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Auch in Israel soll nun ein Mahnmal an die von den Nazis ermordeten Homosexuellen erinnern.

Von Dennis Klein

Gedenkstätten für Homo-Opfer des Nationalsozialismus gibt es bereits Amsterdam, Kopenhagen, San Francisco und Sydney – Ende Mai ist die Einweihung des Berliner Mahnmals. Jetzt soll auch in Israel an die von den Nazis verfolgten Schwulen und Lesben erinnern. Wie das Nachrichtenportal "Ynet" berichtet, haben jetzt der Homo-Aktivist Itay Pinkas und der Tel Aviver Stadtrat auf die Errichtung eines Mahnmals geeinigt.

Bürgermeister Ron Huldai erklärte, dass das Monument aus Eisen bestehen soll und der Form nach dem rosa Winkel nachempfunden sein, mit dem die Nationalsozialisten schwule KZ-Insassen kenntlich machten. Auf dem Mahnmal sollen alle bekannten Opfer mit Namen aufgeführt werden. Standort soll der Meir-Garten sein, der sich direkt in der Innenstadt befindet und ein beliebtes Ausflugsziel der Tel Aviver ist.

Orthodoxe jüdische Aktivisten haben bis zuletzt versucht, das Mahnmal zu verhindern. In den vergangenen Jahren hatten sie bereits wiederholt gegen den CSD in Jerusalem protestiert (queer.de berichtete). Die Ultrareligiösen argumentieren, dass das Mahnmal den Mord an Millionen Juden bagatellisieren würde.

Schwule wurden von den Nazis auf Grundlage des berüchtigten Paragrafen 175 verfolgt, der erst 1994 gänzlich abgeschafft wurde. Lesben wurden dagegen oft als "Asoziale" verurteilt. Die Schätzungen der Todesopfer gehen noch immer weit auseinander – zwischen 7.000 und einer viertel Millionen Menschen sollen von den Nationalsozialisten aufgrund ihrer sexuellen Ausrichtung umgebracht worden sein.



#1 hurra deutschlandAnonym
  • 02.05.2008, 16:31h
  • Gute Idee! Hoffentlich dauert die Planung und Umsetzung nicht so ewig lange wie in Deutschland;-)

    Zumindest glaube ich, das Iraelische Firmen, die den Bauauftrag erhalten, nicht den selben minderwertigen Beton nehmen wie beim Holocaustmahnmal in Berlin!
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#2 Tufir
  • 03.05.2008, 11:25h
  • Naja, wenn man in Deutschland auch alle Unternehmen, die mit dem Dritten Reich Geschäfte gemacht haben, nicht am Bau beteiligen möchte, schrumpft die Auswahl bei einem Projekt dieser Größenordnung schon gewaltig. Natürlich beschleunigt eine Lea Rosh die Sache auch nicht unbedingt. Hoffen wir mal, dass man da in Israel über weniger impulsives Personal verfügt.
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