Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?8687

In Bremen ist es am Wochenende zu weiteren Protestaktionen gegen den evangelikalen Jungendkongress Christival gekommen. Aktivisten protestierten gegen Homophobie und das in Christival-Leitern geforderte Totalverbot von Abtreibungen. Dabei nahm die Polizei am Samstagnachmittag 34 Demonstranten vorübergehend fest, die gegen einen Anti-Abtreibungsseminar protestiert hatten. Sie waren mit ihrem Plakat "Mein Bauch gehört mir" in den Veranstaltungsort eingedrungen. Die Polizei ermittelt nun wegen Hausfriedensbruchs und Nötigung.

Eine Kundgebung von 200 Menschen am Bremer Domshof blieb friedlich. Die Veranstalter von "No Christival" kritisierten allerdings die "sehr, sehr hohe Polizeipräsenz". Polizeifahrzeuge seien als "regelrechter Sichtschutz" zwischen der Kundgebung und Christival-Teilnehmern aufgestellt worden. Außerdem sei außerhalb des Kundgebungsgeländes das Verteilen von Flugblättern verboten worden.

Am Freitagabend war es zudem zu einem Handgemenge gekommen, als 35 Aktivisten während eines Vortrages in der Martinikirche mit dem "Austausch von homosexuellen Zärtlichkeitsbekundungen" gegen einen homophoben Redner demonstriert hatten. Die Aktivisten seien dann aus der Kirche geschmissen worden. Nach Angaben des Bündnisses "No Christival" haben Polizeibeamte dabei "ohne jegliche Begründung" mit "Schlagstock und Anwendung körperlicher Gewalt" die Aktivisten vom Vorplatz gedrängt. Die Polizei weist diese Darstellung zurück.

“Offensive Junger Christen“ verteidigt Homo-Heilung

Gestern hat die evangelische "Offensive Junger Christen" in einer Pressekonferenz ein geplantes Seminar zur Homo-Heilung verteidigt. Es musste im Januar nach erheblichem öffentlichen Druck abgesagt werden (queer.de berichtete). "Wir haben es nicht abgesetzt, weil wir unsere Meinung geändert haben, sondern um zur Deeskalation beizutragen", erklärte OJC-Leiter Dominik Klenk nach Angaben der evangelischen Nachrichtenagentur idea. Sein Verband habe sich das Thema Homosexualität nicht ausgesucht. Vielmehr seien 1979 zwei Männer auf die OJC zugegangen und hätten um Heilung ihrer Homosexualität gebeten. "Wir hatten die Wahl, sie abzuweisen oder aber sie und ihre Hoffnungen und Wünsche nach Veränderung ernst zu nehmen", so Klenk.

Die Ärztin Christl Vonholdt, zweite Vorsitzende des Trägervereins, erklärte zudem, dass Homosexualität nicht angeboren sei. Sie könnte therapiert werden, indem an "biografischen Verletzungen und an in der Kindheit erlebtem Bildungsmangel" angesetzt werde. Die "ergebnisoffene Begleitung" der OJC würde nicht nur von Schwulen und Lesben in Anspruch genommen, sondern auch von Juden und vereinzelt von Muslimen, so Vonholdt.

Kritiker werfen den "Homo-Heilern" vor, mit ihren Thesen psychischen Druck auf Schwule und Lesben auszuüben und so zu der überdurchschnittlichen Selbstmordrate unter jungen Homosexuellen beizutragen. In den USA, der Wiege der "Ex-Gay-Bewegung", gibt es bereits regelrechte Umerziehungslager für Schwule und Lesben (queer.de berichtete). Die Bundesregierung hatte aber auf eine Kleine Anfrage mitgeteilt, dass sie nichts von der Therapierung von Homosexuellen halte (queer.de berichtete). (dk)



HuK kritisiert Christival-Gegner

Die ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) erklärte, der Jugendkongress lasse sich nicht auf das Thema Homosexualität reduzieren.
Nach Protesten: Christival-Seminar verlegt

Ein Wüstenstrom-Seminar ist nach Protesten von Homo-Aktivisten verlegt worden und findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

30 Kommentare

#1 KonstantinEhemaliges Profil
  • 04.05.2008, 12:51h
  • Zitat: ""Wir haben es nicht abgesetzt, weil wir unsere Meinung geändert haben, sondern um zur Deeskalation beizutragen"

    Womit klar ist, dass die Proteste berechtigt sind!
    Ich meine ... schaut euch die Fratze von dieser Christel Vonholdt doch mal an! Die hatte doch noch nie guten Sex (wer geht denn da schon drauf?). Kann ich also verstehen, dass die ausgetrocknete Muschi dann nen Hass auf alle Menschen hat, die Spass an ihrer Sexualität haben!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Fg68atProfil
  • 04.05.2008, 18:05hWien
  • „Wenn zwei Jungs sich küssen, dann geht in der Heterowelt eine Bombe hoch. Unsere Küsse sind lauter als Bomben...
    Also lass uns losgehen und sie in die Luft jagen!“

    – India: im Film FAQs (2005)
  • Antworten » | Direktlink »
#3 EchtSchwulEhemaliges Profil
  • 04.05.2008, 19:48h
  • "....In den USA, der Wiege der "Ex-Gay-Bewegung", gibt es bereits regelrechte Umerziehungslager für Schwule und Lesben (queer.de berichtete)...."

    Na hoffentlich geht das nicht nach hinten los, liebe Redaktion. Ober(klemm)schwester Miltred Fred Ratched könnte da doch glatt "Anti-Amerikanische Hetze" wittern;-)^

    Jedenfalls habe ich die Festnahmeaktion der Polizei heute in buten un binnen gesehen und muss sagen, das ich es nicht gut finde, das sich die Polizei als Staatliches Organ von evangelikalen Fanatikern so instrumeltalisieren läßt! Es reicht schon, das die Polizei bei Antfa Demos massiv gegen die Antifa vorgeht. Das ist schon schlimm genug. Das sie dann auch noch damit anfängt, Grundrechtlich verbriefte Rechte auf Freie Meinungsäußerung gegenüber Rechtskonservativ-Religiösen Fanatikern zu unterbinden, sprengt alles dagewesene.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Tim_ChrisProfil
  • 04.05.2008, 22:04hBremen
  • Antwort auf #1 von Konstantin
  • Zitat Konstantin: "Womit klar ist, dass die Proteste berechtigt sind!"

    Nicht nur das. Mal abgesehen von ihrem (nicht) vorhandenen Sexappeal oder ihrer äußeren Erscheinung, die Frau ist laut Bericht "Ärztin" und es wundert mich wirklich, dass sie nicht längst wegen Körperverletzung ihre Approbation verloren hat und bei dem verwirrten Gerede in die Geschlossene zwangseingewiesen wurde.

    Aber vielleicht ist das der Nachteil der Demokratie. Jeder darf ungestraft seine Meinung verbreiten, selbst wenn sie der größte Schwachsinn ist - besonders wenn man irgendwas mit "Christlich" zu tun hat. Dann darf man den allergrößten Mist nämlich noch am ungestraftesten verbreiten.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 KatrinAnonym
#6 Tufir
  • 05.05.2008, 12:08h
  • Antwort auf #3 von EchtSchwul
  • "Das sie dann auch noch damit anfängt, Grundrechtlich verbriefte Rechte auf Freie Meinungsäußerung gegenüber Rechtskonservativ-Re ligiösen Fanatikern zu unterbinden, sprengt alles dagewesene."
    Es gibt kein verbrieftes Recht, in Veranstaltungsorte einzubrechen. Das gilt für beide Seiten. Die Polizei muss mit geeigneten Gegenmaßnahmen antworten. Da sich in den Reihen der Polizei naturgemäß nicht der Intellekt der Republik versammelt, fällt das meist nicht so angemessen aus, wie beabsichtigt. Das dumme ist halt, dass es keine Alternative gibt. Da liegt auch das Problem mit gewaltbereiten Demonstranten - sie provozieren eine Reaktion, die logisch auf ihre Aggression folgen muss. Damit polarisieren sie zwar zweifelsohne. Aber die Frage ist, ob diese Polarisation etwas bringt. Wenn die NPD zum Beispiel stumpf durch die Stadt marschiert, radikale Linke aber für Sachschäden sorgen, spielen sie dabei den falschen Leuten in die Hand. Setzen sich Castorgegner auf die Gleise - womit sie rein gesetzlich gesehen im Unrecht wären - und werden unter überzogener Gewaltanwendung entfernt, erreichen sie hingegen einen PR-Erfolg.

    In diesem Fall entsteht das Bild von friedlichen Christen, die von Rabauken angefallen werden. Egal ob angemessen oder nicht, ist das nicht der Eindruck, den man hinterlassen sollte, wenn man für Toleranz wirbt.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 KatrinAnonym
#8 stromboliProfil
  • 05.05.2008, 12:47hberlin
  • Antwort auf #5 von Katrin
  • „Wenn zwei Jungs sich küssen, dann geht in der Heterowelt eine Bombe hoch. Unsere Küsse sind lauter als Bomben... Also lass uns losgehen und sie in die Luft jagen!“ – India: im Film FAQs (2005)"...

    Katrin, vieleicht zeigt dies , das die betjunkies nicht so sehr geschickt waren: in der öffentlichkeit bricht nun hoffentlich eine breitere diskusson als hier auf , die den sinn solcher veranstaltungen , wichtiger aber noch die staatliche subvention in frage stellen wird. Da müßen auch wir schwule rein, weg von der ausschließlichkeit unseres schwulen anliegens.
    Wie generell geht diese mischpoke mit der sexualität und ihrer auswirkungen um; wie wird das neue "frauenbild " internalisiert um davon regeln abzuleiten. Da geht es doch um mehr als nur die freiheit der betstunde; da geht es um ein hochgefährliches bündniss von reaktionären ideen, die mit bibelsprüchen umrankt werden.
    Das überhaupt gegendemos liefen, das der wutausbruch in der kirche, wie beschrieben den "gläubigen " drecksäcken die maske vom gesicht riss ( was wut doch in einer unterdrückten seele so alles lostritt .... schlachthaus ist wohl die political correkt benennung der duschen im KZ?!) ...
    Zu sehen , sie sind hinter der maske des biedermannes angreifbar, ist ein gelungener ansatz und motivation weiter zu machen!
    Dank an die , die vor ort uns eine stimme gegeben haben; putz hin , aufregung her, ihr habt das richtige gemacht!
  • Antworten » | Direktlink »
#9 KatrinAnonym
  • 05.05.2008, 12:55h
  • 5 bis 10% der Christival-Teilnehmer, Vortragende, Aktivisten, Besucher, Reporter, Priester, -,-,sind übrigens versteckt Homosexuell.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 stromboliProfil