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Köln (queer.de) - Der 16-jährige Benjamin Herd hatte eigentlich schon das Handtuch geworfen und seinen Ausstieg aus der Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" erklärt. Doch Dieter Bohlen holte das jüngste der Talente wieder zurück. Nach einem Krisengespräch zwischen ihm, Benjamin und dessen Mutter ist alles wieder in Ordnung.

Herd hatte sich in der letzten Mottoshow gemobbt gefühlt. Jurymitglied Lasker Bär hatte nach einem gesanglich schwachem Auftritt gemeint: "Benjamin, du nervst". Und Kollegin Anja Lukaseder schob hinterher, seine Leistung sei nur ausreichend für einen Job als Animateur im Urlaubsressort.

Bohlen verriet gegenüber der "Bild"-Zeitung, wie er den Jugendlichen zur Rückkehr bewegen konnte: "Ich habe Benni geraten, nicht aufzugeben. Wie oft haben Leute zu mir gesagt: ‚Dieter, du bist scheiße!‘ Ich bin immer wieder aufgestanden. Wenn Benni weggerannt wäre, würde er sich immer fragen, wie weit er gekommen wäre." (cw)



12 Kommentare

#1 HansAnonym
  • 09.04.2008, 19:14h
  • Wie kann ein Gartenzwerg nur so überheblich, arrogant und einer der größten Selbstdarsteller sein, welche ich schon lange nicht mehr gesehen habe.

    Wenn er wenigstens singen kann könnte ich das alles verstehen.

    Und was soll der Satz: Ich suche mir meine Stylisten jetzt selber aus, damit die mich nicht mehr so schwul anziehen.

    Junge, du hast so einen an der Klatsche und wir werden dich wohl auch so schnell nicht wieder los werden.
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#2 ChrisAnonym
  • 09.04.2008, 19:48h
  • Schade, das er zurückgekommen ist. Ich hätte es besser gefunden, wenn er in der Versenkung verschwunden wäre - was sich ja jetzt ein wenig rauszögert --- aber spätestens in 2 Folgen ist er raus, weil er nicht singen kann ... wieso ist das hier überhaupt ein Thema, findet die Redaktion den Herd toll?
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#3 SaschaAnonym
  • 09.04.2008, 22:16h
  • Und wieder ein absolut typischer Fall dafür, wie die kommerziellen Massenmedien ihre aggressive Heteronormativität und zumindest unterschwellige Schwulenfeindlichkeit vor einem jungen Millionenpublikum zelebrieren! RTL braucht eben aus Quotengründen seinen Teenie-Weiberhelden und drückt dem "Küken" Benjamin diese Rolle ja auch schon seit der ersten Staffel auf. Da wirkte seine Reaktion auf die reichlich aufdringliche und völlig unangebrachte Frage des Morderators nach den weiblichen Fans und "ob da auch schon irgend etwas gelaufen sei" nämlich reichlich abweisend und verunsichert. Aber inzwischen hat er sich wohl die "richtigen" Hetero-Proll-Sprüche zurecht gelegt.

    Aber so ist es in den kommerziellen Medien: Sobald ein junger männlicher Star auftritt, muss er natürlich auch mit Frauengeschichten prahlen können, und falls er das auf Anhieb nicht kann, sucht RTL eben gleich mal eine Freundin für ihn. Oder als der Darsteller des jungen Deniz in der RTL-Soap "Alles was zählt", der dort sein ausführliches schwules Coming Out hatte und sich in einen Mann verliebte, zum "Sexiest Soapstar" gewählt wurde, da hat RTL ihn in der Serie gleich wieder zum Hetero oder doch "wenigstens zum Bisexuellen" bekehrt, und das ganze Coming Out samt schwuler Beziehung verkamen zur Lachnummer eines Hetero-Märchens. Das sind bezeichnende Beispiele für genau die unterschwellige Hetero-Aggression und Homofeindlichkeit in den Massenmedien, der wir endlich in aller Deutlichkeit widersprechen müssen.

    Insbesondere ist es ein Skandal, dass die Verwendung des Begriffes "schwul" als Schimpfwort oder als etwas, wovon man sich (vor allem als junger Mann) abzugrenzen hat, in dieser Gesellschaft weiterhin geduldet oder sogar noch von den Medien befördert wird. Ersetzten wir "schwul" einfach einmal durch z.B. "jüdisch", und schon würde (zu Recht) ein Sturm der Entrüstung durch das Land gehen. Dieselben Heuchler finden es aber ganz "normal", dass eine homophobe Sprache unter jungen Menschen schon fast zum "guten Ton" gehört.

    Wann kommt endlich eine umfassende und breit angelegte nationale Kampagne gegen Homophobie und insbesondere gegen homophobe Sprache in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens (vor allem aber an den Schulen), und warum macht beispielsweise der LSVD dieses Thema nicht endlich zu DEM zentralen Thema, das es ist???
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#4 OliverAnonym
  • 10.04.2008, 11:39h
  • Hätte nicht gedacht, daß man ein einzelnes Wort so überbekommen kann, nur weil man es ständig in penetranter Weise von Sascha untergeschoben bekommt. ^^
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#5 alexMucAnonym
  • 10.04.2008, 12:36h
  • @Chris: Der hat angegeben, er macht seine Ausbildung an einer Wirtschaftsschule unter lauter Mädchen. Na, wenn das kein Grund ist für die Redaktion. Es sind schon ganz Andere als "schwul" verdächtigt wurden.
    Ausserdem ist er der wichtigste Posten für die "werberelevante Zielgruppe", besonders bei der "Zahnspangen-Fraktion". Also eigentlich der wichtigste Werbeträger im Moment, selbst wenn er ins Mikrofon rülpsen würde. Der wird, wie immer gebraucht, bis kurz vor Schluß und dann "entsorgt". War bis jetzt bei jeder Staffel so.
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#6 Kritischer GeistAnonym
  • 10.04.2008, 12:44h
  • @Sascha
    Das böse, böse RTL hat schon letztes Jahr heteronormativ einen Schwulen gewinnen lassen, nur um zu zeigen, dass Schwule billige Flittchen für die Bild-Zeitung sind. Diese Heteronormativität ist erschreckend! Schwule einfach so als Sieger einer Casting-Show zu präsentieren kann nicht hingenommen werden. Böses heteronormatives RTL!
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#7 TufirAnonym
  • 10.04.2008, 14:29h
  • Ja, Sascha, ham wir begriffen - du bist ein Opfer der bösen Heterowelt. Geh in deine Ecke und leide, aber bitte nerv uns nicht damit.
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#8 SaschaAnonym
  • 10.04.2008, 16:05h
  • @ #6 und #7:

    Ausnahmen bestätigen in diesem Fall leider die Regel. Außerdem geht es nicht allein um RTL, sondern um die Gesamtheit der kommerziellen Medien, die bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Fernsehbereich nun einmal einen Marktanteil von über 90% haben.

    Und da "leide" nicht in erster Linie ich, sondern nach zahlreichen sozialpsychologischen Untersuchungen die genannte Zielgruppe junger Menschen ganz erheblich darunter, dass Homosexuelle weiterhin in den meisten Fällen nur als Clowns der Heteros und mit ihrer Identität sowie ihren partnerschaftlichen Beziehungen eben NICHT als gleichwertig und in der gleichen Weise dargestellt werden wie Heterosexuelle.

    Selbstbewusste junge Homo-Männer, die mit ihrer Sexualität ihren Spaß haben und auch in einer partnerschaftlichen Beziehung glücklich sind, kommen da praktisch nicht vor - dabei wären gerade solche Identifikationsfiguren für viele junge Männer, die sich für das eigene Geschlecht interessieren, und überhaupt für eine neue Kultur des Respekts vor der Vielfalt extrem wichtig.
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#9 KonstantinEhemaliges Profil
  • 10.04.2008, 16:11h
  • Zitat Sascha: "Selbstbewusste junge Homo-Männer, die mit ihrer Sexualität ihren Spaß haben und auch in einer partnerschaftlichen Beziehung glücklich sind, kommen da praktisch nicht vor - dabei wären gerade solche Identifikationsfiguren für viele junge Männer, die sich für das eigene Geschlecht interessieren, und überhaupt für eine neue Kultur des Respekts vor der Vielfalt extrem wichtig."

    DAS MÖCHTE ICH BITTE AUCH DOPPELT UNTERSCHREIBEN!!
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#10 LucioAnonym
  • 10.04.2008, 20:21h
  • "Selbstbewusste junge Homo-Männer, die mit ihrer Sexualität ihren Spaß haben und auch in einer partnerschaftlichen Beziehung glücklich sind

    die gibts halt "one in a million" wenn überhaupt.
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