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Berlin (queer.de) - Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) hat den Mainzer Kardinal Karl Lehmann als "Großmeister der Diskriminierung" bezeichnet. Der ehemalige Chef der katholischen Bischofskonferenz hat heute bei einer Konferenz der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) einen einleitenden Vortrag gehalten.

Antidiskriminierungsstelle: Bühne für diskriminierende Organisation?

"Statt sich gegen Diskriminierung auszusprechen und die Verantwortung der Katholischen Kirche als wirtschaftliche Macht und Arbeitgeberin anzunehmen, hat Kardinal Lehmann eine heuchlerische Ansprache gehalten", erklärte LSVD-Sprecher Manfred Bruns. "An keiner Stelle ist er auf die schweren Diskriminierungen eingegangen, die die Katholische Kirche seit Jahren praktiziert. Der Lesben- und Schwulenverband protestiert scharf dagegen, dass die Antidiskriminierungsstelle des Bundes die Bühne für einen solch heuchlerischen Auftritt bietet. Das macht deutlich, wie fadenscheinig die Arbeitsweise der ADS ist." Die Katholische Kirche feuert derzeit Mitarbeiter ihrer Einrichtungen, wenn sie eine Eingetragene Partnerschaft eingehen. Das verstößt nicht gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, weil bei Kirchen im Arbeitsrecht Ausnahmeregeln gelten.

Bruns weiter: "Die Regie des Kongresses sah Fragen an Kardinal Lehmann und Diskussionen zu dem Punkt nicht vor. Auch der Beirat der ADS, in dem Vertreterinnen und Vertreter der Betroffenenorganisationen sitzen, durfte keine Kritik äußern. Auf Fragen zur Diskriminierung von Lesben und Schwulen durch die Katholische Kirche, die entgegen der Kongressregie dennoch aus dem Plenum geäußert wurden, hat Lehmann es abgelehnt zu antworten".

LSVD kritisiert Martina Köppen

Der LSVD greift auch Martina Köppen, die Leiterin der ADS, scharf an: Sie wolle offenbar bei der angestrebten Zusammenarbeit mit Unternehmen ("Pakt mit der Wirtschaft") weder NGOs noch die Betroffenen dabeihaben, so Bruns. "Hier wird über Werte schwadroniert und Diskriminierung praktiziert. Frau Köppen bleibt ihrer beruflichen Herkunft treu. Sie war vor der Übernahme der Leitung der ADS im Kommissariat der deutschen Bischöfe für den Bereich Europa tätig. Sie hat dort Lobbypolitik gegen das Europäische Antidiskriminierungsrecht gemacht." (pm/dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 wolfAnonym
  • 23.04.2008, 16:20h
  • da war auch nichts anderes zu erwarten ! dieses verlogene pack feiert sich wie immer selbst und klopft sich auf die "gutmenschenschulter" und glaubt auch noch sie halten die moral hoch in diesem land ! nach dem motto erst mal wir, dann ne ganze weile nichts und dann wieder wir !
    die finden sich so wichtig, dass sie nicht mal merken, dass sie egentlich ne lachnummer abgeben, was soll der ads-verein, wenn man da den bock zum gärtner macht ?
    aber so erhält man z.b. die sonderrechte für den katholischen verein, der lustig weiter menschenverachtend diskriminiert, auch wenn die erde keine scheibe mehr ist ! die wurden für ihre verbrechen auch nie zur verantwortung gezogen, also was solls, dann kann man munter weiterheucheln !!!!
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#2 GerdWSAnonym
  • 23.04.2008, 18:06h
  • Diese sogenannte "Antidiskriminierungsstelle" wurde von unserer Familienministerin Ursula von der Leyen eingerichtet und die Leiterin, Frau Martina Köppen, von ihr ausgesucht. Es ist dieselbe Familienministerin, die für das anti-schwule "Christival" in Bremen in der kommenden Woche, auf dem Schwule "geheilt" werden sollen, die Schirmherrschaft übernommen hat.

    Es ist u.a. Aufgabe von Frau von der Leyen, dafür zu sorgen, dass die Deutschen wieder mehr Kinder bekommen. Deshalb ist es natürlich klar, dass Schwule und Lesben nicht in ihr Konzept passen.

    Hatten wir nicht schon einmal eine Zeit in diesem Land, wo Schwule verfolgt wurden, weil sie keine Kinder in die Welt setzten, der Staat aber viele Kinder wollte?

    Man sollte diese Ministerin und ihre weiteren Pläne genau beobachten!
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#3 LukeAnonym
  • 23.04.2008, 19:23h
  • "Das verstößt nicht gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, weil bei Kirchen im Arbeitsrecht Ausnahmeregeln gelten."

    Wir leben im 21 Jh. und der Staat knickt noch immer vor der Kirche ein. Das ist nicht nur beschämend für einen modernen Staat, es stellt uns in Teilen auch mit Staaten gleich, die wir doch auch an dieser Stelle häufig kritisieren und das ist skandalös!

    Was Kardinal Lehmann betrifft, so ist dieser Mensch für mich einfach nur indiskutabel. Als dieser Mann noch Bischof war, ist er gegen einen Austritt der katholischen Kirche bei der Schwangerschaftsberatung eingetreten. Sein Boss Papst Johannes Paul II ruft ihn nach Rom, Lehmann kommt nach Deutschland zurück, rudert mit Händen und Füssen zurück und wird kurze Zeit später Kardinal. Hat natürlich überhaupt nichts miteinander zu tun, is klar.

    Dieses Pfaffenpack ist und bleibt die Krönung aller Scheinheiligen. Papst Johannes Paul II, Benedetto und auch unsere allseits geliebte Schwester Maria Theresia waren sich in ihrer homophoben Haltung so einig und stark wie die Dreifaltigkeit. Was unterscheidet Kardinal Lehmann von diesen dreien? Ganz einfach, er ist ein Mensch ohne eigene Meinung, der seinem Boss bis zur Hüfte im Hintern hängt, wenn dafür ein toller Posten raus springt. So viel zum Thema Selbstlosigkeit, Nächstenliebe und Barmherzigkeit. Ein wahrer Christ halt.
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#4 gerdAnonym
  • 23.04.2008, 23:52h
  • Die katholische Kirchenleitung sowie die bisherige Deutsche Bischofskonferenz hat sich im Umgang mit homosexuellen Paaren in eine geistige und moralische Sackgasse verrannt.

    Im Gegensatz zur protestantischen EKD mit ihrem guten Grundsatzdokument "Verantwortung und Verlässlichkeit stärken" kam bei der Katholischen Kirchenleitung nur Widerstand gegen die staatliche Anerkennung homosexueller Paare.

    Dies gilt nicht nur in Deutschland, sondern auch in den anderen Staaten weltweit. Es gibt zwar an der katholischen Basis sehr, sehr viele Katholiken, die anders denken und ebenso gibt es vereinzelt katholische Bischöfe, die positiv sich zu Lebenspartnerschaftsinstitute äußern (siehe beispielsweise jetzt aktuell Robert Zollitsch), aber die Mehrheit der katholischen Bischöfe hat sich in der Vergangenheit sehr negativ gegenüber homosexuellen Paaren positioniert und entsprechend geäußert.

    Was Frau Köppen angeht, so hätte Sie besser einen evangelischen Bischof oder einen Vertreter einer Bürgerrechtsorganisation (z.B. Amnesty International) für den Gastvortrag auswählen können.

    Herr Lehmann ist als Redner zu diesem Thema denkbar ungeeignet. Sie hätte es nur noch negativ übertreffen können, wenn Sie Kardinal Meissner oder Kardinal Sterzinsky eingeladen hätte. Die katholische Kirchenleitung versagt ethisch und begibt sich auf die Seite der Heuchler und Diskriminierer, wenn Sie standesamtlich verpartnerte Mitarbeiter als Arbeitgeber entläßt.

    Die katholische Kirchenleitung sollte dringend von den lutherischen und reformierten Landeskirchen lernen, wo sogar homosexuelle Pfarrer mit ihrem standesamtlich Partner im Pfarrhaus leben dürfen.

    So aber verliert die katholische Kirchenleitung in den Reihen der homosexuellen Menschen jede Form von Glaubwürdigkeit und Respekt.
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#5 hurra deutschlandAnonym