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  • 28. April 2008, noch kein Kommentar

Ein neuer Ratgeber aus dem Querverlag über den Umgang mit Homophobie an den Schulen.

Von Carsten Weidemann

"Schwule Sau!", "blöde Lesbe!" – Schimpfwörter, die auf deutschen Schulhöfen keine Seltenheit sind. Bis heute sind Vorurteile und die damit einhergehenden Diskriminierungen gegenüber sexuellen Minderheiten, vor allem gegenüber Lesben und Schwulen, auch an Schulen weit verbreitet. Das Thema sexuelle Vielfalt hingegen wird häufig totgeschwiegen.

Der erste Teil des Buches "Sexuelle Vielfalt lernen" gewährt Einblicke in die Klassenzimmer verschiedener europäischer Länder und zeigt, wie dort sexuelle Vielfalt aufgezeigt und Homophobie angegangen wird. Über die Vernetzung von schulischer und außerschulischer Arbeit wird im zweiten Teil von "Sexuelle Vielfalt lernen" berichtet. Konkret werden die AutorInnen im dritten Teil des Buches. Dort beschreiben sie, welche kreativen und effektiven Möglichkeiten es im Unterricht gibt, um Homophobie erfolgreich zu begegnen und sexuelle Vielfalt zu lehren.

Die zahlreichen Empfehlungen, Anleitungen und Adresslisten machen dieses Buch zu einem wichtigen Ratgeber für Lehrende und Studierende. Den Auftakt macht übrigens der südafrikanische Erzbischof Desmond Tutu, der klipp und klar in seinem Vorwort feststellt: "Homophobie ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit".

Lutz van Dijk & Braay van Driel, Sexuelle Vielfalt lernen, Querverlag, 220 Seiten, 14,90 Euro.