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Berlin (queer.de) - Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) veranstaltet am 23. April 2008 den 1. Berliner Kongress "Wertegesellschaft als ökonomischer Faktor". Auf dem Veranstaltung wird ausgerechnet Karl Kardinal Lehmann den einleitenden Vortrag halten. Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) kritisierte, dass die Katholische Kirche als Arbeitgeber selbst Schwule und Lesben diskriminiere (queer.de berichtete).

Die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle, Dr. Martina Köppen, möchte auf diesem Kongress einen "Pakt mit der Wirtschaft" schließen. Denn "der Pakt mit der Wirtschaft ist das zentrale und übergreifende Anliegen der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS)", so steht es auf der Webseite der Behörde.

Eingeladen sind nur ausgesuchte Teilnehmer. Diskussionen mit den Teilnehmern sind nicht vorgesehen. Es gibt lediglich "moderierte Streitgespräche".

Wer trotzdem an dem Kongress teilnehmen will, kann sich über untenstehenden Link registrieren. Die Teilnahme ist kostenlos. (pm)



#1 gerdAnonym
  • 16.04.2008, 14:46h
  • Zunächst einmal zur Person Lehmann: er gehört zu den gemäßigten Kräften innerhalb des katholischen Klerus und ist eher auf der Seite von Kardinal Robert Zollitsch einzuordnen, der erst vor kurzem in einem Spiegelartikel erklärt hat, dass er gegen staatliche Regelungen zur Lebenspartnerschaft nichts einzuwenden hat. Das ist erstmal insofern in Ordnung, auch "wenn es noch nicht das Goldene vom Ei" ist. Es ist schon ein grosser Fortschritt sollten sich katholische, deutsche Bischöfe und Kardinäle mit der in Deutschland eingeführten Lebenspartnerschaft auf Dauer anfreunden. Es wäre gut, wenn die katholische Kirchenleitung die ethische Position der evangelischen EKD übernimmt (Grundsatzpapier "Verantwortung und Verlässlichkeit stärken).

    Lehmann gehört auch nicht zu der Gruppe der "Hardliner unter den katholischen Kardinälen"; wie beispielswiese Kardinal Meissner aus Köln und Kardinal Sterzinsky aus Berlin oder Bischöfe Mixa aus Augsburg oder Müller aus Regensburg

    ABER gleichwohl jahzehntelange bzw. jahrhundertealte Unterdrückung durch die katholische Kirche als Institution gegenüber homosexuellen Menschen läßt es nicht gerade zu, dass ausgerechnet ein katholischer Würdenträger die Eröffnungsrede zum Thema Antidiskriminierung in Berlin hält. Das ist dann eher nicht der geeignete Mann für dieses Thema.
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