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Köln (queer.de) - Der 28-jährige Fady Maalouf ist seit Oktober 2006 mit einem Mann verpartnert. Das berichtet die "Bild"-Zeitung. Demnach lebt er zusammen mit seinem Lebenspartner in der Nähe von Hamburg ("lila Tapeten, goldene Verzierungen, eine Katze").

Dieter Bohlen erklärte sogleich, dass Fadys Homosexualität dessen Chancen auf einen Sieg nicht verringere: "Das hat man doch bei Mark Medlock gesehen. Es ist viel wichtiger, dass man ehrlich zu seinen Fans ist", so der Pop-Titan.

Probleme könne es aber im Libanon geben, in dem Fady Eltern und Verwandte hat. "Selbst wenn im Libanon bisher niemand von Fadys Ehe mit einem Mann wusste, wird es nun bekannt werden", erklärte Pfarrerin Friederike Weltzien von der Christlichen Gemeinde in Beirut gegenüber der "BamS". "In Deutschland gibt es eine Menge konservativer Libanesen, die wie Spione jede Info über unliebsame Landsleute in die Heimat weitergeben."

Fady sang in der gestrigen Mottoshow "Your Song" von Elton John. Die Jury war von ihm begeistert: "Du überrascht mich jede Show von Neuem. Du wirst in den Mottoshows zum Star", erklärte Schwabenbulle Bär Läsker. Zu Fadys Aussage, nicht "Schnulzensänger" bleiben zu wollen, erklärte er: "Lieber in 'ner warmen Schublade als draußen im kalten Wind".

In vier Staffeln DSDS gewann bislang zwei Mal ein offen homosexueller Kandidat: 2004 entschied Elli Erl das Rennen für sich, 2006 siegte Mark Medlock. (dk)



93 Kommentare

#1 remixbebAnonym
#2 LukeAnonym
  • 13.04.2008, 17:05h
  • Na dann ist ja wohl klar, von wem Mark Medlock abgelöst wird. Der Arme muss dann den Bohlen-Schrott zu Besten geben, der einem auf jedem Programm minütlich um die Ohren geballert wird und einem spätestens nach zwei Tagen zum Hals raushängt. Der Kleine landet nicht in der warmen Schublade, sondern in der Sondermüll-Schublade. Bleibt zu hoffen, dass sich mal irgendeiner dieser 'Superstars' tatsächlich freischwimmt, ohne nervigen Bohlen-Bonus.
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#3 carstenAnonym
#4 JanXAnonym
  • 13.04.2008, 18:23h
  • Nun ja. Wirklich überraschend war das ja wohl nicht ;-) Merkt
    man ja total. Typisch BILD mal wieder: Im Libanon bei seinen
    Eltern könnte es Schwierigkeiten geben. Hinter den Bergen bei
    den sieben Zwergen... Man liest irgendwie raus: Schade, dass
    es hier keine Schwierigkeiten gibt, also schreiben wir mal
    drüber, wo es woanders Schwierigkeiten geben könnte. Den
    Eltern im Libanon kann man eigentlich keinen sinnvollen
    Ratschlag geben, außer versuchen in ein westliches Land
    abzuhauen, wenn es ihnen zu blöd wird. In islamischen Ländern
    ist m.E. eh nix mehr zu retten. Die verändern sich auch nicht.
    Wie ein ruhender See. Kompletter Stillstand. In 1000 Jahren,
    wenn alle schon auf Kolonien im Sonnensystem leben, wird in
    islamischen Ländern immer noch über Homosexualität und
    unverschleierte Frauen diskutiert. Hoffnungsloser Fall.
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#5 SaschaAnonym
  • 13.04.2008, 18:37h
  • Der große Unterschied besteht darin, dass Mark Medlock vom ersten Tag an so selbstverständlich offen und selbstbewusst mit seiner sexuellen Identität umgegangen ist, wie es auch bei jedem Heterosexuellen allgemein üblich ist. Und damit ist und bleibt er leider eine ganz große Ausnahme in einem Geschäft, das ja ach so liberal und modern herüberkommen will, in Wahrheit aber die reaktionärste Hetero-Aggression befördert, die man sich überhaupt vorstellen kann.

    Wer in der Öffentlichkeit steht und sich zum "Superstar" küren lassen will, hat aber nun einmal auch eine besondere gesellschaftliche Verantwortung. Klemmschwesterntum und Verstecker-Mentalität von Homosexuellen mit Minderwertigkeitskomplexen sind eine der wesentlichen Ursachen dafür, dass wir hierzulande derzeit einen gesellschaftlichen Rollback erleben. Daher kann man jede Art der Aufklärung, die mit dieser Einstellung der Betroffenen aufräumt, nur begrüßen!
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#6 SaschaAnonym
  • 13.04.2008, 18:43h
  • PS:

    Wir leben hier angeblich in einem demokratischen Rechtsstaat, so dass es wohl kaum ein Beitrag zu gesellschaftlichem Fortschritt sein kann, die homosexuelle Identität von Menschen zu verleugnen, nur damit nicht irgendwelche kranken, homophoben Leute aufbegehren oder ihre antidemokratischen Gesinnungen offen zu Tage treten.

    Gesellschaftlichen Fortschritt ohne Konfrontation mit den Antidemokraten (und die dürften hierzulande immer noch mehrheitlich deutschstämmig sein) hat es noch nie gegeben.
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#7 KonstantinEhemaliges Profil
  • 13.04.2008, 18:53h
  • Zitat: "In vier Staffeln DSDS gewann bislang zwei Mal ein offen homosexueller Kandidat: 2004 entschied Elli Erl das Rennen für sich, 2006 siegte Mark Medlock. (dk)"

    Alexander Klaws nicht zu vergessen. Obwohl es hier ja um "offen" Homosexuelle geht. Aber wir wollen doch genau sein, oder?

    Ich frage mich jedoch, woher die BLÖD-Zeitung weiss, dass Fady lila Tapeten und eine Katze hat. Die werden doch sicher nicht unbefugt in seine Wohnung eingedrungen sein um die Farbe der Wände auszuspionieren. Daher glaube ich kaum, dass es sich um ein Zwangsouting handelt.
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#8 BjörnAnonym
  • 13.04.2008, 18:56h
  • @ Sascha:

    Ja, der Faschismus steht nicht vor der Tür, er sitzt mir schon auf dem Schoß! Kaum irgendwo auf der Welt geht es für Schwule so schlimm zu wie in Deutschland, und es wird minütlich schlimmer!

    Um aber mal zu Wichtigem zu kommen: Klar könnte das Outing für Fady Probleme geben, klar ist das von BILD gemein. Andererseits: Wenn man sich in solch einen Rummel begibt, muß man sich dessen bewußt sein, daß die Schmutzpresse nicht nur herausbekommen dürfte, daß man in einer Homo-Ehe lebt, sondern das auch noch herausposaunen wird. Diese Lebenserfahrung sollte schon da sein, mit 28.
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#9 REMchenAnonym
  • 13.04.2008, 19:35h
  • @carsten:

    Wenn Du Dich so sehr über den BILD-Artikel empörst, dass Du sogar rechtliche Folgen forderst, dann müsstest Du konsequenterweise auch diesen queer.de-Artikel ablehnen, der das "Zwangs-Outing" genüsslich weiter trägt und breit tritt. Oder?

    Davon abgesehen: Woher willst Du denn so genau wissen, dass es ein Zwangs-Outing war?
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#10 SaschaAnonym
  • 13.04.2008, 22:06h
  • @Björn @REMchen:

    Wenn irgend etwas ZWANGhaft ist, dann das Versteck-Syndrom vieler schwuler Jungs und Männer...
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