagt, auch so kann man viel Geld verdienen...
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#8 stromboliProfil
  • 09.04.2008, 09:39hberlin
  • na das kommt mir vor wie die phädopilen, die arbeistplätze in instutitionen mit möglichen kontakt zu kindern suchen. ( siehe priester) ... ; so sind die "geläuterten immer nahe am futterkorb ihrer sehnsüchte^^
    nichts neues; muß man nur auf die ersten klagen wegen sexueller belästigungen warten...

    Meine oma pflegte zu sagen :in der jugend hure, im alter nonne :-))
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#9 stromboliProfil
  • 09.04.2008, 12:28hberlin
  • mal von dieser bescheuerten person werner, mitsamt tittenanhang abgesehen. mal folgende gedanken:
    Wir , die comunity , haben den uns selbstgestellten auftrag der aufklärung und selbstverständlichungsmachung unserer sexuellen entwicklungen und identitäten schmählich in den sand gesetzt. Selbst die jugendgruppen mit unmittelbar empfundener notwendigkeit/betroffenheit ( emanzipatorischem elan!) köcheln auf kleiner flamme vor sich hin, oder schlafen; hoffend, in der "generalen" strategie der vereinnahmung der homos durch ihr eheangebot und zugeständnissen in der versorgungsfrage ( nicht unwichtig !) hoffen, sich um die auseinandersetzung und bestimmung dessen was schwul/lesbisch ist, drücken zu können. Wie sonst das schweigen im walde, wenns um die darstellung und verfälschung schuler identitäten geht. Oder schaut ihr ( jungs) nicht eben diese telenovelas ...?
    Bleibt das deckmäntelchen der altschwestern , die , die füße auf dem kanapee, sich genüßlich die "erfolge ihrer bewegung " löffelweise in den kleinen gierigen mund schieben lassen. Gerontologische folge von Aids oder auch die allgemein gültige reduzierung des politischen anspruches auf veränderung in ein zahlbares system, agenda2010 geschädigter vollidioten!
    Der blick auf das alltägliche wird überlagert mit erfolgs/ niederlagen an ereignissen (sizzla/bushido/kirchen etc.), die eher an eine, erfolgreich durchs dorf getriebene sau-kampagne erinnert , denn an die ursachen aufarbeitende , am beginn der kette(,am coming out (! ) sich abarbeitende betroffenengemeinde !
    ...eine sache die jugendliche zu lösen haben, nicht wir "alten säcke"
    So betrachtet ist die diskussion um jamaikanische hasspropheten ein pyrussieg: Die verinnerlichte ursache wird nach aussen verlegt, die im eigenen land auftretenden verwerfungen immer weniger erkannt und so zum ziel gemeinsamen denkens und handeln! Es sind die alltäglichkeiten die sich summieren und in ihrer gesamtheit einen zunehmend problematischen umgang mit der "hetenumwelt" ausmacht! Und das nicht nur mit ein „paar bekifften rastajüngern oder heileweltschunkelnde jungchristen mit phimose und mastrubationsängsten. Wenn wir uns schon so vehement unseren blick auf den/die ex-schwanzlutscher richten , reklamierent die erklärungen der weltorganisationen der psychiater als gegenbeweis, ist es auch angebracht in den niederungen des alltäglichen seinen blick zu schärfen!
    Die tägliche berieselung mit spassfaktoren ala: pro7; ich zitiere dabei den chefredakteur von BLU , daniel wahl: "In der amvergangenen Montag bei dem ebenfalls nicht gerade als homo-feindlich bekannten SenderProSieben ausgestrahlten Film „Sing mir das Lied und Du bist tot!“ erschoss einer der Indianer seinen tuntigen Stammesbruder mit den Worten „(…)es gibt keine schwulen Indianer!“. Hierzu würde mich persönlich Ihre Meinung sehr interessieren." Oder auch die sendung von RTL AWZ mit ihrer wunderlichen umpolung einer schwulen figur (nein nicht durch Herrn werner !), aber durch willfährige soapschreiberlinge auf der suche nach "anheizenden, aber den "normalbürger nicht überfordernden wischiwaschivorstellungen von coming out als vorübergehendes phänomen! Weitere zweifel an solchem vorgehen wird mit der "zu vermutenden " bisexualität der figur erklärt, ohne allerdings den knaben entsprechend auch sich austoben zu lassen . Da bleiben zweifel an motiv, schachkunde und belegbarkeit der inhalte! Aber, die losgetretene diskussion hin zur gendertheorie hat auch diesen "ausweg" aus dem erklärungsnotstand begünstigt: ist man in der erklärung um die eigene identität unter druck von aussen beliebiger; womöglich auch weil (wieder!) gefahr fürs körperliche wohlbefinden besteht, ist das ausweichen auf den unverdächtigeren status der bi-polarität eine moderne art des „nicht stellung nehmens“! Und eben mit diesem "neuen/alten totschlagsargument" vom suchen nach dem wirklich neuen, wird die notwendige arbeit an der schwulen/lesbichen "baustelle" eingestellt: Ich zitiere noch mal daniel wahl: "Natürlich ist die Story, gerade was die Lovestory von Deniz und Roman, auch kritisch (zu) beäugen. Aber es ist halt eine sehr subjektive Angelegenheit. " und: "Wie das von den Drehbuchautoren gedacht war und ob es da homophobe Tendenzen bei diesen Mitarbeitern gibt ist jedoch völlig spekulativ! Scheinbar sind solche „bisexuelle“ Ausflüge aber gerade sehr beliebt bei den Autoren, schließlich gab es bei GZSZ (andere Produktionsfirma wie AWZ, soweit ich das im Hinterkopf habe) zuletzt eine ähnliche Story mit zwei Frauen. Die beiden Charakteren sind übrigens inzwischen auch wieder zum anderen Ufer geschwommen." AUSFLÜGE !! Was bleibt, sind der zuwachs an lesbischer fanpost an die betreffenden schauspielerinnen! Hier offengesagt frage ich mich, was in unseren/deren köpfen vorgeht?!

    Nochmals (einer) unser(er) szenevordenker:
    "Was meiner Meinung auf jeden Fall ziemlich schief gegangen ist, ist das Marketing bei Sender (umso sträflicher, weil der Verantwortliche selbst schwul ist). Da ist ja in der Tat kräftig mit dem schwulen Outing gespielt und gearbeitet worden. Aber wie es dazu kam können wir natürlich so auch nicht beurteilen. Wusste man es hier nicht besser?" Gäbe es eine bessere antwort auf meine obigen fragen? Und ist abschliesendes zitat von daniel wahl die strategie, auf die wir warten(?): "Einen anderen Anspruch und Sensibilitätserwartung hätte ich natürlich bei einem Format bei dem zukünftigen Gay-Sender „TimmTV“. Da würde ich auch die Messlatte was noch o.k. ist und was nicht geht wesentlich niedriger ansetzen!"
    Wie wärs denn mit stellung nehmen im unmittelbaren anstatt auf szenesender zu setzen?! Draussen steht der zu überzeugende "feind , nicht in der schwuppenTV möglichkeiten. Wir könnten ja mal die macher dieser sendungen fragen, was sie eigentlich für eine soziale kompetenz haben , gleichzeitig aber impertinent sich an schwuler identität vergreifen! Oder gibt es zusammenhänge: Personen (auch schwule, was es um so blamabler macht) die sich was runterwichsen ohne die folgen erfassen zu können! Da wäre neben der vergabe von „szenepreisen ein hinterfragen, mal auch ein klares nein gefordert!
    Wie wärs mit der forderung nach herausgabe des preises wegen mißlungener weiterführung... Einem besoffenen nimmt man ja auch den führerschein wieder weg!!:-)) Warten auf godot im schwul/lesbischen emanzipationsdschungel... (eher wüste!)
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#10 Dr. GemächtAnonym
  • 09.04.2008, 12:54h
  • "strombolis" linkes Geschwafel erinnert mich an einen Loriot-Sketch namens "Filmanalyse". Eine filmische Symbolisierung der Ausbeutung unterpriviligierter Volksschichten durch die besitzende Klasse!

    Ich bin ja selbst schuld, dass ich mir die Grütze bis zum Schluss durchgelesen hab. Das sind fünf Minuten meines Lebens, die ich nie mehr wiederbekomme.

    Jedenfalls kann ich folgende englischsprache Blogs empfehlen, die sich mit Homoheilern und wissenschaftsentstellenden Homohassern auseinandersetzen, ohne dabei mit Queer-, Gender-, Kritische oder sonst irgendeiner Unsinns-Theorie um sich zu werfen.

    www.boxturtlebulletin.com

    www.exgaywatch.com
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