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Selbstbewusst redet der Premium-Sieger von DSDS mit queer.de über seine schwulen Kontakte, seine femininen Seiten und sein neues Album

Von Hermann J. Huber

Die Balladen deines neuen Albums klingen sehr stimmig, ohne falschen Glamour, ungeschminkt. Wie viel davon bist du selbst?

Man sagt immer so einfach "hundertprozentig". Vor jedem neuen Album habe ich immer gesagt, "das bin komplett ich". Aber diesmal sind das wirklich Geschichten, die ich erlebt habe. Ich erzähle viel über Träume. Ich hab mich weiterentwickelt und weiß, dass ich noch nie so ich selbst war, es noch nie so gestimmt hat wie jetzt.

Du singst, "Die Welt hat sich so schön gemacht für mich". Und du für sie. Optisch wirkst du fast wie ein junger englischer Lord. Was trägst du da nach außen?

(lacht) Die Antwort ist klar: Selbstbewusstsein! Das neue Outfit, der neue Look sollen Stärke symbolisieren, die Art und Weise wie ich meinen Weg gehe, dass ich meinen Weg gefunden habe, was ich bin.

Viel Selbstbewusstsein hast du sicher in den letzten beiden Jahren beim Musical getankt?

Ja, da hab ich im wahrsten Sinne des Wortes Blut geleckt. In 480 Shows hab ich als Alfred in "Tanz der Vampire" jeden Abend Deutsch gesungen und gemerkt, wie viel Spaß mir das macht, wie authentisch die Muttersprache ist. Es ist nicht so, dass ich jetzt auf einer Welle mitschwimmen will, nur weil Silbermond oder Tokio Hotel so erfolgreich sind.

Beim Musical in Berlin hast du dir auch neue Fangemeinden erschlossen. Die Schwulen gehören garantiert dazu?

Natürlich, ja klar. Und diese Fans sind sehr, sehr treu. Ich komme aus Münster und kannte die schwule Welt nicht besonders. Ich hatte nicht wirklich viel Kontakt zu Schwulen, den bekam ich erst richtig 2005, als ich meine Gesangs- und Schauspielausbildung gemacht habe.

In "Tanz der Vampire" wurdest du als Alfred vom schwulen Grafensohn gejagt. Schmeichelt es dir, wenn dich auch Männer begehren?

(lacht) Ja, das ist eine Ehre für mich. Ich hatte schon immer schwule Fans. Ich mag sie, ich finde sie humorvoll, sie sind immer ehrlich und sagen dir auch, wenn es ihnen nicht gefallen hat. Es gibt natürlich auch schräge Typen. Aber ich bin bisher immer gut mit ihnen ausgekommen. Ob jemand auf Männer oder Frauen steht, ist mir völlig egal. Man muss Menschen nehmen so wie sie sind. Ich jedenfalls bin stolz auf jeden schwulen Fan, den ich habe.

Und die Geschichte, die Daniel Küblböck erzählt hat, er hätte ein Verhältnis mit dir gehabt, ist endgültig aus der Welt?

Daniel wer? Es gibt einfach Leute, die verkaufen sich über Schwachsinn. Mehr möchte ich dazu nicht sagen. Ich war damals im Studio und dachte, mein Schwein pfeift.

Wie sehr hat Berlin dein Leben verändert? Tauchst du manchmal in die verschiedenen Szenen ein?

Klar! Die eine oder andere Nacht hab ich mir schon um die Ohren geschlagen. Ich hab zuvor schon ein Jahr in Hamburg gewohnt, so neu ist mir die Großstadt also nicht. Aber Berlin ist natürlich eine Klasse für sich.

Bist du ein Beziehungstyp?

Ich bin schon ein Beziehungstyp. Man lernt ja die Beziehung erst zu schätzen, wenn man auch den einen oder anderen One Night Stand hatte. Aber ich brauche das einfach nicht.

Bist du in festen Händen?

Zurzeit bahnt sich etwas an. Das ist aber noch sehr, sehr frisch. Da muss ich selbst erst mal schauen, wo die Reise hingeht. Aber ich würde lügen, wenn ich sagen würde, ich bin Single.

Träumt ein junger Mann, dem die Welt offen steht, von Freiheiten, die für andere womöglich ganz selbstverständlich sind?

Ich bin in einer wunderbaren Situation. Ich hab eine tolle Unterstützung von meinem Team, konnte jetzt mein viertes Album veröffentlichen und hab eine Hauptrolle an einem der schönsten Theater Europas gespielt. Ich habe nicht mehr diesen Druck, um es ganz ehrlich zu sagen, Geld verdienen zu müssen, um über die Runden zu kommen. So kann ich mir meine Zukunft ganz anders aussuchen und auch Schauspiel und Regie ausprobieren. Wenn man einen Namen hat, hat man schon Freiheiten, nicht alle. Das ist Fluch und Segen zugleich.

Als Vampir-Kenner, wo fließt feminines Blut in deinen Adern?

(lacht) Ich glaube, in jedem Mann, der nur ein bisschen eitel ist, fließt feminines Blut. Man ist nicht gleich schwul, wenn man seine weiblichen Seiten zeigt. Da gäbe es auch genügend Musical-Rollen wie die den Tod in "Elisabeth".

"Vor Dir" ist ein Song von dir, der unter die Haut geht. Worüber kommst du am meisten ins Grübeln? Was macht dir vielleicht sogar Angst?

Ich bin von Natur aus ein Mensch, der immer sehr, sehr positiv denkt. Aber natürlich weiß ich, dass die Musikbranche sehr kurzlebig ist. Da kann von heute auf morgen alles zusammenbrechen. Ich kann meine Stimme verlieren. Das ist meine allergrößte Angst, irgendwann nicht mehr gesund zu sein. Denn das ist die Grundlage für alles.

24. April 2008



13 Kommentare

#1 evaAnonym
#2 KonstantinEhemaliges Profil
#3 RabaukeAnonym
  • 24.04.2008, 10:09h
  • Ein sehr nüchtern, dennoch frisches Gespräch. Ich fand Alex von Anfang an ziemlich genial. Nicht weil beim Anblick der "90 grad Schalter klickt, sondern weil der Typ echt singen kann. Er hat auf jeden Fall eine Zukunft, denn Er lies sich nicht "ausschlachten" wie all die Anderen, bemitleidensunwerten DSDS "Stars und Sternchen".
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#4 BjörnAnonym
#5 SaschaAnonym
#6 SaschaAnonym
  • 24.04.2008, 17:49h
  • PS:

    Es gibt einen offen und selbstbewusst schwulen "Superstar", der es im Gegensatz zu Tausenden anderer "Stars" nicht nötig hatte, sich selbst zu verleugnen.

    Irgendwie bezeichnend für das kollektive schwule Selbsterniedrigungssyndrom, dass man über diesen "Superstar" hier nicht ein einziges Mal einen vergleichbaren, ausführlicheren Beitrag gelesen hat!!!
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#7 lolitaAnonym
  • 24.04.2008, 18:29h
  • was für dummes geschwätz.alexander ist ein wunderbar aussehender mann mit einer hammerstimme,er ist und war nie schwul,womit ich
    nichts gegen schwule sagen möchte,denn meine besten freunde sind SCHWUL
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#8 ThomasAnonym
  • 24.04.2008, 19:02h
  • Klar : Sein Freund ist schwul ...er aber nicht. Klemmtrine ... da ist mir der Kübelkotz noch lieber .....
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#9 SebiAnonym
  • 24.04.2008, 20:07h
  • Da hat er fast jede Klippe umschifft, die ein Everybody's-Darling-1a-Schwiegersohntyp umschiffen muss, und sagt dann: "Ich glaube, in jedem Mann, der nur ein bisschen eitel ist, fließt feminines Blut."
    Frauen sind eitel? Tja, das war blöd. Jetzt muss er ein Interview mit der Brigitte führen und sagen, dass er auf jeden weiblichen Fan ganz ganz dolle stolz ist.
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#10 KonstantinEhemaliges Profil
  • 25.04.2008, 09:47h
  • @ Lolita: Glaub den Onkels mal, was die hier schreiben! Die kennen sich nämlich aus mit Ihresgleichen!
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