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Der ehemalige italienische Fußball-Manager halt an gefährlichen homophoben Klischees fest.

Von Dennis Klein

Im Profifußball gab es bislang nur einen offen schwulen Sportler: Justin Fashanu war der erste schwarze Fußballer in England, für den eine Ablösesumme über eine Millionen Pfund bezahlt wurde - das war 1980. Zwei Jahre später suspendierte ihn sein Trainer von Nottingham Forest, als er von den Besuchen seines Stars in Schwulenbars erfuhr. Daraufhin wechselte er mehrfach das Team und machte schließlich 1990 seine Homosexualität publik - seine Karriere war damit endgültig gelaufen, er spielte in Kanada und später bei Provinzclubs in England. 1998 verübte er unter mysteriösen Umständen Selbstmord. Wahrscheinlicher Grund: Er war von einem 17-Jährigen der Vergewaltigung beschuldigt worden – Beweise gab es dafür aber nie.

Kein Wunder also, dass sich nach Fashanu nie wieder ein Spieler geoutet hat. Niemand will das Schicksal des Engländers teilen. Dabei ist intern bekannt, dass mehrere Profi-Spieler schwul sind, das aber – teilweise mit Hilfe des Vereins – verschleiern. So wird der Boulevardpresse ein "normales" heterosexuelles Leben vorgespielt, teilweise samt Kind und Kegel.

Dass Schwule sich weiter verstecken müssen, liegt auch an den verantwortlichen Managern, von denen viele homophober sind als der Papst. Einer hat sich nun besonders herablassend geäußert: Luciano Moggi, der bis 2006 alle Fäden im italienischen Fußball in der Hand hielt. Er glaubt nicht nur, dass es im Lande des Weltmeisters keine schwulen Fußballer gibt. Er begrüßt das sogar. Denn der Schwule an sich ist seiner Ansicht zu weich, um im harten Männersport zu bestehen. Außerdem könne den armen anderen Spielern nicht zugemutet werden, mit so jemandem gemeinsam unter der Dusche zu stehen.

Der Mann ist zwar schon im Zwangsruhestand, nachdem er bei der Schiedsrichter-Bestechung erwischt wurde. Gut möglich, dass er nur eine Meinung geäußert hat, die unter seinen Berufskollegen weit verbreitet ist. Dennoch: Dass einer der einst mächtigsten Manager solch alberne Vorurteile zum Besten gibt, ist ein Skandal. Damit verhindert er, dass Fußballer genauso selbstverständlich zu ihrer sexuellen Identität stehen können wie Angehöriger anderer Berufsgruppen. Und er schafft neue Tragödien wie die von Justin Fashanu. Ein solcher Brandstifter verdient damit die Homo-Gurke!

22. April 2008



12 Kommentare

#1 josefAnonym
#2 FloAnonym
  • 23.04.2008, 10:10h
  • Tja, Dummheit gepaart mit Arroganz findet sich immer wieder. Und wenn dann auch noch ein Fußballmacho im Spiel ist...
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#3 BjörnAnonym
  • 23.04.2008, 14:29h
  • Putzig. Der glaubt sicher auch noch immer, daß Frauen im Fernsehen keine Nachrichten verlesen können, weil sie bei schlimmen Meldungen gleich zu weinen anfangen würden.

    Mit diesem Geisteszustand dürfte der Herr demnächst italienischer Ministerpräsident werden. Oder mindestens Minister.
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#4 HampiAnonym
  • 28.04.2008, 04:22h
  • es lässt sich nicht leugnen, dass die meisten Schwuppen zu weich für harten Fussball sind. Oder warum werden harte Männer in der schwulen Welt so verherrlicht? Wohl doch, weil der schwule Mann in sich selbst ein Defizit an echter Männlichkeit verspürt, immerhin gibt es sehr viele feminin wirkende schwule Männer, in deren Blut sich auch leicht ein erheblicher Mangel an muskelbildendem Testosteron nachweisen lässt! Und es gibt doch wohl auch sehr wenige Schwule, die an Brust, Beinen und Rücken stark behaart sind. Allenfalls gibt es Schwule, die sich die männlichen Hormone per Spritzen zuführen, aber echt selten durch hartes Fussballtraining! Die paar schwulen Fussballclubs die es gibt, z.Bsp. in Berlin, beweisen nur, dass auch Schwuppen ganz ordentlich einem Ball nachrennen können, aber kaum mit der geballten Kraft echter Mannesstärke!
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#5 KonstantinEhemaliges Profil
  • 28.04.2008, 08:32h
  • Zitat Hampi: "....immerhin gibt es sehr viele feminin wirkende schwule Männer, in deren Blut sich auch leicht ein erheblicher Mangel an muskelbildendem Testosteron nachweisen lässt! Und es gibt doch wohl auch sehr wenige Schwule, die an Brust, Beinen und Rücken stark behaart sind."

    @ Hampi: Na,hast du wieder Blähungen, die du hier in Form von geistiger Diarrhoe ablassen musst? Selten so einen Blödsinn gelesen! Ich frag mich wirklich, woher du solche Erkenntnisse hast. Bio-Buch von 1939?
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#6 queerdenkerAnonym
  • 28.04.2008, 10:05h
  • @konstantin: Ob das vielleicht andere Ursachen hat? Sind Drogen in der Schweiz legal? Vielleicht hat er beim Kiffen sein Gehirn verloren?
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#7 PupsbärAnonym
  • 28.04.2008, 22:15h
  • Zitate Hampi:
    - "Oder warum werden harte Männer in der schwulen Welt so verherrlicht? Wohl doch, weil der schwule Mann in sich selbst ein Defizit an echter Männlichkeit verspürt"
    - "gibt es sehr viele feminin wirkende schwule Männer, in deren Blut sich auch leicht ein erheblicher Mangel an muskelbildendem Testosteron nachweisen lässt! Und es gibt doch wohl auch sehr wenige Schwule, die an Brust, Beinen und Rücken stark behaart sind. Allenfalls gibt es Schwule, die sich die männlichen Hormone per Spritzen zuführen"

    *GRÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖHL* Oh man, dich habe sie als Baby aber wirklich verdammt oft zu heiß gebadet.
    Ich muss schon sagen, wenn einer was über die Schwule Welt und ihre Akteure weiß, dann bist du das. Du hast aber vergessen zu erwähnen, dass die Schwulen, wenn, dann nur mit aufgeblasenen Wattebällchen spielen, da Lederbälle ja viel zu hart sind und sich die Spieler daran womöglich verletzten könnten, so zart besaitet wie sie dank fehlendem Testosteron sind. Zudem tragen sie beim Spiel niemals Shorts, sondern rosafarbene Tutus, damit sie sich gleich von den "echt männlichen" Spielern unterscheiden...
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#8 Tim-ChrisAnonym
  • 28.04.2008, 22:18h
  • Kann Hampi bitte mal jemand Verstand per Spritze zuführen und ihn in seine Gummizelle zurück bringen, ehe das wirklich noch ins gefährliche ausartet?
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#9 hurra deutschlandAnonym
  • 29.04.2008, 07:09h
  • @tim-chris: Wenn dann richtig, denn da gibts noch so einen kaputten aus St.Pauli. den bitte dann auch.
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#10 Der ErklärbärAnonym
  • 29.04.2008, 14:34h
  • @Hampi
    Ich fürchte, du verwechselst da etwas.

    "immerhin gibt es sehr viele feminin wirkende schwule Männer, in deren Blut sich auch leicht ein erheblicher Mangel an muskelbildendem Testosteron nachweisen lässt!"

    Nein Herzl, das sind nicht die schwulen Männer, sondern die transsexuellen Männer oder der sogenannte Transmann, in deren Blut sich ein erheblicher Mangel an Testosteron nachweisen lässt. Aus diesem Grund wachsen diesen Transmännern mit beginnender Pupertät auch Brüste und sie haben die außergewöhnliche Chance tatsächlich schwanger zu werden. Schwule Männer können das nämlich nicht, eben weil sie selbst zuviel Testosteron produzieren, ihnen dadurch nicht nur die Brüste, sondern sogar die Gebärmutter fehlt.

    "Und es gibt doch wohl auch sehr wenige Schwule, die an Brust, Beinen und Rücken stark behaart sind. "

    Na, nun beleidigst du aber die Bären und die, die auf sie stehen. Vielleicht solltest du einfach mal dein Schlabberlätzchen ausziehen und deinen Doktor fragen, ob er dich mal hinaus in die Welt und in eine schwule Lederbar lässt, damit du dich mit eigenen Augen davon überzeugen kannst, das es mehr schwule Männer mit ganz vielen Haaren überall am Körper gibt, als du dir in deinen kühnsten Träumen auch nur vorstellen könntest.

    "Allenfalls gibt es Schwule, die sich die männlichen Hormone per Spritzen zuführen"

    Aber nein Herzl, das sind doch auch wieder die transsexuellen Männer, nicht die Schwulen. Die Schwulen haben doch selbst genug Testosteron, das habe ich ja oben schon erklärt. Die transsexuellen Männer müssen sich aber tatsächlich Testosteron zuführen. Weil sie selbst ja keines bzw. (beziehungsweise) viel zu wenig produzieren. Du erinnerst dich: Brüste, Gebärmutter, schwangerer Mann.
    Das kommt, weil diese Männer statt Testosteron doch tatsächlich das Busen bildende Östrogen produzieren. Deshalb müssen sie zu einem Arzt gehen, der ihnen das Testosteron verschreibt. Denn Testosteron kann man nicht einfach im Supermarkt um die Ecke kaufen und selbst in der Apotheke, wo es Testosteron gibt, bekommt man es nur auf Rezept.
    Deshalb wird ein Schwuler, sofern er nicht gerade unter einer gefährlichen oder unangenehmen Hormonstörung leidet, auch kein Testosteron bekommen. Selbst wenn er sich noch so viele Kleider oder Miniröckchen anzieht.

    "Die paar schwulen Fussballclubs die es gibt, z.Bsp. in Berlin, beweisen nur, dass auch Schwuppen ganz ordentlich einem Ball nachrennen können, aber kaum mit der geballten Kraft echter Mannesstärke!"

    Nein, sie beweisen nur, dass die meisten Schwulen absolut keine Lust auf Fußball haben und sich einen Pups dafür interessieren. Das hat aber nichts mit fehlender Manneskraft beim Kicken zu tun. Ich denke, wenn dir eine echte Schwuchtel mit geballter Kraft in den Hintern tritt, wird dir das genauso weh tun, als wenn dir ein "echter" Kerl mit geballter Kraft in den Hintern tritt.

    Und nun, Husch Husch ins Bettchen, die Kinderstunde ist vorbei. Ich will dich ja nicht überfordern.
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