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Ein von der Ex-Gay-Gruppe "Wüstenstrom" geleitetes Seminar auf dem Jugendkongress Christival ist nach Angaben der Veranstalter aus Sicherheitsgründen verlegt worden. Es findet nun unter Ausschluss der Presse statt, berichtet die evangelische Nachrichtenagentur idea.

Das Seminar "Jungen als Opfer des Missbrauchs" war kritisiert worden, weil der Veranstalter Wüstenstrom die "Heilung" von Schwulen und Lesben propagiert. Das Seminar könne daher für die ideologischen Ziele der Gruppe missbraucht werden. Kritiker werfen dem Verein vor, psychischen Druck auf Ratsuchende auszuüben und viele dadurch in den Selbstmord zu treiben. Seminarleiter Stefan A. Schmidt wies diese Vorwürfe zurück und erklärte, Wüstenstrom "behandele" ergebnisoffen. Ein Drittel der Ratsuchenden sei von ihren homosexuellen Empfindung befreit worden, so Schmidt.

"Volker Beck mitschuldig"

Schmidt gab dem Grünenpolitiker Volker Beck eine Mitschuld an der Verlegung des Seminars. Er habe die Stimmung aufgeheizt, indem er das Seminar "in die Öffentlichkeit gezerrt" habe.

Am Mittwoch haben mehrere hundert Menschen gegen das Festival demonstriert (queer.de berichtete).

Ein ursprünglich geplantes Seminar, das offen die Umerziehung von Schwulen und Lesben propagierte, ist nach öffentlichem Druck im Januar abgesagt worden (queer.de berichtete).(dk)



HuK kritisiert Christival-Gegner

Die ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) erklärte, der Jugendkongress lasse sich nicht auf das Thema Homosexualität reduzieren.
Polizei nimmt 34 Christival-Gegner fest

Beim Jugendkongress Christival kam es am Wochenende zu kleineren Auseinandersetzungen. Die Seminarleiter bleiben trotz der Kritik hart: Homosexualität sei "heilbar".
Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

22 Kommentare

#1 Tim_ChrisProfil
  • 02.05.2008, 13:49hBremen
  • Zitat: "Er habe die Stimmung aufgeheizt, indem er das Seminar "in die Öffentlichkeit gezerrt" habe"

    Und genau da gehört es auch hin, um der Öffentlichkeit deutlich zu machen, welchen Schwachsinn dieser Mensch dort referiert und auch in der Hoffnung, dass es mehr als eine gewisse Minderheit ist, die gegen diese Heilungsversuche protestiert und die Menschen vor diesem Seminarleiter Stefan A. Schmidt und seinen Idealen zu warnen. Meines Erachtens gehört dieser Mensch zusammen mit seiner homophoben Sippschaft auf die Anklagebank wegen vorsätzlicher versuchter Körperverletzung. Denn das ist es, was der mit seinen Seminaren betreibt.
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#2 KonstantinEhemaliges Profil
  • 02.05.2008, 14:12h
  • "... unter Ausschluss der Presse ..."

    Soso! Wenn die nichts zu verbergen hätten, gäbe es doch eigentlich keinen Grund, die Presse auszuladen, oder? Jetzt können die dort ungehindert ihre Gehirnwäsche-Ansichten verbreiten. Hoffen wir mal, dass sich doch der eine oder andere Journalist undercover eingeschlichen hat!
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#4 antos
#5 antos
  • 02.05.2008, 18:29h
  • "Seminarleiter Stefan A. Schmidt wies diese Vorwürfe zurück und erklärte, Wüstenstrom "behandele" ergebnisoffen."

    Arschoffen mal auf alle Fälle, schaut man sich die Sophistereien auf der "Wüstenstrom"-Site an.

    Man kann sich natürlich ausführlich mit diesem "Wüstenstrom"-Kram befassen [was ich vor Jahren schon mal getan habe] und jede der Aussagen hinterfragen [was eine Menge Zeit kostet] - oder man stellt einem Herrn wie S. A. Schmidt nur eine Frage: Wie vielen Menschen, die 'ihre Sexualität konflikthaft erleben' rätst Du zu einem Wandel zur Homosexualität?

    Zu dem amüsanten Hickhack um Wüstenstrom hier noch ein Artikel zu Günter Baum:
    de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnter_Baum
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#6 KonstantinEhemaliges Profil
  • 02.05.2008, 18:40h
  • Zitat: "Arschoffen mal auf alle Fälle"

    Wie geil ist DAS denn? Ich lach mich wech!
    Herrlich!
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#7 antos
  • 02.05.2008, 18:50h
  • Auch hier fühlten sich "Wüstenstrom"-Agitatoren übrigens ungerecht behandelt - es ist halt schon so eine Crux mit der Öffentlichkeit und gerade Typen, die sich rausnehmen, andere in größerem Namen zu behandeln, müssen offensichtlich dauernd darüber rumweinen wie sie selbst behandelt werden [immer ungerecht, immer falsch!]. Wahrscheinlich war ihnen dieser gute Artikel von Karin Kontny in der ZEIT auch so irgendwie zu öffentlich und generell nicht ergebnisoffen genug:
    www.reportageschule.de/PDF/Kontny18012007.pdf
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#8 KonstantinEhemaliges Profil
  • 02.05.2008, 19:45h
  • Antwort auf #7 von antos
  • Die armen kleinen Wüstenstrom-Lämmchen! Immer wird denen an allem die Schuld gegeben. Seltsam, seltsam! Aber klar, wenn die bösen, bösen Homos auch immer Hetze betreiben müssen und den Idioten ihre Klientel abspenstig machen. Ich glaub, da würde ich auch zickig werden und hilflos um mich beissen. Eigentlich rührend in ihrer Armseligkeit, oder?
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#9 -!-Anonym
  • 02.05.2008, 19:59h
  • Emanzipation-oder-Barbarei

    "..Dieser Trend schreibt sich fort in einer Vielzahl von Beratungs- und Supervisionsangeboten, wie sie sich in den letzten Jahren herauskristallisiert hat. Auch innerhalb dieses Trends lässt sich eine dem bisher diskutierten analoge Entwicklung ausmachen: galten bisher LehrerInnen als zentrale Sozialisationsinstanz nicht zuletzt über das, was sie sagten, also die Wahrheit, die zu produzieren sie anleiteten, so ist es heute die BeraterIn, die keine inhaltlichen Inputs liefert, sondern lediglich einen Prozess initiieren möchte, in dem sich die Betroffenen, scheinbar aus sich selbst heraus, Meinungen und Positionen bilden. Maßstab des Handelns wird so mehr und mehr das bereits verinnerlichte Wissen darüber, wie die Welt „halt so ist“."

    ...bei christivals einen zacken schärfer...

    "Das, was da an allen Ecken und Enden als Beratung angeboten wird, ist also keineswegs so ergebnisoffen, wie vielfach getan wird - durch Beratung werden Individuen systematisch den gesellschaftlichen Erwartungen unterworfen!“
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#10 KonstantinEhemaliges Profil
  • 02.05.2008, 21:13h
  • Kann man diese evangelikalen Scientology-Ableger nicht anzeigen wegen Volksverhetzung, übler Nachrede oder ähnlichem? Wäre doch mal eine neue Aufgabe für den LSVD!
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