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Bogotá (queer.de) - Der Oberste Gerichtshof Kolumbiens hat entschieden, dass die Regierung im Rentenrecht Homo-Paare mit Ehepaaren gleichstellen muss. Bereits Ende letzten Jahres hatte das Corte Constitucional geurteilt, dass im Krankenversicherungsrecht gleichgeschlechtliche Paare ebenfalls gleich behandelt werden müssen (queer.de berichtete). Als Grund nannten die Richter das in der Verfassung festgeschriebene Diskriminierungsverbot. Außerdem verstoße die Ungleichbehandlung gegen die Menschenwürde, die auch Teil des internationalen Rechts sei.

Die Richter erklärten aber in ihrer Begründung, dass dadurch nicht automatisch Eingetragene Partnerschaften eingeführt werden müssten. Im Parlament gab es in den letzten Jahren mehrfach Anläufe, die Homo-Ehe zu ermöglichen. Das Vorhaben scheiterte aber stets an Verfahrenstricks in den Ausschüssen. Die katholische Kirche hatte Abgeordnete stets gewarnt, dass ihnen das Abendmahl verwehrt werden könnte, stimmten sie für die Homo-Ehe. Präsident Álvaro Uribe erklärte aber, dass er ein Gesetz zur Einführung von Eingetragenen Partnerschaften unterschreiben würde. (dk)



#1 Tim-ChrisAnonym
  • 21.04.2008, 20:22h
  • Zitat: "Die katholische Kirche hatte Abgeordnete stets gewarnt, dass ihnen das Abendmahl verwehrt werden könnte, stimmten sie für die Homo-Ehe."

    Wie verblendet muss man sein, dass man diesen Sekten-Verein noch immer mit Steuergeldern unterstützt und ihn in Schutz nimmt?
    Das alleine zeigt doch schon mehr als deutlich, mit welcher Überheblichkeit und Selbstgerechtigkeit sich diese Oberchristen in innere Staatsangelegenheiten einmischen und die Einführung von Menschenrechten und Gleichbehandlungsgesetzen durch Erpressung zu verhindern versuchen. Ist das denn nicht Beweis genug dafür, wie viel Verbrechenspotential noch immer in diesen ach so bibelschwörenden, Nachstenliebe predigenden Weihrauchzerstäubern liegt? Und so etwas wird auch noch vom Staat mit der bürgerlichen Zwangsabgabe gefördert.
    Da fragt man sich, weshalb nicht auch gleich noch eine Mafia- oder Racketsteuer eingeführt wird, mit der man die anderen Verbrecherorganisationen unterstützt oder wann man bei Gericht auf den Verbrechenscodex schwören muss? Moralisch käme das doch auf's selbe heraus.
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#2 RalfAnonym
  • 21.04.2008, 21:30h
  • Wenn ich Parlamentsmitgliedern für den Fall eines bestimmten Abstimmungsverhaltens mit einem empfindlichen Übel drohe, werde ich wegen Nötigung eines Verfassungsorgans vor Gericht gestellt. Wieso klagt kein Staatsanwalt diese Bischöfe an?
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#3 Tim-ChrisAnonym
  • 21.04.2008, 22:53h
  • @Ralf: aus dem gleichen Grund, aus dem auch niemand auf die Idee kommt Pope Bene anzuzeigen wegen Aufruf zur Diskriminierung und Aufruf zum Völkermord.

    Eben etwas, das ich ebenfalls nicht nachvollziehen kann.
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