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Sacramento (queer.de) - Der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger hat versprochen, gegen ein von christlichen Gruppen angestrebtes Verbot der Homo-Ehe in der kalifornischen Verfassung zu kämpfen. Derzeit versuchen zwei Organisationen, genug Unterschriften für eine Volksabstimmung im November zu sammeln. Diese würde die Ehe als Einheit zwischen Mann und Frau definieren. Derzeit haben bereits 26 US-Staaten einen derartigen Text in ihren Regionalverfassungen.

"Ich werde immer gegen so etwas kämpfen", so Schwarzenegger bei einer Veranstaltung der Log Cabin Republicans, der Schwulen und Lesben in der republikanischen Partei. Die 200 Zuhörer brachen daraufhin in Jubel aus. Eine derartige Verfassungsänderung sei "reinste Zeitverschwendung", erklärte der in Österreich geborene Gouverneur.

Geoffrey Koons von der Homo-Gruppe Equality California erklärte, die Unterstützung Schwarzeneggers sei wichtig, um das Vorhaben zu verhindern. "Wir haben uns darüber gefreut. Wir hatten ihn davor gebeten, klar Stellung zu beziehen", so Koons.

Schwarzenegger hatte sich in den vergangenen Jahren bei Schwulen und Lesben eher unbeliebt gemacht, weil er zwei Mal eine in beiden Kammern des Parlaments beschlossene Öffnung der Ehe durch sein Veto verhindert hat (queer.de berichtete). Der 60-Jährige gilt in der Sache nicht als Gegner der Homo-Ehe, argumentierte aber, dass sich das Parlament damit über einen Volksentscheid aus dem Jahr 2000 hinwegsetze. Damals lehnten die Kalifornier mit klarer Mehrheit die Einführung der Homo-Ehe ab. Da er an die amerikanische Tradition der Basisdemokratie glaube, könne nur das Volk die Öffnung der Ehe beschließen, so Schwarzenegger.

In Kalifornien gibt es seit mehreren Jahren Eingetragene Partnerschaften. Inwieweit diese von einer Verfassungsänderung betroffen wären, hängt von der genauen Formulierung beim Referendum ab. (dk)



Kalifornien: Klage gegen Ehe-Öffnung gescheitert

Der oberste Gerichtshof des Bundesstaates Kalifornien hat am Montag einstimmig einen Antrag von Homo-Gegnern abgelehnt, gleichgeschlechtliche Eheschließungen sofort wieder auszusetzen.
#1 LukeAnonym
  • 14.04.2008, 17:16h
  • Also was denn nun? Dafür oder dagegen? Öffnung der Ehe ja oder nein? Es wäre nicht das erste Mal, dass ein amerikanischer Gouverneur gegen den Willen des Volkes Entscheidungen durch drückt. Für mich ist das ein feiges Verstecken hinter angeblich basis-demokratischen Volksentscheidungen. Diese angeblich so demokratischen Entscheidungen sind gerade bei den Amerikanern derart medien- und stimmungsabhänig, dass sie gar nicht repräsentativ sein können. Ich bin davon überzeugt, würde ein amerikanischer Gouverneur in seinem Bundesstaat offensiv Partei für lesbische und schwule Belange ergreifen und diese dem Volk plausibel darlegen, wäre die Zustimmung für die Eheöffnung weit breiter. Aber dieses Rumgeeiere, weil man keine der Glaubensrichtungen vor den Kopf stoßen will, ist doch zum Kotzen, genau so wie die republikanische Doppelmoral.

    Mal sehen was passiert, wenn Schwarzenegger als Gouverneur-Terminator in den Ruhestand tritt. Wie lange mag es wohl dauern, bis man ihn auf einer Klappe mit einem seiner Fans aus Anfangstagen beim gegenseitigen Abtasten trifft?
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#2 GTAnonym
  • 14.04.2008, 17:46h
  • Schön das Arnie wenigstens ab und zu mal sein Gehirn einschaltet.
    Trotzdem freue ich mich das er in 2 Jahren endlich weg ist vom Fenster. Im Juni 2010 wählen die Kalifornier einen neuen Gouverneur und Arnie darf nicht mehr antreten. Hofentlich gewinnt dann endlich wieder ein Demokrat; im besten Falle einer der beiden extrem homofreundlichen Bürgermeister von San Francisco (Gavin Newsom) oder Los Angeles (Antonio Villaraigosa). Dann würde es in Kalifornien endlich mal wieder richtig vorangehen.
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