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In London hat der konservative Kandidat Boris Johnson bei den Bürgermeisterwahlen gegen den amtierenden Labour-Bürgermeister Ken Livingstone und den schwulen früheren Vize-Polizeichef Brian Paddick gewonnen. Johnson erhielt 43 Prozent der Stimmen, Livingstone kam auf 37 Prozent und der Liberaldemokrat Paddick auf rund zehn Prozent. Beim direkten Vergleich der beiden führenden Kandidaten erreichte Johnson 53 Prozent, Livingstone 47 Prozent. Bei diesem Ergebnis wurde auch die "zweite Wahl" der Wähler berücksichtigt, die für einen der sieben unterlegenen Kandidaten gestimmt hatten. Die Wahlbeteilligung lag mit 45 Prozent für britische Verhältnisse sehr hoch.

Paddick hatte mit seinen von Wahlexperten als farblos bezeichneten Wahlkampf gegen seine charismatischen Gegner Johnson und Livingstone keine Chance. Der 50-Jährige legte in seiner Kampagne besonderen Wert auf Armuts- und Kriminalitätsbekämpfung (queer.de berichtete). Der überzeugte Sozialist Livingstone galt stets als Befürworter von Homo-Rechten, obgleich seine Unterstützung für den homophoben Hassprediger Yusuf al-Qaradawi für Verstimmungen sorgte.

Sieger Johnson hatte früher in seinem Hauptberuf als Journalist und Kommentator gegen Eingetragene Partnerschaften polemisiert und für Section 28 geworben. Section 28 war ein von Margaret Thatcher eingeführter Paragraf, der es untersagte, in Schulen über Homosexualität zu sprechen. Er wurde von der Labour-Regierung 2003 aufgehoben. Inzwischen habe der 43-Jährige eigenen Aussagen zufolge aber seine Meinung geändert und unterstütze Homo-Rechte.

Kurz vor der Wahl veröffentlichte das Homoportal "Pinknews" eine Umfrage, nachdem sich die drei führenden Kandidaten bei Schwulen und Lesben ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten: Demnach unterstützten 27 Prozent Livingstone, 24 Prozent Paddick und 22 Prozent Johnson.

Die Kommunalwahlen in England und Wales galten als entscheidender Stimmungstest für den ungeliebten Premierminister Gordon Brown. Seine Labour-Partei kam in den beiden Landesteilen hinter den Konservativen und den Liberaldemokraten nur auf den dritten Platz und fuhr damit das schlechteste Ergebnis seit 40 Jahren ein. (dk)



#2 alfAnonym
  • 04.05.2008, 08:43h
  • Schwule in London sind offensichtlich an Politik so uninteressiert wie in Deutschland, schade.
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#3 ChrisAnonym
#4 SchnapszahlAnonym
#5 stromboliProfil
#6 Tufir
  • 05.05.2008, 12:20h
  • Antwort auf #2 von alf
  • "Schwule in London sind offensichtlich an Politik so uninteressiert wie in Deutschland, schade."
    Vielleicht machen Schwule in London nicht jede Entscheidung davon abhängig, dass sie schwul sind. Mir reicht auch nicht, dass Wowereit schwul ist, um ihn zu wählen. Es gibt schon noch zwei bis drei andere Ideale neben dem täglichen rumpimpern für die man sich politisch interessieren darf.
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