Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?8601

Hamburg (queer.de) - Der Lesben- und Schwulenverband hat die Koalitionsvereinbarung zwischen CDU und GAL in Hamburg begrüßt. "Wir sind sehr erfreut über die lesben- und schwulenpolitischen Vorhaben, die in der Hamburger Koalitionsvereinbarung festgeschrieben wurden", erklärte LSVD-Sprecher Manfred Bruns. . "Die schwullesbische Infrastruktur der Hansestadt soll weitere Projektmittel erhalten, ein Jugendzentrum soll eingerichtet werden und das Thema schwullesbische Lebensformen soll Eingang in Schule und Unterricht finden", fasst er die Ergebnisse zusammen.

Der LSVD sei besonders erfreut, dass die CDU bei der Hinterbliebenenversorgung und Beihilfe der Gleichstellung homosexueller Partnerinnen und Partner mit Ehegatten zugestimmt habe und außerdem die Bundesratsinitiative zur steuerrechtlichen Gleichstellung unterstützt. Bislang hat sich die CDU stets gegen eine Gleichbehandlung von Eingetragenen Lebenspartnern im Einkommenssteuerrecht ausgesprochen.

"Wir hoffen nunmehr auf zügige Umsetzung. Zugleich hoffen wir, dass das Hamburger Beispiel positiv auf die gesamte Union ausstrahlt und anderen Bundesländern als Vorbild dient", so Bruns. (pm)



32 Kommentare

#1 gerdAnonym
  • 18.04.2008, 11:55h
  • Der LSVD und Manfred Bruns haben da vollkommen Recht. Aus homopolitischer Sicht ist der Koaltionsvertrag sehr zu begrüßen. Die Anpassung des hamburgischen Landesbeamtenrechts ist sehr gut und damit schliesst Hamburg zu den beiden anderen Stadtstaaten Berlin und Bremen auf. Das Landesrecht in diesen Stadtstaaten ist dann sehr vorbildlich an die Eingetragene Partnerschaft angepasst.

    Ebenso gut finde ich, dass das Bundesland Hamburg im Bundesrat die steuerliche Gleichstellung unterstützen wird. Dies ist das zentrale Thema für homosexuelle Paare und sollte auch das Thema auf allen kommenden CSDs in Deutschland werden.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 stromboliProfil
  • 18.04.2008, 12:54hberlin
  • ..."Aus homopolitischer Sicht ist der Koaltionsvertrag sehr zu begrüßen."
    @gerd, wie wäre es mal mit mehr zurückhaltung in der interpretation: Schreib einfach : aus partnerschaft's interessenpolitischer sicht... , wenn schon politisch mit drinnen stehen soll; das wird der sache schon gerechter. Partnerschaft aber ist kein "homopolitischer anspruch" , lediglich EIN möglicher teilaspekt!
    Und bruns ist nicht mein "vertreter" er ist wenn, dann nur der des lsvd. Insoweit ein mögliche interessenvertretung unter möglichen vielen ohne mandat "für die schwulen zu sprechen!
    Das spreche ich auch parteien oder anderen organisationsformen ab.

    Diese ständige vereinahmung meiner interessen und ihre ausdeutung durch andere , geht mir zuweilen auf den wecker! Diese glatte sprache der berufsdeuter und ehepropagandisten sei ihnen in der verfolgung ihrer (!) ziele zugestanden, aber nicht als allgemeingültige aussage über homopolitik!
    Da gäbe es noch eine menge mehr zu sagen, als von den betroffenen formuliert!!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 gerdAnonym
  • 18.04.2008, 13:13h
  • @stromboli
    Du solltest schon mitbekommen haben, dass der LSVD als überparteilicher (!) Interessensverband seit den 1990er zum bedeutendsten Lobbyverband für homosexuelle Menschen aufgestiegen ist.

    Und ich finde es sehr gut, dass es den LSVD gibt. Denn Gesellschaftsgruppen, die sich nicht organisieren, werden "untergebuttert". Und der Koalitionservertrag im Bereich LGBT-Rechte ist nunmal positiv zu bewerten, soweit es um die Rechte homosexueller Menschen geht. Und dies hat nichts mit irgendeiner parteipolitischen Präferenz bei mir zu schaffen, sondern ergibt sich aus dem Abschnitt im Koalitionsvertrag auf Seite 59, den ich sehr begrüße.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 stromboliProfil
  • 18.04.2008, 13:24hberlin
  • "selbsternannter!" wenn schon , denn schon.
    aber um politisch ansprechbar zu werden , brauchten wir den kleinsten gemeinsamen nenner!
    Was nicht bedeutet, das das kleinste gemeinsame auch aufgelöst werden könnte, wenn die politischen einsichten vorhanden sind!
    So ist nun mal der lauf der dinge.
    Also versteh dich nicht in überschätzung als die schwule denkspitze, seh dich als interessenvertreter "deiner ureigenen interessen". Dann , auf dem boden wieder angelangt, kann man über gemeinsames diskutieren. Und der geruch des biederen, ist dann auch nicht mehr so ins gewicht fallend ; damit kann ich leben!
  • Antworten » | Direktlink »
#5 Georg III.Anonym
#6 stromboliAnonym
#7 Georg III.Anonym
  • 18.04.2008, 16:15h
  • @stromboli:
    nö danke, hab schon einen; wahrscheinlich wärste mir ooch "zu schön"...
  • Antworten » | Direktlink »
#8 FelixAnonym
  • 18.04.2008, 17:12h
  • @ Georg III.
    Herzlichen Glückwunsch, du hast es geschafft, mit einer dümmlichen, unsachlichen unqualifizierten und im übrigen nichts mit dem Thema zu tun habenden Bemerkung eine inhaltliche Diskussion zu beenden.
    Peinlich, echt peinlich, diese Art.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 KarlAnonym
  • 18.04.2008, 20:19h
  • Warum hat die FDP nichts dergleichen in ihren Ländern mit der CDU hinbekommen? NRW, Baden-Württemberg, Niedersachsen?
  • Antworten » | Direktlink »
#10 SaschaAnonym
  • 18.04.2008, 22:17h
  • Ja, eine "schwarz-grüne", spießbürrgerlich-konservativ konstruierte Pseudo-Gleichstellung dürfte in der Tat ziemlich genau dem entsprechen, was der LSVD schon seit Jahren verfolgt.

    Mit dem Erfolg, dass Deutschland in nahezu allen wirklich wichtigen Bereichen (Radikale Reform der Sexualerziehung in den Schulen; breite Antidiskriminierungspolitik, die diesen Namen auch verdient und vor allem junge Menschen im Blick hat; Ächtung und Beklämpfung jeder Form von Homophobie im Alltag und in den Massenmedien) weit hinter andere EU-Länder wie Spanien oder Großbritannien zurückgefallen ist.

    Und mein lieber @Gerd: Es ist eine von den allermeisten Rosarote-Brille-Schwulen konsequent ignorierte, aber rundum zutreffende Tatsache, dass nach jüngeren sozialpsychologischen Studien und Erhebungen Jungs und junge Männer heute weniger Freiheit empfinden, sexuelle Erfahrungen mit dem gleichen Geschlecht zu sammeln als vor 15, 20 oder 30 Jahren, wobei vor allem die heute wesentlich stärkere Beeinflussung durch kommerzielle Massenmedien und Wertesysteme, die zumeist direkt mit einer massiven Heteronormativität verknüpft sind, bei fortgesetzter Ausgrenzung des Themas der sexuellen Vielfalt aus den Sozialisationsräumen junger Menschen eine große Rolle spielt.

    Wo ist da dein hochgelobter Lebenspartnerschafts-"Wir holen Schwule in die spießbürgerliche Mitte und werfen ihnen einen Pseudo-Happen Gleichberechtigung zu" geblieben??? Glaubst du etwa allen Ernstes, dass junge Menschen deshalb weniger Angst vor dem "Anderssein" empfinden oder weniger Gewalt in ihren sozialen Gruppen, die in aller Regel im schulischen Umfeld geformt werden, erfahren???

    Die CDU ist jedenfalls diejenige Partei, die bislang JEDEN Fortschritt in den genannten Bereichen konsequent sabotiert hat, weshalb man die heutigen Lippenbekenntnisse in Hamburg leider nicht wirklich ernstnehmen kann.

    Wie es ein anderer schon sehr treffend formuliert hat: Wenn die Grünen aus purer Machtgeilheit noch nicht einmal die Elbvertiefung verhindern wollten, wie wird es dann um ein Politikfeld stehen, das selbst in ihren eigenen Reihen nur von sehr wenigen Leuten gut durchdacht und zielstrebig vertreten wird???
  • Antworten » | Direktlink »