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Potsdam (queer.de) - Die Universität Potsdam hat es der schwul-lesbischen Hochschulgruppe "QueerUP" untersagt, anlässlich des CSDs am Samstag eine Regenbogenfahne auf dem Campus zu hissen. Das Präsidialbüro der Uni erklärte das Verbot damit, dass "die Außenwahrnehmung der Hochschule in ihrer Gesamtheit vornehmlich auf hochschulpolitische Themen beschränkt sein sollte". Man wolle die schwul-lesbische Hochschulgruppe aber nicht diskriminieren, so eine Uni-Sprecherin.

Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) und auch die Kommunale Arbeitsgemeinschaft Tolerantes Brandenburg protestierten scharf gegen die Entscheidung. "Die Absage des Präsidiums der Uni Potsdam setzt das falsche Signal", erklärte Carsten Bock von Tolerantes Brandenburg. "Heute sind es nur die Fragen der Akzeptanz und Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben, die hier ausgeklammert werden sollen, nur was wird das Präsidium der Uni Potsdam morgen zum Un-Thema der Hochschule erklären?".

Die CSD-Saison wird am 19. April mit 17 Veranstaltungen in Brandenburg eingeläutet. Schirmherrin der Veranstaltung ist Landessozialministerin Dagmar Ziegler (SPD). Die Regenbogenfahne wird seit mehreren Jahren am Potsdamer Stadthaus von Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) gehisst. (dk)



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18 Kommentare

#1 wolfAnonym
#2 hurra deutschlandAnonym
  • 17.04.2008, 13:03h
  • na klasse, reaktionär bis ins kleinste. wahrscheinlich von irgendsoeiner "c#hristlichen" partei oder einer burschenschaft initiiert.

    aber man kann sich ja beschweren:

    Kontakt

    Universität Potsdam
    Senat
    Birgit Köhler
    Am Neuen Palais 10, Haus 9
    Tel: 0331/977-1732
    Fax: 0331/977-1089
    E-Mail:
    bkoehler@rz.uni-potsdam.de
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#3 NilsAnonym
  • 17.04.2008, 13:21h
  • Eine Universität ist eine Lehranstalt. Damit automatisch politisch neutral!!! Die Regenbogenfahen ist in der öfftl. Wahrnehmung (auch) ein politisches Symbol. Von daher erübrigt sich hier jede Diskussion. Die Fahne hat auf dem Uni-Gelände nichts zu suchen!!!
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#4 wolfAnonym
  • 17.04.2008, 13:32h
  • @ nils
    hier geht es ja gerade um öffentliche wahrnehmung und hat mit politik wenig zu tun, da bekanntlich auch schwule alle parteien wählen !
    aber das problem dürfte wohl eher ein "potsdamer eigentor" sein, wäre nicht das erste.
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#5 JürgenAnonym
  • 17.04.2008, 14:13h
  • Ich glaube nicht, dass man aus dieser Entscheidung gleich eine Diskriminierung oder mangelnden politischen Willen herauslesen sollte.

    Wenn man eine Grundsatzfrage daraus machen will, dann ist es tatsächlich eine Frage der politischen Neutralität: Wenn die Regenbogenflagge (offiziell) gehisst wird, muß die Universität es auch erlauben, wenn der DGB zum 1. Mai beflaggen will, eine türikische Studierenden Gruppe zu deren Nationalfeiertag usw.

    Es spricht wahrscheinlich ja nichts gegen Aktionen studentischer Gruppen vor Ort - die wären dann wohl auch unter der Woche und würden vielleicht ja mehr Studierende erreichen, als wenn am Samstag eine Flagge über einem leeren Gebäude gehißt wird.
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#6 XeveronAnonym
  • 17.04.2008, 14:14h
  • @Nils
    Eine Regeonbogenfahne zu hissen hat nichts mit politischer Neutralität im engeren Sinn zu tun. Bei einem CSD wird nicht für ein politisches Programm demonstriert sondern für elementare Grundrechte. Es kann doch nicht sein, dass man sich hinter politischer Neutralität versteckt und nicht sagt, was gesagt werden muss.

    Die Schweiz definiert sich ja selber auch als neutral. Aber deshalb hält sie ja nicht die Klappe wenn es um Verletzungen von Menschenrechten geht, weil wohl doch die meisten verstanden haben, dass man sich auch mit Schweigen schuldig machen kann.
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#7 TufirAnonym
  • 17.04.2008, 14:16h
  • Nach dem Prinzip "Im Zweifel für den Angeklagten": Wenn sie letztenendes so konsequent sind, dass niemand außer der Uni selbst seine Fahne aufhängen darf, lässt sich wenig dagegen einwenden. Schließlich müssten sie sonst ja anderen Aktivisten erklären, warum sie keine Greenpeace-, Antifa- oder Reichskriegsflaggen aufhängen dürfen. Insofern könnte ich mich mir schon vorstellen, dass man sich da aus dem Reigen möglicher politischer Inkorrektheiten raushalten möchte.
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#8 queerkopf
#9 SaschaAnonym
  • 17.04.2008, 15:54h
  • Tja, so langsam aber sicher nimmt der gesellschaftliche Rollback immer deutlicher sichtbare Formen an!

    Wann wachen wir endlich auf und ändern unser verfehltes Selbstverständnis?

    Übrigens grotesk, dass die betreffende Schwulen- und Lesbengruppe ihre Rechte und Belange ebenfalls kleinredet: "Heute geht es NUR um die Akzeptanz von Schwulen und Lesben, die ausgeklammert werden soll."

    Nicht gerade ein überzeugendes Statement, das aber viel sagt darüber, wie wir mit uns selbst und mit unseren fundamentalen Rechten in dieser Gesellschaft umgehen!
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#10 hwAnonym
  • 17.04.2008, 15:58h
  • vielleicht sollte die hochschulrelevante gruppe die uni mit einem € sponsern. sponsoren gegenüber zeigt man ich doch oft recht aufgeschlossen ?

    man könnte dann noch ein regenbogenbanner in das layout des internetauftrittes einpassen.
    natürlich bin ich unbedingt dafür es eindeutig als sponsoren-logo zu kennzeichnen.

    rückgratlose sesselfurzer

    haben schwule jüdische studenten am "tag von potsdam" schon mal der schwulen opfer der sho gedacht ?
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