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Canberra (queer.de) - Die neue australische Regierung hat gestern angekündigt, ungefähr 100 Gesetze zu ändern, um Homo-Paaren eheähnliche Rechte zu gewähren. Das schließt unter anderem das Rentenrecht und das Besuchsrecht des Partners in Krankenhäusern ein. Die sozialdemokratische Regierung unter Premierminister Kevin Rudd stellte aber klar, dass sie weder die Ehe für Lesben und Schwule öffnen noch Eingetragene Partnerschaften einführen würde. Nach Angaben von Justizminister Robert McClelland sollen die Änderungen bis Mitte 2009 in Kraft treten.

Homo-Gruppen zeigten sich enttäuscht: "Schwule und lesbische Australier haben weniger Rechte als andere Australier", resümierte Rodney Croome von der Australian Coalition for Equality. Die Gesetzesänderungen seien aber ein erster Schritt, auf dem man aufbauen könnte.

Die Regierung hält am gesetzlich verankerten Ehe-Verbot für Schwule und Lesben fest. Das Verbot war 2004 von der damaligen konservativen Regierung beschlossen worden (queer.de berichtete). "Die Regierung glaubt daran, dass die Ehe eine Verbindung zwischen Mann und Frau ist. Deshalb werden wir das Eheschutzgesetz nicht ändern", so Justizminister McClelland. "Aber in allen anderen Bereichen, in denen wir Diskriminierung gegen gleichgeschlechtliche Paare festgestellt haben, werden wir die Gesetze ändern." (dk)



#1 BjörnAnonym
  • 01.05.2008, 03:11h
  • "Eheschutzgesetz" klingt wie "Nichtraucherschutzgesetz". Und ist ja auch von der gleichen Geistesgröße.
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#2 madridEUAnonym
  • 01.05.2008, 09:39h
  • Naja @björn: Die veraltete Institution der Ehe ist ohnehin überfällig und man könnte sie für Homos und Heteros nur noch als Vertrag bezeichnen, um nicht irgendwann einmal mittellos dazustehen. Die Geister scheiden sich allerdings beim Nichtraucherschutz . Ich sehe es mit Genugtuung, dass wir, wenn auch erst im Alter, heute das fortschrittliche Recht auf unverqualmte Gaststätten zugesprochen bekommen.
    In der Eckkneipe wäre es mir egal, denn man könnte eher auf den Besuch verzichten. Je rückständiger die gesellschaftliche Situation eines Staates, desto mehr darf ungehindert überall gepafft werden.Dennoch sollten Raucher in unseren Breiten meines Erachtens die Möglichkeit eingeräumt bekommen, ihrem Laster in dafür vorgesehenen Räumen zu frönen. Totalverbote radikalisieren nur.
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